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	<title>Innsbruck erinnert sich</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>Automobil und Touring-Club Tirol</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Herbst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Man lernt im Leben bekanntlich nie aus. Der Automobil- und Touringclub Tirol war mir zwar ein Begriff, allerdings hatte ich ihn gedanklich längst irgendwo in der Vergangenheit abgelegt. Bei der Recherche zu unserem heutigen Bild bin ich dann eines Besseren&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Man lernt im Leben bekanntlich nie aus. Der Automobil- und Touringclub Tirol war mir zwar ein Begriff, allerdings hatte ich ihn gedanklich längst irgendwo in der Vergangenheit abgelegt. Bei der Recherche zu unserem heutigen Bild bin ich dann eines Besseren belehrt worden: Der Club existiert bis heute und ist die Tiroler Landesorganisation des ÖAMTC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hätte ich es wissen können, denn mein Kollege hat hier im <a href="https://innsbruck-erinnert.at/ein-dorf-in-der-stadt-2/">Blog </a>bereits über die neue Bleibe des Clubs in der Reichenau geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zurück zu unserem Titelbild. Auf dem Gebäude prangt unübersehbar der Schriftzug „Automobil-Touring-Club Tirol“. Nur eines ist ebenso klar: In der Reichenau befinden wir uns hier definitiv nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit wären wir bei unserem Rätsel: Wo in Innsbruck stand dieses Gebäude? War es vielleicht die erste Heimat des Automobil- und Touringclubs Tirol?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragen über Fragen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Leser*innen auch diesmal nicht lange brauchen werden, um sie zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum 04.05.01-822)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ein nettes Gastgeschenk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 11:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einem Besuch in Innsbruck am 30. September 1949 überreichte die &#8220; l&#8217;Association Belge pour L&#8217;urbanisme et l&#8217;Habitation&#8220; (Belgische Vereinigung für Städtebau und Wohnungswesen) den Gastgebern die als Titelbild dieses Beitrags dienende Radierung. Abgebildet ist die denkmalgeschützte Mühle von Siska,&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Besuch in Innsbruck am 30. September 1949 überreichte die &#8220; l&#8217;Association Belge pour L&#8217;urbanisme et l&#8217;Habitation&#8220; (Belgische Vereinigung für Städtebau und Wohnungswesen) den Gastgebern die als Titelbild dieses Beitrags dienende Radierung. Abgebildet ist die denkmalgeschützte Mühle von Siska, die sich in Oosthoek in Belgien befindet. Die Mühle wurde im Jahr 1902 errichtet und ist angeblich nach einer Dame namens Siska benannt, die im Haus des Müllers eine Waffelbäckerei betrieb. Unterhalb der Radierung befindet sich eine handschriftliche Widmung und Danksagung an die Stadt &#8222;Innsbrück&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-g-152)</p>
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		<title>Nachschlag für die Auto-Freaks (I)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie haben Benzin im Blut und gerade Zeit für einen Messebummel? Dann nehme ich Sie gerne mit zur 2. Internationalen Renn- und Sportwagenschau in der (damals) neuen Messehalle. Rund 50 Renn-, Sport und Luxuswagen warten auf uns, darunter auch Portotypen&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Sie haben Benzin im Blut und gerade Zeit für einen Messebummel? Dann nehme ich Sie gerne mit zur <em>2. Internationalen Renn- und Sportwagenschau </em>in der (damals) neuen Messehalle. Rund 50 Renn-, Sport und Luxuswagen warten auf uns, darunter auch Portotypen und Formel-1-Wagen. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="2500" height="1660" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04.webp" alt="" class="wp-image-90262" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04.webp 2500w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04-300x199.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04-1024x680.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04-768x510.