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	<title>Innsbruck erinnert sich</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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	<title>Innsbruck erinnert sich</title>
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		<title>Unterwegs in der Stadt_17</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Renate Ursprunger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 12:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Wappen mit Spruchband ist mir bei einem meiner letzten Spaziergänge an einer Gebäudewand ins Auge gefallen. Das Band enthält keinen Spruch mehr, aber darunter lässt sich die Signatur mit der Jahreszahl „Ag86“ entziffern. Für die Beschreibung des Wappens habe&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieses Wappen mit Spruchband ist mir bei einem meiner letzten Spaziergänge an einer Gebäudewand ins Auge gefallen. Das Band enthält keinen Spruch mehr, aber darunter lässt sich die Signatur mit der Jahreszahl „Ag86“ entziffern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Beschreibung des Wappens habe ich mein längst vergessenes, verstaubtes Heraldikwissen reaktiviert und freue mich über jede Unterstützung.<br>Mein Versuch der Blasonierung, auch als Wappenbeschreibung bezeichnet:<br>Das Wappen ist geviert und durch ein gemeines Kreuz geteilt, das im Zentrum von einem Herzschild (einem kleinen Wappen) überdeckt wird. Die oberen beiden Felder zeigen ein Doppelkreuz auf einem Dreiberg (Steinhügel) und einen aufgerichteten Löwen mit Zunge. Von den beiden unteren Feldern ist eines vollkommen blau, fachspezifisch ledig, gehalten, während das andere drei weiße Balken auf blauem Hintergrund zeigt. Auf einem sitzt ein Tier. Mein erster &#8211; zugegeben despektierlicher &#8211; Gedanke war ein Mops.<br><br>Was können Sie auf dem Bild erkennen? Wo befindet sich das Wappen?<br><br><br>(Foto: privat)<br><br><br></p>
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		<title>Tramin am Inn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Niko Hofinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 06:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gasthäuser]]></category>
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					<description><![CDATA[Fuhr man in den 1970er Jahren hinter einem in Nirosta glänzenden Tankwagen über die italienischen oder österreichischen Autobahnen, stand meist &#8222;Trasporto Latte&#8220; hinten drauf. Für den Vater selig des Autors dieser Zeilen, seines Zeichens beruflich in der Landeslandwirtschaftskammer tätig, immer&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Fuhr man in den 1970er Jahren hinter einem in Nirosta glänzenden Tankwagen über die italienischen oder österreichischen Autobahnen, stand meist &#8222;Trasporto Latte&#8220; hinten drauf. Für den Vater selig des Autors dieser Zeilen, seines Zeichens beruflich in der Landeslandwirtschaftskammer tätig, immer ein Grund des Ärgernisses, erstens weil da zwischen Bayern und Oberitalien etwas im Gange war, was die österreichischen Agrarproduzenten von Butterberg und Milchsee außen vor zu lassen schien. Große Mengen an weißem Kuhgold wurden da nach Norden und Süden transportiert, mit vermuteter EG Förderung, erzeugten Transit und Groll bei den Absatz suchenden heimischen Produzenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stand auf einem Nirosta-Tank <em>Alimentari</em>, so war er ebenso wie die Latte-Bomber vom Wochenend-Fahrverbot ausgenommen; deshalb waren sie auch besonders sichtbar in der insgesamt noch ruhigeren verkehrten Verkehrswelt der ominösen EG Agrarpolitik. Jeder hat schon von den Kartoffeln gehört, die von Düsseldorf nach Mailand geführt wurden, nur um dort gewaschen zu werden, dann wieder zurück nach Düsseldorf gebracht wurden und auf beiden Strecken eine Brüsseler Förderung bekommen haben sollen. Ob jemals wirklich so ein Kartoffelttrransport stattgefunden hat oder es eine urbane Legende der EG-Skepsis war, ist mit den besten Mitteln der Recherche heute nicht mehr herauszufinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nirosta Alimentari Transporte triggerten noch eine zweite Geschichte, deren Wahrheitswert gefühlt sehr hoch anzusetzen ist: Viele Jahrzehnte wurde der Südtiroler Wein aus – sagen wir 10 Prozent – eigenem