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	Kommentare zu: Ein neues Maß &#8211; Teil II	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 09:20:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/ein-neues-mass-teil-ii/comment-page-1/#comment-11257&quot;&gt;Joachim Bürgschwentner&lt;/a&gt;.

Die Währung war offensichtlich lange Zeit sehr stabil, Kochbücher waren eine Anschaffung fürs Leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/ein-neues-mass-teil-ii/comment-page-1/#comment-11257">Joachim Bürgschwentner</a>.</p>
<p>Die Währung war offensichtlich lange Zeit sehr stabil, Kochbücher waren eine Anschaffung fürs Leben.</p>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 08:07:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Mengenangabe in &quot;Kreizern&quot; war übrigens sehr praktisch. Sie ersparte die Anschaffung einer Küchenwaage für jeden Haushalt. Wahrscheinlich wäre auch die Massenfabrikation geeichter Spiralfederwaagen damals noch garnicht möglich gewesen. Und wie kaufen, ohne Amazon?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mengenangabe in &#8222;Kreizern&#8220; war übrigens sehr praktisch. Sie ersparte die Anschaffung einer Küchenwaage für jeden Haushalt. Wahrscheinlich wäre auch die Massenfabrikation geeichter Spiralfederwaagen damals noch garnicht möglich gewesen. Und wie kaufen, ohne Amazon?</p>
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		<title>
		Von: Joachim Bürgschwentner		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 07:59:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herr Hirsch, das ist äußerst interessant. Hat man die Kochrezepte damals dann wertsichern können? Oder war Inflation von Vornherein verboten, weil sonst die ganzen Kochbücher überarbeitet hätte werden müssen? Spätestens durch den Ersten Weltkrieg wäre das System dann aber ein Problem geworden. Den nicht-dezimalen Währungen hätte man ja nicht einmal schnell 3 Nullen hinten anhängen können...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Hirsch, das ist äußerst interessant. Hat man die Kochrezepte damals dann wertsichern können? Oder war Inflation von Vornherein verboten, weil sonst die ganzen Kochbücher überarbeitet hätte werden müssen? Spätestens durch den Ersten Weltkrieg wäre das System dann aber ein Problem geworden. Den nicht-dezimalen Währungen hätte man ja nicht einmal schnell 3 Nullen hinten anhängen können&#8230;</p>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 07:52:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/ein-neues-mass-teil-ii/comment-page-1/#comment-11255&quot;&gt;Karl Hirsch&lt;/a&gt;.

Die Mengenangabe in &quot;Kreizern&quot; war übrigens sehr praktisch. Sie ersparte die Anschaffung einer Küchenwaage für jeden Haushalt. Wahrscheinlich wäre auch die Massenfabrikation geeichter Spiralfederwaagen damals noch garnicht möglich gewesen. Und wie kaufen, ohne Amazon?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/ein-neues-mass-teil-ii/comment-page-1/#comment-11255">Karl Hirsch</a>.</p>
<p>Die Mengenangabe in &#8222;Kreizern&#8220; war übrigens sehr praktisch. Sie ersparte die Anschaffung einer Küchenwaage für jeden Haushalt. Wahrscheinlich wäre auch die Massenfabrikation geeichter Spiralfederwaagen damals noch garnicht möglich gewesen. Und wie kaufen, ohne Amazon?</p>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/ein-neues-mass-teil-ii/comment-page-1/#comment-11255</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2021 07:44:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Rande bemerkt:

Eine weitere Maßkatastrophe waren die beiden Währungsänderungen in der Monarchie des 19. Jhdts. Zuerst 1858 die Aufhebung des Reichstalers und Umwandlung zum dezimalen Gulden, sowie dann noch einmal 1892 die Abschaffung des Gulden und Ersatz durch die Krone. Besonders schwer traf die Hausfrauen der Wechsel von Talern mit seinen, der früheren englischen Währung ähnlichen, vertrackten Aufteilungen der Kleinmünzen auf den Gulden. Meine Brixner Großmutter, die weder eu noch ü kannte, berichtete vom Gejammer ihrer Großmutter &quot;mitterlicherseits&quot;, daß ihr Kochbuch &quot;iber Nacht ungiltig&quot; geworden wäre. Was ist passiert? Rezepte lauteten z.B. &quot;für 3 1/2 Kreuzer Mehl&quot;. Und Ururoma war wie viele andere Frauen plötzlich einer unpraktischen Kopfrechnerei ausgesetzt. So schlimm wirds aber auch nicht gewesen, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man die Mengenangaben der gängigsten Rezepte sowieso im Gefihl hat. Äh, Gefühl.

Die Guldeneinführung war der Vereinheitlichung der Währung im ganzen Reichsgebiet geschuldet, also eine Art Monarchie-Euro, und die Umstellung auf Kronen verabschiedete die Silberbasis des Gulden zugunsten der Goldbasis. (Da schwimme ich aber ein bissel und verweise auf Wikipedia).  Jedenfalls hat man Gulden und Krone wesentlich länger parallel laufen lassen (8 Jahre) als den Umstieg auf den Euro.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande bemerkt:</p>
<p>Eine weitere Maßkatastrophe waren die beiden Währungsänderungen in der Monarchie des 19. Jhdts. Zuerst 1858 die Aufhebung des Reichstalers und Umwandlung zum dezimalen Gulden, sowie dann noch einmal 1892 die Abschaffung des Gulden und Ersatz durch die Krone. Besonders schwer traf die Hausfrauen der Wechsel von Talern mit seinen, der früheren englischen Währung ähnlichen, vertrackten Aufteilungen der Kleinmünzen auf den Gulden. Meine Brixner Großmutter, die weder eu noch ü kannte, berichtete vom Gejammer ihrer Großmutter &#8222;mitterlicherseits&#8220;, daß ihr Kochbuch &#8222;iber Nacht ungiltig&#8220; geworden wäre. Was ist passiert? Rezepte lauteten z.B. &#8222;für 3 1/2 Kreuzer Mehl&#8220;. Und Ururoma war wie viele andere Frauen plötzlich einer unpraktischen Kopfrechnerei ausgesetzt. So schlimm wirds aber auch nicht gewesen, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man die Mengenangaben der gängigsten Rezepte sowieso im Gefihl hat. Äh, Gefühl.</p>
<p>Die Guldeneinführung war der Vereinheitlichung der Währung im ganzen Reichsgebiet geschuldet, also eine Art Monarchie-Euro, und die Umstellung auf Kronen verabschiedete die Silberbasis des Gulden zugunsten der Goldbasis. (Da schwimme ich aber ein bissel und verweise auf Wikipedia).  Jedenfalls hat man Gulden und Krone wesentlich länger parallel laufen lassen (8 Jahre) als den Umstieg auf den Euro.</p>
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