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04-1536x1020.webp 1536w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-04-2048x1360.webp 2048w" sizes="(max-width: 2500px) 100vw, 2500px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Eines von vielen Highlights der Ausstellung ist dieser BMW-Formel-Wagen mit dem von Ludwig Karl Apfelbeck, einem Österreicher, eigens konstruierten 2-Liter-Vierventil-Vierzylindermotor.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben den November 1967. Nach dem Erfolg im Vorjahr hat sich der Automobilklub von Österreich auch heuer wieder entschlossen eine Renn- und Sportwagenschau in Innsbruck zu organisieren und hat sich dafür mit Sir <a href="https://www.stirlingmoss.com/">Stirling Moss</a> (1929-2020) prominente Unterstützung geholt (bei der ersten Ausgabe im Vorjahr war der sympathische Brite, der 1955 mit seinem <em>Mercedes-Benz 300 SLR</em> die Mille Miglia gewonnen hatte, Ehrengast gewesen). Ebenso unterstützte der Schweizer Rennfahrer Charles Vögele (1923-2002), der mehrfach erfolgreich an den Innsbrucker Flugplatzrennen teilgenommen, die Veranstalter. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, finden Sie nicht?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1656" height="2500" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21.webp" alt="" class="wp-image-90268" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21.webp 1656w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21-199x300.webp 199w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21-678x1024.webp 678w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21-768x1159.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21-1017x1536.webp 1017w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-21-1357x2048.webp 1357w" sizes="(max-width: 1656px) 100vw, 1656px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Auch dieser legendäre Silberpfeil (Mercedes-Benz W&nbsp;196), der die Formel-1-Saisonen 1954 und 1955 dominiert hat, steht in der neuen Messehalle. Pilotiert wurde er u.a. vom fünfachen Weltmeister Juan Manuel Fangio (auch bekannt als „El Chueco“</em>)<em> und dem bereits erwähnten Stirling Moss.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe Sie haben ihr Autogrammheft dabei, denn es kann gut sein, dass wir der ein oder anderen Motorsportgröße über den Weg laufen. Zur Eröffnung haben sich u.a. der ehemalige Silberpfeil-Pilot Karl Kling (1910-2003) und die &#8222;beste Rallyefahrerin der Welt&#8220;, Ewy Rosqvist-Korff (1929-2024) angesagt. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1664" height="2500" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18.webp" alt="" class="wp-image-90269" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18.webp 1664w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18-200x300.webp 200w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18-682x1024.webp 682w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18-768x1154.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18-1022x1536.webp 1022w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/09/Ph-18-1363x2048.webp 1363w" sizes="(max-width: 1664px) 100vw, 1664px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Einen weiteren berühmter Formel-1-Wagen </em>gibt&#8217;s<em> hier (leider etwas verdeckt) zu sehen. Es handelt sich um jenen Lotus, mit dem Jim Clark (1936-1968) 1965 seinen zweiten und letzten WM-Titel holte. </em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">StAI, FR-NE-0384-2 / FR-NE-0384-4 / FR-NE-0386-3 / FR-NE-0386-4. Fotograf: Richard Frischauf.</p>
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		<title>Map Stories: #tirol atlas – die aktuellen Pilgerzahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Niko Hofinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 06:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gotteshäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[In der ungewöhnlichen Publikationsreihe des Tirol Atlas, der von den 1960-ern bis in die 2000-er Jahre analog auf Papier gedruckte Landkarten herausbrachte, ist einen zweiten Blick aus der abgeklärten Gegenwart wert. Die Herausgerber:innen waren so freundlich, das gesamte Material sehr&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der ungewöhnlichen Publikationsreihe des Tirol Atlas, der von den 1960-ern bis in die 2000-er Jahre analog auf Papier