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	<title>Literatur &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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	<title>Literatur &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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		<title>Zwischen Buchseiten wächst die Fantasie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Team Stadtarchiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2025 19:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Lesen ist ein großer Teil meines Lebens. So wie diese junge Dame auf dem Bild, habe ich schon als Kind alle möglichen Bücher gelesen, mir vorlesen lassen oder auch einfach nur angeschaut. Früher war das Buch oft der beste&#8230;]]></description>
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<p>Das Lesen ist ein großer Teil meines Lebens. So wie diese junge Dame auf dem Bild, habe ich schon als Kind alle möglichen Bücher gelesen, mir vorlesen lassen oder auch einfach nur angeschaut.</p>



<p>Früher war das Buch oft der beste Freund und tägliche Begleiter. Abenteuer, Fantasie und Spannung nur durch geschriebene Worte.<br>Heutzutage wirken Handys und Computer viel interessanter, auch schon für Kinder, und das Lesen rutscht in den Hintergrund.</p>



<p>Dabei wäre es sehr wichtig, vor allem für Kinder: Es fördert Sprache, Konzentration und Kreativität. Außerdem kann ein gutes Buch genauso fesselnd sein wie das Handy. </p>



<p>Vielleicht sollten wir alle mal wieder zu einem guten Buch greifen und bewusst für ein paar Stunden mal wieder in eine fantastische Welt versinken. Die junge Dame auf dem Bild macht es schon perfekt vor.</p>



<p>Stadtarchiv: Ph-Pl-2492</p>



<p>Verfasserin: Hannah Thurnes</p>
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		<title>Innsbruck im Winter III</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 09:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Möge der Eisgott mit den jungen Leuten gnädig sein&#8222;, schickte der 29-jährige Anton Renk vor 125 Jahren ein Stoßgebet in den Himmel. Er solle nur ja für gute Eislaufflächen sorgen, &#8222;diese, nächst dem Balle, einzige Freistätte eines gemüthlichen Verkehrs der&#8230;]]></description>
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<p>&#8222;<em>Möge der Eisgott mit den jungen Leuten gnädig sein</em>&#8222;, schickte der 29-jährige Anton Renk vor 125 Jahren ein Stoßgebet in den Himmel. Er solle nur ja für gute Eislaufflächen sorgen, <em>&#8222;diese, nächst dem Balle, einzige Freistätte eines gemüthlichen Verkehrs der Geschlechter, welche unsere steifzopfige Innsbrucker Spießersitte bietet</em>&#8222;. </p>



<p>Renk outet sich dabei nicht gerade als Fan der Ballsaison: </p>



<p>&#8222;<em>Der Ball, dessen Herrschaft nun bald beginnt, ist bei uns durchaus nicht gemüthlich; die steife Sitte erzeugt Ballgespräche schlimmster Art, wie: „Mein Fräulein, sind Sie schon einmal in Demuth erstorben.&#8220; und unsere jungen Männer sind zumeist sehr fad, bilden eine kritische Herreninsel und bevorzugen die Rauch- und Trinkecken, während eine Menge sehnsüchtiger Mädchengedanken unerfüllt in die Luft verpufft.&#8220; </em><br><br>In Anlehnung an Johann Gottfried Seumes geflügeltes Wort nimmt er alsdann mit spitzer Feder zwei weitere männliche Freizeitbeschäftigungen aufs Korn:</p>



<p><em>&#8222;Die guten Menschen, böse haben bekanntlich keine Lieder, singen in allen möglichen Vereinen herum, während die bösen im Wirthshaus sitzen und die politische Lage durch ihr weises Herumdoctern zu einem noch scheußlicheren Ungethüm gestalten, als sie ohnedies schon ist.&#8220; </em></p>



<p>An den Stammtischreden hat sich in einem und einem viertel Jahrhundert offenbar wenig geändert&#8230;</p>