Anbau und folgerichtig 90 Prozent Maische aus Apulien gepanscht. Mein Vater behauptete, dass Südtirol so ein vielfaches auf den Anbauflächen mögliches an Wein produzierte und in die österreichischen und deutschen Gaststätten exportiere, wo man sehnsüchtig auf einen guten Edelvernatsch oder Traminer wartete. Untrügliche Bestätigung ist der Umstand, dass schon vor 100 Jahren bei der Bewerbung Südtiroler Produkte stets &#8222;unverfälscht&#8220; und &#8222;echt&#8220; dazugeschrieben wurde&#8230; was bei einem weniger schlechten Ruf derselben gar nicht nötig gewesen wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 1932 eröffnete Josef Gabalin, geboren am 5.1.1901 als Sohn des Kasper und der Elisabeth geb. Peer in Tramin, seinen  Weinkeller an der nun Adolf-Pichler-Platz genannten Adresse, Eingang über die Realschule. Sein Weinhandel lag nebenan in der Stainerstraße 3. Die Familie (Heirat 1937 mit Frieda Vogl) wohnte zunächst in der Nähe in der Kiebachgasse 15, dann in der Sonnenburgstraße 2. Josef Gabalin wurde 1949 österreichischer Staatsbürger und starb schon 1957 in Innsbruck; ein Anton Gabalin führte dann viele Jahre auch einen Weinhandel in St. Nikolaus, Innstraße 81. Sehr viele Spuren haben die Gabalins sonst nicht in den Zeitungen und Amtsblättern hinterlassen. Dafür haben sich Herr Hirsch und Herr Löffler <a href="https://innsbruck-erinnert.at/sieben-kastanien/">hier in den Kommentaren</a> an das Geschäft bei der Realschule erinnert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="aca388" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #aca388;" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="557" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/gabalin-1024x557.webp" alt="" class="wp-image-89557 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/gabalin-1024x557.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/gabalin-300x163.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/gabalin-768x418.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/gabalin.webp 1145w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Erwischt!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Morscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 06:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[Was heute eine Verkehrskontrolle ist, war in jungen Jahren die Kontrolle des Fahrrads durch ein Polizeiorgan. Im gegenständlichen Fall geht es wohl um eine Frage im Umfeld von Bremsbacken und Dynamo. Es handelt sich um ein Puch Jungmeister… Solides Eingang-Modell.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Was heute eine Verkehrskontrolle ist, war in jungen Jahren die Kontrolle des Fahrrads durch ein Polizeiorgan. Im gegenständlichen Fall geht es wohl um eine Frage im Umfeld von Bremsbacken und Dynamo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich um ein Puch Jungmeister… Solides Eingang-Modell. Viel Spaß bei der Fahrt auf die Hungerburg. Damenräder hatten über dem Hinterrad strahlenförmig angeordnete Gummifäden, die das Hineinwuzeln von Röcken verhindern sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei unserem Titelbild dürfte sich aber nicht um die klassische Rollenverteilung vorwerfender Polizist gegen sich verteidigenden Piloten handeln. Zu einsichtig ist der junge Mann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eigentlich auch kein Wunder. Es dürfte sich um eine Fahrradprüfung, vermutlich im Bereich des Verkehrserziehungsgartens in der Speckbacherstraße in Wilten handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man die Prüfung bestanden hatte, bekam man im Anschluss den rot-weiß-roten Wimpel „Dem guten Radfahrer“, der dann oft jahrelang hinter dem Gepäcksträger im Wind geflattert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-3825)</p>