gedruckte Landkarten herausbrachte, ist einen zweiten Blick aus der abgeklärten Gegenwart wert. Die Herausgerber:innen waren so freundlich, das <a href="https://tirolatlas.uibk.ac.at/analog/">gesamte Material sehr gut gescannt als creative commons online</a> zu stellen, so gehört sich das mit Forschungen, die von öffentlicher Hand bestellt und gezahlt worden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fällt auf, dass kurz vor der Erfindung der Euregio, in der dann der hochgeschätzte Trentino auch immer mitgemeint ist, eine Tirolkarte nicht ohne Südtirol erscheinen konnte. Das hat auch druckpragmatischen Nutzen, da Nordtirol so ein breiter dünner Landstrich ist und man auch nie weiß wo man Osttirol im Layout unterbringt. Also wird das dazwischen von den beiden genannten Landesteilen weggerissene Südtirol mitgedruckt. Ein wie der Autor dieser Zeilen in den 1970-er und 1980-er Jahren sozialisierter Schüler hätte einen andere Landkarte gar nicht als sein Heimatland erkannt. Ob es dafür noch mehr Beweggründe gab, haben wir jedenfalls damals nicht hinterfragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Einstieg in eine kleine Serie mit dem beim Tirol Atlas ausgeliehenen Material ein wenig <a href="https://tirolatlas.uibk.ac.at/analog/t.html">Volkskunde</a>, die hier im Heiligen Land Nordtirol gern katholische und abergläubische Traditionen zu einer archaischen Mischkulanz vermengt. Das Aufsuchen von geweihten Stätten ist ein allgemein geübter Usus quer durch die spirituelle Weltkarte. Spazieren, fasten, beten, das gibt es überall. Den Machern des  Tirol Atlas lagen Zahlen vor, die heute wahrscheinlich nicht mehr zu eruieren wären. Datenschutz, Austritts-Serien und geänderte Wedding-Destinations ließen diese drei Karten heute kaum noch als relevant erscheinen. Zudem müsste man wohl heute auch die Frauen vorkommen lassen, die Anreise der Bräutigame allein auszuweisen ist für ein Hochzeitsbild rückblickend etwas eindimensional gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In drei Darstellungen werden nun Nord- und Südtiroler Wallfahrtsorte gezeigt, deren herausragende Eigenschaften offenbar zu besonders glücklichen Ehen mit vielen gesunden Kindern führen konnten. Die drei Mappen enthalten wie im Titelbild <a href="https://innsbruckerinnen.at/maps/tirol-atlas/t3/leaflet.html">Absam und Trens</a>, dann nachgereiht <a href="https://innsbruckerinnen.at/maps/tirol-atlas/t4/leaflet.html">Fronwies (St. Lorenzen), Locherboden (Mötz), Maria Rast (Hainzenberg), Mariastein, Riffian und Zinggen (Brixen)</a> und last not least <a href="https://innsbruckerinnen.at/maps/tirol-atlas/t5/leaflet.html">Kronburg (Zams), Maria-Rast (Eppan), Maria Saalen (St. Lorenzen), Mariathal (Kramsach) und Wilten (Innsbruck)</a>.</p>
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		<title>Ein Rathaus-Ersatz für den Saggen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Häuser]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 120 Jahren, im Jänner 1906, wurde die neue Handelsakademie im Saggen bezogen (zuvor befand sich die Schule am Margarethenplatz). Im März 1904 hatten die Bauarbeiten begonnen, im Dezember 1905 war das imposante Schulgebäude, dessen Errichtung mit rund 600.000 Kronen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vor 120 Jahren, im Jänner 1906, wurde die neue Handelsakademie im Saggen bezogen (zuvor befand sich die Schule am Margarethenplatz). Im März 1904 hatten die Bauarbeiten begonnen, im Dezember 1905 war das imposante Schulgebäude, dessen Errichtung mit rund 600.000 Kronen (rund 5 Millionen Euro) zu Buche schlug, fertiggestellt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Plan des Gebäudes wurde vom städtischen Baurat und behördl. aut. Architekten Eduard Klingler nach dem vom Direktor der Han­delsakademie, Karl Haberer, aufgestellten Programme entworfen. Das städtische Bauämt ar­beitete die Detailpläne aus, wobei der junge Architekt Arthur Ringler den Projektanten unterstützte. Die Bauarbeit wurde von Bau­meister Josef Retter zur vollständigen Zu­friedenheit ausgeführt, die Aussicht über den Bau hatte der städtische Bäuassistent und geprüfte Maurermeister Johann Hrdlicka inne. Der Entwurf für die dekorativen Malereien stammt von dem akademischen Maler Alfons Siber.