<p>Die 1899 ins Leben gerufenen &#8222;Reise- und Fremden-Zeitung für Tirol und Vorarlberg&#8220;, in deren Renks Text zu finden ist, erschien übrigens 15 Jahre lang bei A. Koppelstätter in der Müllerstraße 2. Dem ursprünglichen Untertitel nach verstand sie sich als &#8222;Organ für die Hebung des Fremden-Verkehrs&#8220; unter anderem mit einschlägigen Texten zur Schönheit des Landes, Analysen des erfolgreichen Schweizer Tourismusvorbilds und zahlreichen geschäftlichen Anzeigen. Der Fokus öffnete sich aber geografisch und inhaltlich, was sich sowohl im 1903 abgeänderten Titel &#8222;Österreichische Alpenpost&#8220; als auch im letzten der (mehrmals geänderten) Untertitel zeigt, der sie als  &#8222;Illustrierte Familienzeitschrift&#8220; ausweist. Eine knappe Notiz weit hinten in der <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/annoshow-plus?call=oap|1913|0004|254||jpg||O|">Dezemberausgabe 1913</a> verkündete schließlich den Leserinnen und Lesern, dass dies die allerletzte Ausgabe sein würde:  </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="dfdfdf" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #dfdfdf;" fetchpriority="high" decoding="async" width="489" height="166" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/12/image-3-jpg.webp" alt="" class="wp-image-66703 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/12/image-3-jpg.webp 489w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/12/image-3-300x102.webp 300w" sizes="(max-width: 489px) 100vw, 489px" /></figure>



<p>Bild und Zitate aus Anton Renk: &#8222;Innsbruck im Winter&#8220;, in: <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oap&amp;datum=1900&amp;page=1&amp;size=45">Reise- und Fremden-Zeitung für Tirol und Vorarlberg, 2. Jg, Nr. 2 (Februar 1900)</a>, S. 1-2</p>
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		<title>Innsbruck im Winter II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2024 09:36:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Während ich dies niederschreibe, ist draußen ein schneeweißes Flockengesurr &#8211; der erste Schnee, von dem wir wohl hoffen dürfen, dass er liegen bleibe und endlich der Gegend ein winterliches Gepräge verleihe. Seit einigen Jahren besitzt nämlich Innsbruck ein Klima, welches&#8230;]]></description>
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<p>&#8222;<em>Während ich dies niederschreibe, ist draußen ein schneeweißes Flockengesurr &#8211; der erste Schnee, von dem wir wohl hoffen dürfen, dass er liegen bleibe und endlich der Gegend ein winterliches Gepräge verleihe. Seit einigen Jahren besitzt nämlich Innsbruck ein Klima, welches eigentlich über den Brenner hinein­ gehörte. Man ist aus practischen Gründen mit dieser Erscheinung zwar sehr zufrieden, weil sich aus dem Holze, welches nicht verbrannt wird, neue Kinderwiegen zimmern lassen; aber wie es eben immer Käuze geben muß, die anders denken, sind auch bei uns viele &#8211; ich gehöre auch dazu, welche einen schneeig-heimlichen, echt deutschen Flockenwinter lieber haben, als einen gedankenlosen Altweibersommer mit sterbendem Blumentrug.</em>&#8222;</p>



<p>Mit diesen klimatischen Beobachtungen, die man 2025 genau so unterschreiben könnte, begann der damals 29-jährige Schriftsteller Anton Renk (1871-1906) vor genau 100 Jahren seinen launigen Text &#8222;Innsbruck im Winter&#8220;. Der in Innsbruck geborene Schriftsteller und Volkskundler war seit seiner Gymnasialzeit literarisch tätig, und veröffentlichte ab 1894 fast jedes Jahr ein oder mehrere Werke. Darüber hinaus war er in verschiedenen Zeitschriften aktiv; bei der nationalliberalen Satirezeitschrift &#8222;Scherer&#8220; gehörte er der Redaktion an. Wie seine Eltern &#8211; die mit 39 bzw. 37 Jahren verstarben &#8211; erreichte auch Anton Renk seinen 40. Geburtstag nicht. Er verstarb 1906 mit nur 35 Jahren. Größere literarische Ehren blieben ihm verwehrt, lokal und regional wird er etwa durch die Renkstraße im Saggen oder dem nach ihm benannten Wasserfällen, Klettersteig und Berghütte im Oberinntal gewürdigt. Renk, der selbst begeisterter Alpinist gewesen war, belegte vor 100 Jahren, das heute &#8222;alpin-urban&#8220; genannte Freizeitverhalten in Innsbruck:</p>