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		<title>Erinnerung an die Brennerbahn – Nächster Halt Atzwang/Campodazzo</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/erinnerung-an-die-brennerbahn-naechster-halt-atzwang-campodazzo-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Herbst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bahnhof Atzwang wurde bereits mit der Eröffnung der Brennerbahn im Jahr 1867 in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude entstand wie schon viele andere auf der Strecke nach den Plänen des bekannten Eisenbahnarchitekten Wilhelm von Flattich und gehörte zur Bahnhofsklasse IV&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Bahnhof Atzwang wurde bereits mit der Eröffnung der Brennerbahn im Jahr 1867 in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude entstand wie schon viele andere auf der Strecke nach den Plänen des bekannten Eisenbahnarchitekten Wilhelm von Flattich und gehörte zur Bahnhofsklasse IV seiner Typenbauten. Im Erdgeschoss befanden sich Warteraum, Fahrdienstleitung und Fahrkartenverkauf, darüber die Dienstwohnung des Bahnhofsvorstands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mehr als 125 Jahre war Atzwang eine Station an der Brennerbahn. Mit der Eröffnung des Schlerntunnels im Jahr 1994 wurde die Strecke durch die enge Eisackschlucht jedoch aufgegeben. Seither halten hier keine Züge mehr. Das Bahnhofsgebäude steht außer Betrieb und verfällt, ein Schicksal, das viele ehemalige Bahnhöfe entlang der alten Trasse teilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Umfeld hat sich stark verändert. Der frühere Schienenstrang unmittelbar vor dem Empfangsgebäude musste dem Ausbau der Staatsstraße weichen. Schön restauriert ist hingegen das Gebäude des ehemaligen Umspannwerks, und &#8211; wenn man den Internet Kritikern glauben darf &#8211; lohnt sich ein Halt in der dortigen Radstation nebst Gastronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn wir kein Foto des Bahnhofes selbst in unserer Sammlung haben, vermitteln die beiden Fotografien aus der Sammlung Kreutz aus den 1960er die besondere Atmosphäre sehr gut. Sie erinnern an eine Zeit, als täglich Züge durch die enge Eisackschlucht fuhren, dort, wo heute Radfahrer und Wanderer die Geschichte der Brennerbahn entdecken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="8e8c8c" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #8e8c8c;" decoding="async" width="686" height="1024" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang-686x1024.webp" alt="" class="wp-image-88806 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang-686x1024.webp 686w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang-201x300.webp 201w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang-768x1147.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang-1028x1536.webp 1028w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/Atzwang.webp 1232w" sizes="(max-width: 686px) 100vw, 686px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum KR-NE-4804)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Arbeiten am Gschnitzbach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 09:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Unwetter mit großen Regenmengen verursachten ab dem 23. September 1927 große Überschwemmungen und Murenabgänge in weiten Teilen Tirols. Unter anderem trat der Gschnitzbach im Gschnitztal über die Ufer und richtete große Schäden an. Der Allgemeine Tiroler Anzeiger berichtete über die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unwetter mit großen Regenmengen verursachten ab dem 23. September 1927 große Überschwemmungen und Murenabgänge in weiten Teilen Tirols. Unter anderem trat der Gschnitzbach im Gschnitztal über die Ufer und richtete große Schäden an. Der Allgemeine Tiroler Anzeiger berichtete über die Naturkatastrophe am 26. September 1927 unter anderem Folgendes: <em>„</em><em>Der Gschnitzerbach ist während des Samstags und Sonntags derart gestiegen, daß das äußerste zu be­fürchten war. Die Wasser traten überall aus den Ufern, links und rechts des Baches wurden die Fluren ver­wüstet und vermurt. Sämtliche Brücken von Steinach bis Gschnitz sind durch die tobenden Fluten weggerissen worden. […] Zu Gschnitz ist das Wasser in die Kirche eingedrun­gen. Zwei Wohnhäuser waren derart gefährdet, daß sie schleunigst geräumt werden mußten. Die letzten Häuser der Ortschaft wurden durch das Wasser und die weggeschwemmte Brücke vollständig vom Verkehr mit der Gemeinde abgeschnitten.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Titelbild zeigt eine Glasplattenfotografie aus der Sammlung Walter Kreutz. Die Aufschrift am Original-Umschlag lautet &#8222;<em>Juli 1927. Gschnitz Wasserbach Regulierungsarbeiten</em>&#8222;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-3919)</p>
