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	Kommentare zu: Nur mehr ein Zacken einer Krone	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Ingrid Stolz		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ingrid Stolz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 18:25:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 7. Januar 1911 schreibt das Neue Wiener Tagblatt auf S 14: &quot;(Anglo-österreichische Bank.) Die Anglobank hat in Czernowitz und Innsbruck Filialen errichtet, welche ihre Tätigkeit am 2. d. M. aufgenommen haben.&quot; 
Demnach kann diese Werbekarte nicht vor Jänner 1911 Verwendung gefunden haben.

Das Aktienkapital der Anglo-Österreichischen Bank wurde laufend erhöht und belief sich 
ab April 1910 auf 80 Millionen Kronen
ab April 1911 auf 100 Millionen Kronen
ab Okt. 1916 auf 130 Millionen Kronen
ab Mai 1918 auf 150 Millionen Kronen
ab Juli 1920 auf 200 Millionen Kronen
ab März 1922 auf 2 Millionen Pfund Sterling, nachdem die Umorganisation in eine englische Gesellschaft, die den Namen Anglo-Austrian-Bank führte, abgeschlossen war.
In den Innsbrucker Adressbüchern war bis einschließlich 1925 noch Anglo-Oesterreichische Bank zu lesen, 1926 und 1927  hieß es dann auch hier Anglo-Austrian Bank. 

Das im Titelbild beworbene Aktienkapital von 122 Millionen Kronen müsste demnach zwischen 1911 und 1916 beschlossen worden sein. Es war auch wohl so angedacht, denn in der Generalversammlung am 6. April 1914 wurde eine Erhöhung des Aktienkapitals auf 120 Millionen Kronen beantragt und auch genehmigt, zunächst aber kein Gebrauch davon gemacht.  Allerdings  wird der Generalrat gleichzeitig ermächtigt, &quot;in dem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkte diese Kapitalserhöhung unter Festsetzung der Modalitäten […] durchzuführen.&quot; (Neues Wiener Tagblatt, 7. April 1914, S 18) 
 
Interessant ist auch eine Anzeige der Innsbrucker Filiale der Anglo-Oesterreichischen Bank im ATA: https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&#038;datum=19110218&#038;query=%22Anglo%22+%22Bank%22+%22Aktienkapital%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=21
Hier wird bereits am 18. Februar 1911 mit einem Aktienkapital von 100 Millionen Kronen geworben, obwohl die Erhöhung auf 100 Mio. erst im April 1911 beschlossen wurde. Evtl. hat man mit dem Zusatz &quot;und Reserven&quot; die Erhöhung von den damals noch bestehenden 80 Millionen auf 100 Mio. vorweggenommen.
 
Am 11. Februar 1927 berichten die IN auf S 10: &quot;(Aus dem Tiroler Handelsregister.) Gelöscht wurde infolge Einstellung des Geschäftsbetriebes die Firma Anglo-Austrian-Bank Limited, Niederlassung Wien, Filiale Innsbruck.&quot; 
Dies ist zu den Adressbuch-Eintragungen insofern kein Widerspruch, als dass dafür jeweils die gemeldeten Daten des Vorjahres herangezogen wurden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Januar 1911 schreibt das Neue Wiener Tagblatt auf S 14: &#8222;(Anglo-österreichische Bank.) Die Anglobank hat in Czernowitz und Innsbruck Filialen errichtet, welche ihre Tätigkeit am 2. d. M. aufgenommen haben.&#8220;<br />
Demnach kann diese Werbekarte nicht vor Jänner 1911 Verwendung gefunden haben.</p>
<p>Das Aktienkapital der Anglo-Österreichischen Bank wurde laufend erhöht und belief sich<br />
ab April 1910 auf 80 Millionen Kronen<br />
ab April 1911 auf 100 Millionen Kronen<br />
ab Okt. 1916 auf 130 Millionen Kronen<br />
ab Mai 1918 auf 150 Millionen Kronen<br />
ab Juli 1920 auf 200 Millionen Kronen<br />
ab März 1922 auf 2 Millionen Pfund Sterling, nachdem die Umorganisation in eine englische Gesellschaft, die den Namen Anglo-Austrian-Bank führte, abgeschlossen war.<br />
In den Innsbrucker Adressbüchern war bis einschließlich 1925 noch Anglo-Oesterreichische Bank zu lesen, 1926 und 1927  hieß es dann auch hier Anglo-Austrian Bank. </p>
<p>Das im Titelbild beworbene Aktienkapital von 122 Millionen Kronen müsste demnach zwischen 1911 und 1916 beschlossen worden sein. Es war auch wohl so angedacht, denn in der Generalversammlung am 6. April 1914 wurde eine Erhöhung des Aktienkapitals auf 120 Millionen Kronen beantragt und auch genehmigt, zunächst aber kein Gebrauch davon gemacht.  Allerdings  wird der Generalrat gleichzeitig ermächtigt, &#8222;in dem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkte diese Kapitalserhöhung unter Festsetzung der Modalitäten […] durchzuführen.&#8220; (Neues Wiener Tagblatt, 7. April 1914, S 18) </p>
<p>Interessant ist auch eine Anzeige der Innsbrucker Filiale der Anglo-Oesterreichischen Bank im ATA: <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&#038;datum=19110218&#038;query=%22Anglo%22+%22Bank%22+%22Aktienkapital%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=21" rel="nofollow ugc">https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&#038;datum=19110218&#038;query=%22Anglo%22+%22Bank%22+%22Aktienkapital%22&#038;ref=anno-search&#038;seite=21</a><br />
Hier wird bereits am 18. Februar 1911 mit einem Aktienkapital von 100 Millionen Kronen geworben, obwohl die Erhöhung auf 100 Mio. erst im April 1911 beschlossen wurde. Evtl. hat man mit dem Zusatz &#8222;und Reserven&#8220; die Erhöhung von den damals noch bestehenden 80 Millionen auf 100 Mio. vorweggenommen.</p>
<p>Am 11. Februar 1927 berichten die IN auf S 10: &#8222;(Aus dem Tiroler Handelsregister.) Gelöscht wurde infolge Einstellung des Geschäftsbetriebes die Firma Anglo-Austrian-Bank Limited, Niederlassung Wien, Filiale Innsbruck.&#8220;<br />
Dies ist zu den Adressbuch-Eintragungen insofern kein Widerspruch, als dass dafür jeweils die gemeldeten Daten des Vorjahres herangezogen wurden.</p>
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