<p><em>&#8222;In Innsbruck macht man gerne Sonntagnachmittagsausflüge und die dorfreiche Gegend, das nahe Mittelgebirge, bietet Gelegenheit genügend hiezu. Doch da im Winter die Dunkelheit früh eintritt und unsere Bergwege vereist sind und mancherlei Steine des Anstoßes darin zu finden sind, muß man den Straßen nachgehen. [&#8230;]</em></p>



<p><em>Der Rodelsport ist bei uns vor wenigen Jahren neubelebt und von den Erwachsenen mit Eifer geübt worden, wie überhaupt alle natursportliche Thätigkeit als Skiläufen, Winterbergtour, Eisschießen seit dem jugendlich-kräftigen Auftreten des acad. Alpenclubs neu belebt worden ist. Auch das Eis bot bereits heuer seinen breiten, geduldigen Rücken den frostfröhlichen Liebespaaren und ist heuer beim Anblick von Amors, des geflügelten Schufts, Spitzbubenstreichen so weich und gerührt, dass es alsbald zerfließt und die ganze Stahlschuhfreude, wörtlich genommen, in das Wasser fällt. Möge der Eisgott mit den jungen Leuten gnädig sein [&#8230;.]&#8220;</em></p>



<p>Dass der Eisgott zur Jahreswende 1899/1900, als Renk mutmaßlich seinen Text verfasste, gnädig war, belegt die obige Postkarte. Sie wurde am 9. Jänner 1900 verfasst, von Toni, &#8222;einem alten Esel, der heuer wieder aufs Eis gieng&#8220;.</p>



<p>(Fortsetzung folgt)</p>



<p>Zitate aus Anton Renk: &#8222;Innsbruck im Winter&#8220;, in: <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oap&amp;datum=1900&amp;page=1&amp;size=45">Reise- und Fremden-Zeitung für Tirol und Vorarlberg, 2. Jg, Nr. 2 (Februar 1900)</a>, S. 1-2.</p>



<p>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck Ph-10037)</p>
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		<title>Innsbruck im Winter I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 08:46:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Bewegt man sich dieser Tage durch die Stadt, kann man den Christkindlmärkten kaum entkommen. Sieben an der Zahl listet die Innsbrucker Tourismuswerbung: Einerseits die zentralen Drei in Altstadt, Marktplatz und Maria-Theresien-Straße, weiters die zwei höher gelegenen am Bergisel und auf&#8230;]]></description>
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<p>Bewegt man sich dieser Tage durch die Stadt, kann man den Christkindlmärkten kaum entkommen. Sieben an der Zahl listet die <a href="https://www.innsbruck.info/brauchtum-und-events/highlights/advent-und-weihnachten/christkindlmaerkte.html" data-type="link" data-id="https://www.innsbruck.info/brauchtum-und-events/highlights/advent-und-weihnachten/christkindlmaerkte.html">Innsbrucker Tourismuswerbung</a>: Einerseits die zentralen Drei in Altstadt, Marktplatz und Maria-Theresien-Straße, weiters die zwei höher gelegenen am Bergisel und auf der Hungerburg (wo vor kurzem das heutige Titelbild entstanden ist). Und dann natürlich &#8222;<em>der Weihnachtszauber in Wilten</em>&#8220; ebenso wie &#8222;<em>der Geheimtipp St. Nikolaus</em>&#8222;: &#8222;<em>Ruhig, authentisch und besinnlich: So erleben Sie den Advent am Christkindlmarkt in St. Nikolaus. Wer den Inn überquert, findet einen der schönsten Adventmärkte der Stadt.</em>&#8222;<br><br>Vor 125 Jahren gab es lediglich zwei Märkte in Innsbruck (wobei Wilten &amp; Co damals natürlich noch nicht Teil der Stadt waren). Der St. Nikolausmarkt wurde &#8211; trotz abnehmender &#8222;Volkstümlichkeit&#8220; &#8211; schon damals empfohlen, während der zweite, der Thomasmarkt, ein eher zweifelhaftes Vergnügen darstellte:<br><br><em>Zwei volksthümliche Märkte hat der Innsbrucker Vorweihnacht­winter, der erste ist der St. Nicolausmarkt, auf welchem der heilige, vom Hinmmel gestiegene Bischof, der bei uns den braven Kindern meist mit Mantel, Insul </em>[Bischofsmütze, Anm.]<em> und Krummstab persönlich erscheint, Schleckerlen, Nüssen, Lebzeltenbischöfe, Bleisoldaten ec. einkauft, während der abscheuliche Krampus sich mit Ruthen für die Rangen versorgt. Der Markt hatte früher ein viel volksthümlicheres Gepräge als jetzt.<br><br>Der zweite Markt, der Thomasmarkt, dient keinem heiligen Zwecke, sondern so hauptsächlich Fackenmarkt. Die Schweinsleichen liegen mit aufgespreizten Bäuchen reihenweise in der Innrainallee und geben den Stadtvätern im Gemeinderathe Bedenken wegen mangelnder Rein­lichkeit. Wie ich nun aber von diesem appetitlichen Markte weg in die Weihnachtsstimmung komme?</em></p>