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		<title>Notabilitäten zu Gast in Igls – Teil III</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 09:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir setzen den Reigen der Notablen heute mit Prinz Heinrich von Preußen (1862–1929), einem jüngerer Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II., fort. Am 16. August 1905 traf er in Igls ein, um ein paar entspannte Urlaubstage mit seiner Familie zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wir setzen den Reigen der Notablen heute mit Prinz Heinrich von Preußen (1862–1929), einem jüngerer Bruder des deutschen Kaisers Wilhelm II., fort. Am 16. August 1905 traf er in Igls ein, um ein paar entspannte Urlaubstage mit seiner Familie zu verbringen. Seine Frau Irene (1866-1953), die beiden Söhne Waldemar (1889-1945) und Sigismund (1896-1978) und das Gefolge residierten bereits seit dem 24. Juli im <em>Iglerhof</em>. Am Programm standen u.a. Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung von Innsbruck. So wurde Heinrich am 18. August in Zirl gesichtet, wo er am Nachmittag &#8222;einen Aufstieg in die Martinswand&#8220; antrat (ob er auf Maximilians Spuren wandelte und wie weit hinauf der Prinz kam, bleibt freilich offen), sodann im Hotel <em>Post</em> eine Jause zu sich nahm und im Anschluss nach Igls zurückkehrte. Drei Tage später ging&#8217;s dann auf den Patscherkofel, wie einem Bericht der Innsbrucker Nachrichten zu entnehmen ist:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das Kaiser Franz Joseph Schutzhaus am Patscherkofel beherbergte Montag, den 21. d. M. hohe Gäste. Se. königl. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen und Ihre königl. Hoheit Frau Prinzessin Irene von Preußen, sowie Prinz Sigismund von Preußen, ferner Erbprinz Alexander von Erbach-Schönburg und Prinz Viktor von Erbach-Schönburg, hatten in Begleitung des Kapitänleutnants von Bülow, des Oberleutnants Müllenhoff und des Gemeindevorstehers Nißl mit den kleinen Gebirgswägen des letzteren vormittag eine Partie dorthin gemacht, und bestiegen nach kurzer Rast auch den höchsten Punkt des Patscherkofels. Nach eingenommenem Mittagessen im Schutzhause erfreuten sichs die hohen Herrschaften lange an der herrlichen Aussicht und traten erst gegen 6 Uhr abend den Rückweg nach Igls an.</p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="766561" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #766561;" decoding="async" width="1044" height="1608" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91.webp" alt="" class="wp-image-88493 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91.webp 1044w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91-195x300.webp 195w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91-665x1024.webp 665w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91-768x1183.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/sommer-16_91-997x1536.webp 997w" sizes="(max-width: 1044px) 100vw, 1044px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Prinz Heinrich mit seiner Frau Irene, einer gebornenen Prinzessin von Hessen-Darmstadt (StAI, Slg. Sommer 16_91).</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 8. August hatte Prinzessin Irene auch das „Deutschen Cafe&#8220; in Innsbruck besucht, um sich gemeinsam mit Erzherzog Eugen eine Vorstellung des Komponisten und Nationalsängers Franz Ringler anzuhören. &#8222;Das Programm, welches Herr Erzherzog Eugen größtenteils selbst wählte, war folgendes: 1. &#8218;Tiroler Spielbuab&#8217;m-Marsch&#8216;, gewidmet Sr. k. und k. Hoheit Herrn Erzherzog Eugen, von Franz Ringler. 2. &#8218;Die Gamslan&#8216; Volks­lied von Buchmüller. 3. &#8218;Der Kleeplatz&#8216;, Volkslied. 4. &#8218;Vögleim, wohin so schnell&#8216; von Kögler. 5, &#8218;An mein Tirol&#8216;, Chor von Franz Ringler. Nach Beendigung des Konzertes sprachen Erzherzog Eugen und Prinzessin Heinrich von Preußen Herrn Ringler ihre volle Aner­kennung bezüglich seiner Kompositionen und die zu Ge­hör gebrachten Chöre aus.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Preußen scheint&#8217;s in Igls gut gefallen zu haben. Zwar musste Heinrich bereits am 28. August 1905 wieder in Richtung Kiel abreisen (Sohn Waldemar hatte bereits einge Tage zuvor die Heimreise angetreten), während Irene mit Sigismund noch bis zum 4. September in Igls bleiben konnten. Aber bei seiner Abreise zeigt sich der Preußen-Prinz &#8222;höchst befriedigt über den Aufenthalt [&#8230;] und stellte den willkommenen Wiederbesuch für ein anderes Jahr in Aussicht.&#8220; Und tatsächlich sollten Heinrich und Irene im Sommer 1906 noch einmal vier Wochen in Igls urlauben &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Titelbild: StAI, Ph-35790)</p>