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Jänner 1906 erhielten rund 40 ausgewählte Persönlichkeiten, darunter Bürgermeister Greil, der Handelskammerpräsident, der Obmann der Sparkasse der Stadt Innsbruck und Statthaltereirat Graf Vetter von der Lilie, eine exklusive Führung durch den Neubau. Vom Keller bis hinauf ins Turmzimmer führte die Besichtigung, die den illustren Besuchern &#8222;Gelegenheit [gab], mit vollster Befriedigung die Mäßigkeit und Schönheit des Gebäudes, den Reichtum seiner Ausstattung mit allen Lehrbehefen zu würdigen. Im Schulkeller, in welchem der Gastwirt des &#8218;Schwarzen Adlers&#8216;, Herr Innerhofer, seine Weine eingelagert hat, der auch seine reichen Erfahrungen in der Kellerwirtschaft dem Kellereikurse zur Verfügung stellt, wurden den Besuchern am Schlüsse des Rundganges auserlesene Kostproben geboten.&#8220; Das traf sich gut, denn im Neubau war auch eine &#8222;Gastwirteschule&#8220; (ein Vorläufer der heutigen Tourismusschulen) untergebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht der <em>Innsbrucker Nachrichten</em> war &#8222;das neue Gebäude der Handelsschule [&#8230;] schon von außen eines der interessantesten neuen Ge­bäude der Stadt. Seine lediglich dem Bedürf­nisse angepaßte, scheinbar ganz unregelmäßige Grundrißform gab nach außen hin dem Bauwerke das Gepräge etwa eines Schlosses, an welchem nach den wachsenden und wechselnden Bedürfnissen von Generationen an-, zu- und umgebaut wurde. Die Durchführung der Fas­sade verhalf dieser Idee, statt etwa darnach zu streben, da zu verdecket, dort zu verkleiden, zu vollem Ausdrucke und krönte außerdem das Gebäude mit einem kräftigen Turme. Neben den rein architektonischen Gründen für die Errichtung des Turmes ist auch ein praktischer Grund maßgebend gewesen. Das Vil­lenviertel am Saggen erhielt mit der Handels­akademie einen Konzentrationspunkt. Wie in kleinen Städten das Rathaus so bildet nun in jenem Stadtbezirke dieses Gebäude mit seinem Turme ein beherrschendes Objekt; die Anbrin­gung einer großen Uhr lag infolge dessen nahe und hat tatsächlich einem Bedürfnisse abgeholfen. Die Fassade ist mit freier Verwendung der Formen der Tiroler Gothik ausgeführt; die großen Fenster und verschiedene andere Einzel­heiten der Architektur tragen dazu bei, daß das Gebäude sich dem Charakter deutscher Frührenaissance nähert,&#8220; so die <em>Innsbrucker Nachrichten </em>am 1. Februar 1906 (der ausführliche Bericht ist <a href="https://ulb-digital.uibk.ac.at/obvuibz/periodical/pageview/4263137">hier</a> im Original nachzulesen). </p>



<p class="wp-block-paragraph">(StAi, Slg. Kreutz, ohne Signatur)</p>
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		<title>Die Geschichte der Bartgeier &#8211; Ausrottung und Wiederansiedelung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zoe Gabbe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 12:27:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Da ich kürzlich das Glück hatte, einen Bartgeier in freier Natur zu sehen (ja, Archivar*innen gehen auch ab und zu mal in den Bergen wandern), möchte ich diesen Tieren heute einen Beitrag widmen. Ihre Geschichte ist nämlich eng mit Innsbruck&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Da ich kürzlich das Glück hatte, einen Bartgeier in freier Natur zu sehen (ja, Archivar*innen gehen auch ab und zu mal in den Bergen wandern), möchte ich diesen Tieren heute einen Beitrag widmen. Ihre Geschichte ist nämlich eng mit Innsbruck verwoben. Dass ich einen sehen konnte, liegt an Auswilderungsprojekten des Alpenzoos in den Siebziger und Achtziger Jahren. Aber fangen wir am Anfang an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bartgeier, früher auch Lämmergeier genannt, ist ein in den Alpen heimischer Aasfresser, der sich vor allem auf Knochen(-mark) als Nahrung spezialisiert hat. Er kann eine Flügelspannweite von bis zu 2,90 m haben und lebt meist in Paaren zusammen, oft lebenslang. Von zwei abgelegten Eiern überlebt in der Regel nur ein Jungvogel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei meiner Recherche in den Innsbrucker Zeitungen gibt es die ersten Suchtreffer schon in den 1830er Jahren. Zu der Zeit, werden die Tiere noch hauptsächlich als Lämmergeier bezeichnet. Dies lag an ihrem schlechten Ruf und vielen Mythen, die sich um sie spannten. Angeblich rissen sie Lämmer und andere, kleine Weidetiere und in manchen Fällen sogar Kleinkinder. Diese Horrorgeschichten