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		<title>Kryptisches Tryptychon</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/kryptisches-tryptychon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Niko Hofinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 05:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die lieben Mayers haben ihre Bilder nicht in den Albumseiten beschriftet, oder wenn dann nur rudimentär. Oft steht gerade eine vierstellige Nummer über den Bildern, die wohl auf das dazugehörige Katalogheft verweisen soll, das leider nicht beim Sperrmüllfund mit-gefunden wurde.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die lieben <a href="https://innsbruck-erinnert.at/volksgarten-und-volksschule/">Mayers</a> haben ihre Bilder nicht in den Albumseiten beschriftet, oder wenn dann nur rudimentär. Oft steht gerade eine vierstellige Nummer über den Bildern, die wohl auf das dazugehörige Katalogheft verweisen soll, das leider nicht beim Sperrmüllfund mit-gefunden wurde. Dort wären sicher Aufnahmetag, verwendeter Film, Belichtung, Blende, Uhrzeit und Aufnahmeort festgehalten. So müssen wir nun ohne diese Informationen aus Fotograf:innenhand auskommen (ich bin immer sicherer, dass es Frau Paula Mayer war, die alles festgehalten hat).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei aller-verinnerlichtester Kontemplation ist es mir mir nicht gelungen, diese Blöcke zu lokalisieren. Wir haben drei Jahreszeiten, drei Mal die zwei Blocks von der urbanen Gartenseite aus. Vermutlich haben hier die Mayers ihre Hülsenfrüchte gezogen. Oder fanden sie das Motiv so reizvoll, dass es gleich mehrfach ins Album musste?<br><br>Kurz: Wir Wiltener <s>Wäscheweiber</s> Weltenwanderer wollen wieder wissen wo wer weiland war.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1.webp"><img data-dominant-color="afa48e" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #afa48e;" decoding="async" width="778" height="1024" data-id="89535" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-778x1024.webp" alt="" class="wp-image-89535 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-778x1024.webp 778w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-228x300.webp 228w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-768x1011.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-1167x1536.webp 1167w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1-1556x2048.webp 1556w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/08/tryptychon1.webp 1900w" sizes="(max-width: 778px) 100vw, 778px" /></a></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">(Sammlung Markus Wilhelm)</p>
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		<title>Ist das in Innsbruck?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Renate Ursprunger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 08:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Zeichnung wurde vor einiger Zeit im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck abgegeben. Der Künstler hat das Blatt mit Pfeifhofer und 1979 signiert und datiert, jedoch fehlt ein Titel oder ein Ortsname. Die Pastellkreidezeichnung zeigt einen landwirtschaftlichen Gebäudekomplex mit Stallungen und Scheunen, die&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Diese Zeichnung wurde vor einiger Zeit im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck abgegeben. Der Künstler hat das Blatt mit Pfeifhofer und 1979 signiert und datiert, jedoch fehlt ein Titel oder ein Ortsname.<br><br>Die Pastellkreidezeichnung zeigt einen landwirtschaftlichen Gebäudekomplex mit Stallungen und Scheunen, die durch einen breiten Weg voneinander getrennt sind. Konkrete Anknüpfungspunkte sind jedoch nicht ersichtlich, deshalb stellt sich die Frage, ob das Motiv überhaupt aus Innsbruck stammt. Auch über den Künstler wissen wir außer dem Nachnamen leider nichts. Vorname, Lebensdaten, Wohnort sind uns nicht bekannt. Können Sie vielleicht weiterhelfen?<br><br><br>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)</p>