und sein schlechter Ruf sorgten dafür, dass die Art gejagt wurde. In einigen der <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wbi&amp;datum=18430805&amp;seite=1&amp;zoom=33&amp;query=%22L%C3%A4mmergeier%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wbi&amp;datum=18430805&amp;seite=1&amp;zoom=33&amp;query=%22L%C3%A4mmergeier%22&amp;ref=anno-search">Zeitungsartikel</a>, die ich gefunden habe, wird der Bartgeier im gleichen Satz mit anderen &#8222;Schädlingen&#8220; wie Steinadlern, Wölfen und Bären genannt, die allesamt geschossen wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1877 wird sogar davon berichtet, dass 28 Lämmergeier im Bretterwandgebirge an einem Schaf gefressen haben sollen. Drei von ihnen seien von einem Jäger erlegt worden, die anderen sollen sich im Thauerntal verteilt haben. Da es keine Prämie wie bei Bären gebe, würden sie laut den Bauern nicht verfolgt werden. Angesichts der natürlichen Verhaltensweisen der Tiere kommt mir diese Berichterstattung ein wenig &#8222;gedehnt&#8220; vor. Es ist mir ein Rätsel, wie 28 Tiere gleichzeitig im selben Revier an einem Schaf gefressen haben sollen. Aber es zeigt deutlich, wie sehr sie damals als Bedrohung wahrgenommen wurden, vor allem von den Besitzer*innen von kleinem Weidevieh. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausgiebige Jagd sorgte im Jahr 1881 für die Ausrottung des Bartgeiers in Tirol, unter anderem beschrieben in <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tna&amp;datum=19520620&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tna&amp;datum=19520620&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search">diesem Artikel</a> der Innsbrucker Nachrichten. Der Letzte wurde in Pfunds mit einer Marderfalle lebend gefangen, von einem Vogelkundler gehalten und später ausgestopft im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Jahren gab es immer wieder angebliche Sichtungen. Dabei handelte es sich jedoch entweder um andere Geierarten oder den Steinadler. Letzter wird ebenfalls noch lang als &#8222;wertvolle Jagdtrophäe und großer Schädling&#8220; gejagt und im August 1902 äußern sich die <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19020805&amp;seite=2&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19020805&amp;seite=2&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search">Innsbrucker Nachrichten</a> sogar hoffnungsvoll, diese Art in absehbarer Zeit auszurotten, wie es mit dem Bartgeier gemacht wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Image des Bartgeier wandelte sich im Laufe der Zeit, was sich gut an einem <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tna&amp;datum=19520620&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tna&amp;datum=19520620&amp;seite=4&amp;zoom=33&amp;query=%22Bartgeier%22&amp;ref=anno-search">Artikel</a> vom 20. Juni 1952 im Tiroler Anzeiger erkennen lässt. Darin wurde eine Ausstellung im Kleinen Hofgarten mit dem Titel &#8222;Lebende Tiere&#8220; beschrieben. Dort konnte man einen lebendigen Bartgeier betrachten, was von bei den Besuchenden sehr gut ankam. Auch wurde erwähnt, dass die Art sich möglicherweise wieder fortpflanzen und in Österreich ansiedeln könne, was alle Naturschützer*innen freuen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Alpenzoo begann in den 1970er Jahren mit der Zucht von Bartgeiern um sie hier wieder anzusiedeln. Durch Kooperationen mit verschiedenen Zoos, die über die Alpen verteilt waren, gelang die Wiederansiedelung auch großflächig. 1986 wurden die ersten Tiere ausgewildert, Freilandbruten konnten ab 1997 festgestellt werden. Je nach Quelle variieren die aktuellen Schätzungen stark. Laut dem <a href="https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/bartgeier/" data-type="link" data-id="https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/bartgeier/">Landesbund für Vogel- und Naturschutz</a> in Bayern befanden sich Stand 2024 zwischen 414 und 547 Individuen in den Alpen. Die Bestrebungen, eine vom Menschen unabhängige Population aufzubauen, halten weiter an. Bis heute ist das Tier auch im Logo des Alpenzoos zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Bartgeiern auf dem Titelbild handelt es sich um zwei Exemplare des Alpenzoos. Leider gibt es kein Datum zu der Aufnahme. Es wäre spannend zu wissen, ob sie ebenfalls ausgewildert wurden. Bei dem linken Vogel handelt es sich noch um ein recht junges Tier, erkennbar an dem schwarzen Gefieder. Rechts ist schon ein etwas älterer Bartgeier zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-20306)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Barockes Innsbruck_Weltentfaltung 04</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Renate Ursprunger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gotteshäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Kommenden Samstag zeigt uns Andreas Rudigier, Direktor der Tiroler Landesmuseen, sein barockes Innsbruck. Der Stadtspaziergang beginnt bei dieser Kirche, einem barocken Frühwerk. Ihre Vorbilder waren Il Gesù in Rom und der Salzburger Dom. Zum Abschluss besuchen wir noch die Ausstellung&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kommenden Samstag zeigt uns Andreas Rudigier, Direktor der Tiroler Landesmuseen, sein barockes Innsbruck. Der Stadtspaziergang beginnt bei dieser Kirche, einem barocken Frühwerk. Ihre Vorbilder waren Il Gesù in Rom und der Salzburger Dom. <br>Zum Abschluss besuchen wir noch die Ausstellung „Weltentfaltung. Zeichnungen des Tiroler Barock“ im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, wo Sie den Fassadenentwurf im Original betrachten können. Und Sie werden dabei entdecken, dass sich die Umsetzung stark geändert hat.<br><br>Wissen Sie schon, um welche Kirche es sich handelt? Am Samstag erfahren Sie es aus erster Hand.<br>Für den Stadtspaziergang gibt es noch bis Freitag um 17 Uhr Restkarten an der Kassa im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck.<br><br>(Foto: privat)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die erste ihrer Art? &#8211; Die Tankstelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Tage erreichte uns eine Anfrage, ob wir Auskunft geben könnten, wann und wo die erste öffentliche Benzinzapfstelle beziehungsweise Tankstelle Tirols bzw. Kufstein eröffnet wurde. Selbige landete zielstrebig bei mir, dem (definitiv nicht selbst-)erklärten Experten für Autos, Motoren und dergleichen.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Tage erreichte uns eine Anfrage, ob wir Auskunft geben könnten, wann und wo die erste öffentliche Benzinzapfstelle beziehungsweise Tankstelle Tirols bzw. Kufstein eröffnet wurde. Selbige landete zielstrebig bei mir, dem (definitiv nicht selbst-)erklärten Experten für Autos, Motoren und dergleichen. Nun denn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Station, Innsbruck erinnert. Zum <a href="https://www.wko.at/stmk/news/zum-100-jaehrigen-tankstellen-jubilaeum-wurde-historische-zap">100-jährigen Jubiläum</a> der ersten österreichischen Zapfstelle, die 1924 in Graz eröffnet wurde, unternahm eine stadtarchivarische Gummi-, Motoren- und Treibstofffanatikerin <a href="https://innsbruck-erinnert.at/?s=volltanken" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/?s=volltanken">einen Kurztrip</a> durch die Geschichte des Volltankens. Überraschenderweise wurde weder in den Beiträgen, noch in den Kommentaren &#8211; ich bin schockiert &#8211; thematisiert, wo sich denn die erste Zapfstelle Innsbrucks oder Tirols befunden haben könnte. Wo schlägt man so etwas eigentlich nach? Gibt es einen Walter Kreutz des Individualverkehrs?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Online-Recherchen werden sicher auch durch die Terminologie erschwert, gilt es doch, neben Tankstelle auch Tanksäule, Zapfsäule, Zapfstelle, Benzinpumpe &#8211; und womöglich noch einige andere Begriffe(?) abzufragen. (Und es sei wieder einmal darauf hingewiesen, dass die anno-Texterkennung mit derartigen zusammengesetzten Hauptworten sicher auch ihre Schwierigkeiten hat.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf anno führt uns die Suche nach <strong>Zapfstelle </strong>zunächst aus Innsbruck hinaus. Aber nicht in das Graz des Jahres 1924, das scheinbar ignoriert wird, sondern im <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19250603&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=12" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19250603&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=12">Juni 1925 zuerst nach Hohenems</a> und dann nach Landeck, wo der Gemeinderat am <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19250626&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19250626&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4">23. Juni</a> der Vacuum-Oil-Company  &#8222;die Benützung öffentlichen Gemeindegrundes im Ausmaße von 2 Geviert­metern zwecks Anlegung einer Benzin-Zapfstelle nächst dem Gast­hofe „Goldener Adler&#8220; gegen einen jährlichen Anerkennungszins von S 85.