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		<title>Unverhofft kommt oft … (III)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 05:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel gelöst]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Sie sich beim Anblick des Titelfotos denken, dieses Häuschen hab ich hier doch schon einmal gesehen, dann irren Sie sich nicht. Im März 2026 war es im Beitrag Rätselhaftes von der Hungerburg aus anderer Perspektive zu sehen, wobei die&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie sich beim Anblick des Titelfotos denken, dieses Häuschen hab ich hier doch schon einmal gesehen, dann irren Sie sich nicht. Im März 2026 war es im Beitrag <a href="https://innsbruck-erinnert.at/raetselhaftes-von-der-hungerburg/">Rätselhaftes von der Hungerburg</a> aus anderer Perspektive zu sehen, wobei die genaue Lage des Häuschens ebenso unklar war, wie dessen Geschichte. Durch eine Anfrage bin ich jetzt des Rätsels Lösung deutlich Näher gekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Häuschen wurde von Dr. Franz Gruener (1879-1953), einem schillernden Rechtsanwalt und sozialdemokratischen Politiker, im Jahr 1912 als &#8222;Gruener Hütte&#8220; erbaut, am 6. Oktober 1912 &#8222;im Freundes- und Parteikreis [&#8230;] eröffnet und das Eigentum unter Fruchtgenußvorbehalt des Erbauers und seiner besseren Ehehälfte dem Verein &#8218;Arbeiterheim&#8216; zum Nutz und Frommen der Partei übergeben.&#8220; An der Einweihungsfeier nahmen auch prominente Sozialdemokraten wie Martin Rapoldi (1880-1926) und Johann Orzag (1880-1938) teil.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="827a70" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #827a70;" decoding="async" width="2484" height="869" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1.webp" alt="" class="wp-image-89383 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1.webp 2484w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1-300x105.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1-1024x358.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1-768x269.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1-1536x537.webp 1536w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/20260617_095106_1-2048x716.webp 2048w" sizes="(max-width: 2484px) 100vw, 2484px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Aufnahme aus dem Sommer 1912 zeigt die &#8222;Gruener Hütte&#8220; im Rohbau.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Tage nach dieser Feier brachen Diebe in die Hütte ein und stahlen &#8222;ein Hirschgeweih, ein[en] 20-Ender, im Wert von 240 Kronen&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinsichtlich der Lage der Hütte, die Gruener recht großspurig als Ansitz bezeichnete, bietet das Titelfoto Anhaltspunkte. Ich denke, dass wir links im Hintergrund die Häuser mit den heutigen Adressen Höhenstraße 110 und 112 sehen und die Hütte somit ein Stück unterhalb der Höhenstraße stand &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielen Dank an die Kollegen von der Bibliothek des Ferdinandeums für die Erlaubnis, diese Fotos zu verwenden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Fotos: TLMF, Bibliothek, Gästebücher Franz Gruener)</p>
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		<title>Was uns das Foto verschweigt&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zoe Gabbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 04:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gotteshäuser]]></category>
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					<description><![CDATA[Reich geschmückt ist der Wagen, den wir auf dieser Postkarte sehen und der eine neue Glocke für die Jesuitenkirche trägt. Naja, jedenfalls war sie im Jahr 1901 noch neu. Betitelt ist sie mit dem Namen &#8222;Dreifaltigkeits-Glocke&#8220;. Umrahmt wird sie von&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Reich geschmückt ist der Wagen, den wir auf dieser Postkarte sehen und der eine neue Glocke für die Jesuitenkirche trägt. Naja, jedenfalls war sie im Jahr 1901 noch neu. Betitelt ist sie mit dem Namen &#8222;Dreifaltigkeits-Glocke&#8220;. Umrahmt wird sie von einem Gestell, das eine pyramidenähnliche Form hat. Ganz oben thront ein rundes Blumengesteck. Das Konstrukt lässt den Wagen, der übrigens eigens für diesen Zweck gebaut wurde, noch imposanter erscheinen, auch wenn die Glocke an sich schon ein reich verziertes Kunstwerk darstellt. Was auf diesem Bild nicht zu sehen ist: Die Glocke war so schwer, dass er von acht Pferden gezogen wurde. Im Hintergrund des Bildes sind vermutlich die Alte Universität und das Hotel Grauer Bär zu sehen. Der Wagen dürfte sich also auf dem heutigen Karl-Rahner-Platz vor der Jesuitenkirche befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kleinteiligen Verzierungen der Glocke sind auf dem Foto eher schwer zu erkennen. In den <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19011123&amp;seite=9&amp;zoom=33&amp;query=%22Jesuitenkirche%2BGlocke%22~10&amp;ref=anno-search">Innsbrucker Nachrichten</a> vom 23. November 1901 wurden den neuen Glocken der Jesuitenkirche allerdings eineinhalb Seiten gewidmet, in denen auch die Motive und der religiöse Symbolismus beschrieben werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erstes stechen die drei Löwen ins Auge, die den Henkel der Glocke bilden. Darunter befindet sich ein Spruchband, auf dem steht: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes. Noch weiter unterhalb ist eine Laubdekoration zu sehen, die von kleinen Motiven unterbrochen wird, die &#8222;das Martyrium der Kirche in verschiedenen Zeitperioden kennzeichnnen&#8220;. In der Mitte der Glocke werden von Säulen 16 Reliefbilder umrahmt. Zu sehen sind die heilige Dreifaltigkeit, die Aufnahme Marias in den Himmel, die vier Evangelisten, Engel und die Embleme des Papstthumes und der heiligen Messe. Am Fuß der Säulen zieht sich ein weiteres Spruchband um die Glocke herum:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Dem Dreieinigen zu größerer Ehr&#8216;, </p>



<p class="wp-block-paragraph">Baute diese Thürme Hans von Sieberer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der hehren Glocken metallenen Klang, </p>



<p class="wp-block-paragraph">Stifteten Leonhard und Clara Lang</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der unterste Rand wird von Portraits der geistlichen und weltlichen Obrigkeit verziert. Darunter finden sich Papst Leo XIII., Kaiser Franz Josef I., Erzherzog Leopold und seine Frau Claudia von Medici, Herr von Sieberer, Herr und Frau Lang und der Glockengießer selbst, Carlo Chiappani. Die Mündung der Glocke hat 2,48 Meter Durchmesser. Ihre Höhe beträgt 2,40 Meter und die Tonfolge ist 1/4 unter F.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem enthüllt uns der Zeitungsartikel weitere relevante Informationen, die uns das Titelbild gerne verschwiegen hätte. So wie die Glocke aufgenommen wurde, steht sie allein da und im Mittelpunkt der gesamten Aufmerksamkeit. Tatsächlich war sie aber nicht die einzige Glocke, die am 24. November feierlich zur Kirche transportiert wurde. Es gab noch fünf Weitere. Vielleicht waren die anderen nicht so &#8222;fotogen&#8220; wie die Dreifaltigkeitsglocke. Oder aber der Fotograf Fritz Gratl wollte nur die größte von ihnen abbilden. Fakt ist, dass wir von dieser Glocke zwar mehrere Abbildungen im Stadtarchiv haben (eine davon wurde in einem <a href="https://innsbruck-erinnert.at/die-dreifaltigkeitsglocke/">anderen Beitrag</a> schon einmal verwendet), bei den anderen Glocken wird es aber mau. Damit sie trotzdem nicht zu kurz kommen, möchte ich ihnen noch einen zweiten Beitrag widmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier noch ein spannendes Detail zum Schluss: Angesichts der Tatsache, dass die Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck liegt und eine naheliegende Wahl gewesen wäre, verwunderte es mich, zu lesen, dass diese Glocken nicht hier gegossen wurden. Den Auftrag für den Guss bekam die Glockengießerei Bartolomeo Chiappani zu Trient. Dort wurden sie am 19. November von Monsignore Baltessari geweiht. Nach dem Transport wurde am 27. Dezember in der Jesuitenkirche in Innsbruck vom Erzbischof von Salzburg Doktor Johann Katschthaler ein Dankgottesdienst abgehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-24888)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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