- bewilligt&#8220;. Ein knappes Jahr später warb <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19260515&amp;seite=16&amp;zoom=33&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19260515&amp;seite=16&amp;zoom=33&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search">Franz Pirchner für seinen Gasthof &#8222;Zum Hirschen&#8220;</a> in Imst &#8211; samt Benzin-Zapfstelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Treffer aus dem heutigen Stadtgebiet Innsbrucks stammt spannenderweise aus dem <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19270502&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=5" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19270502&amp;query=%22zapfstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=5">Tätigkeitsbericht des Vereines für Heimatschutz für das Vereinsjahr 1927 (von Mitte April 1926 bis Ende März 1927)</a>: &#8222;Bei der Kommission wegen Errichtung einer Benzin-Zapfstelle vor dem schönen Spätbarockhause Höttingerau Nr. 4 war der Verein vertreten und gelang es zu erreichen, daß eine gefällige Apparattype gewählt und der Anstrich in nicht zu grellen Farben gehalten wurde.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite des Inns, am Innrain 12, wurde übrigens bereits im Dezember 1924 eine <strong>Benzinpumpe</strong> per <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19241204&amp;seite=10&amp;zoom=33&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=19241204&amp;seite=10&amp;zoom=33&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search">Verkaufsannonce</a> angeboten (wobei die Frage ist, ob es sich hierbei um eine öffentliche Tankstelle handelte).  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche nach <strong>Benzinpumpe </strong>belegt weiters, dass<a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19250515&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19250515&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4"> im Mai 1925</a> in Landeck bereits eine solche betrieben wurde. Der Pachtschilling der amerikanisch-österreichischen Gesellschaft wurde damals von 100 auf 85 pro Monat herabgesetzt &#8211; der gleiche Betrag wie oben für die Konkurrenz genannt. Auch in <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19251029&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19251029&amp;query=%22benzinpumpe%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=4">Lienz</a> waren im Herbst 1925 bereits öffentliche Benzinpumpen errichtet und weitere beantragt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff der <strong>Tankstelle </strong>tritt auf anno zeitlich etwas später auf. <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19270521&amp;query=%22tankstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=19" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&amp;datum=19270521&amp;query=%22tankstelle%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=19">Im Mai 1927</a> warb Franz Kraus für sein Hotel zum Hirschen in Imst &#8211; nicht nur mit erstklassigen Zimmern und zivilen Preisen, sondern auch mit Mietautos, Tankstelle und Öl. Die logische Kombination aus Unterkunft und Autoservice Mitte der 1920er-Jahre kennen wir ja auch schon von unseren fotografischen Reisen Hinaus ins Land nach <a href="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-146/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-146/">Stams</a> und <a href="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-158/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-158/">Zirl.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie man hier sieht, sind die Begrifflichkeiten alles andere als unwichtig und führen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Analog zu anno finden die Adressbücher die erste Tankstelle erst <a href="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=311&amp;buch=1939&amp;back=1&amp;meta1=" data-type="link" data-id="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=311&amp;buch=1939&amp;back=1&amp;meta1=">1939 in der Heiliggeiststraße 3</a> (Otto Mathé), die erste <a href="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=101&amp;buch=1927&amp;back=1&amp;meta1=" data-type="link" data-id="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=101&amp;buch=1927&amp;back=1&amp;meta1=">Zapfstelle hingegen bereits 1927</a> in der Leopoldstraße 4-6 (Triumphgarage Richard Holzhammer). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das obige Foto zeigt die Einfahrt zur Triumphgarage, wo darauf hingewiesen wird, dass hier Autobenzin und Öl erhältlich seien. Als diese Aufnahme vor 5 Jahren <a href="https://innsbruck-erinnert.at/neues-album-neues-glueck-xii/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/neues-album-neues-glueck-xii/">erstmals eingestellt</a> wurde, war auch die Datierung ein Thema. Von der 1927/28 errichteten Nordkettenbahn ist noch nicht zu sehen. Damit könnte das eine der frühen Innsbrucker Tankstellen sein. Denn wie das Benzin hier erhältlich war, darüber gibt die Aufnahme leider keinen Aufschluss. Und selbst wenn, ob es überhaupt die erste ihrer Art war, bleibt ungeklärt&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innbruck, Ph-Pl-1782-133)</p>
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		<title>Sandkiste in XXL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 14:35:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Schaufel und Eimer kann man(n) getrost zu Hause stehen lassen, denn hier gibt&#8217;s verschiedene Baumaschinen, zumindest einen LKW und dazu noch Wasser &#8211; welches große Kind möchte da nicht mitspielen? Dazu müssten man(n) allerdings erst einmal wissen, wo sich dieses&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Schaufel und Eimer kann man(n) getrost zu Hause stehen lassen, denn hier gibt&#8217;s verschiedene Baumaschinen, zumindest einen LKW und dazu noch Wasser &#8211; welches große Kind möchte da nicht mitspielen? Dazu müssten man(n) allerdings erst einmal wissen, wo sich dieses Sandkasten-Eldorado befindet? Das Wasser liefert immerhin einen Anhaltspunkt und das große Gebäude vis-à-vis sollte uns bei der Lokalisierung ebenfalls helfen. Und dann stellt sich die Frage, ob hier nur gespielt, oder doch ernsthaft gebaut wird? Und wenn ja, was wird denn hier gebaut? Fragen über Fragen &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(StAI Ph-1024)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Zwiebelknopffibel hat einen Zwiebelknopf am Fibelkopf.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Margreiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwar ist auf dem Bild keine Zwiebelknopffibel zu sehen, doch dieser kleine Zungenbrecher beziehungsweise Merkspruch kommt mir bei Gewandschließen immer sofort in den Sinn, weil ich mir nie merken konnte, ob es nun der Zwiebelkopf oder doch der Zwiebelknopf war.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist auf dem Bild keine Zwiebelknopffibel zu sehen, doch dieser kleine Zungenbrecher beziehungsweise Merkspruch kommt mir bei Gewandschließen immer sofort in den Sinn, weil ich mir nie merken konnte, ob es nun der Zwiebelkopf oder doch der Zwiebelknopf war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Archäolog*innen lieben Fibeln. Sie lassen sich oft hervorragend in datierbare Gruppen einteilen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Brillenfibel, ein Leitfossil der Hallstattzeit. Paarweise getragen, gehörte sie zur weiblichen Tracht und war damit so etwas wie das It-Piece der frühen Eisenzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde handelt es sich bei Fibeln um Gewandschließen, also um Sicherheitsnadeln, allerdings um deutlich schönere Sicherheitsnadeln, als die die wir kennen. Man findet sie von der Prähistorie bis ins Mittelalter, wo sie schließlich in ihrer Funktion vom Knopf abgelöst wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die abgebildeten Stücke stammen aus römischer Zeit und wurden in Wilten gefunden. Mit den genauen Typenbezeichnungen möchte ich an dieser Stelle allerdings niemanden langweilen. Sollten sich unter den Leser*innen Kolleg*innen befinden, dürfen diese sich aber natürlich gerne selbst an einer Bestimmung versuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-21223)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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