<p>Die Antwort auf diese Frage? Zeitmaschine anwerfen, ins 21. Jahrhundert reisen und einen oder mehrere Becher holen: Glühwein, rot und weiß. Glühmost. Punsch von Apfel-Holler, über Latschen bis Orange und wer weiß was noch alles für Aromen. Ob das Weihnachtsstimmung bringt? Zumindest wird es die Stimmung heben, die Sicht verschwimmen lassen. Keine Spur mehr von Facken! Obwohl, wenn man Frühmorgens die Reste vom Feste an der einen oder anderen Ecke sieht, keimen Zweifel auf. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass sich der Fackenmarkt inzwischen vom Innrain auf die Alt- und Neustadt ausgebreitet habe, nur befinden sich die Schweinderln heut eher auf der anderen Seite des Standels&#8230;</p>



<p>(Fortsetzung folgt)</p>



<p>Zitate aus Anton Renk: &#8222;Innsbruck im Winter&#8220;, in: <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oap&amp;datum=1900&amp;page=1&amp;size=45">Reise- und Fremden-Zeitung für Tirol und Vorarlberg, 2. Jg, Nr. 2 (Februar 1900)</a>, S. 1-2</p>



<p>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-Dig-2649)</p>
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		<title>Lesestoff gefällig? Auf zum Kehraus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Egger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 12:46:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Bückerabverkauf geht ins Finale. Am Montag und Dienstag laden wir Sie recht herzlich zum Kehraus mit Kaffee, Keksen und noch einmal reduzierten Preisen ein. Bei uns finden Sie nicht nur viele längst vergriffene Bücher, sondern auch Klassiker, Tirolensien sowie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unser Bückerabverkauf geht ins Finale. Am Montag und Dienstag laden wir Sie recht herzlich zum Kehraus mit Kaffee, Keksen und noch einmal reduzierten Preisen ein. Bei uns finden Sie nicht nur viele längst vergriffene Bücher, sondern auch Klassiker, Tirolensien sowie (zeit)historische und kunstgeschichtliche Werke. Auch wenn es nach drei erfolgreichen Wochen nun Lücken in den Regalen gibt, bin ich mir sicher, dass Sie bei uns fündig werden.</p>



<p class="has-text-align-center">Hier alle Eckdaten: <br><strong>Wo: Badgasse 2, Museumsräumlichkeiten im Erdgeschoss<br>Wann: Montag &amp; Dienstag von 9:00 bis 17:00 Uhr<br>Dauer: 25. &amp; 26. November 2024</strong></p>



<p>Egal ob Sie ein Weihnachtsgeschenk suchen, sich mit Lesestoff für die kalte Jahreszeit eindecken möchten oder „nur“ Ihrer bibliophilen Neigung frönen – noch einmal vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall.</p>



<p class="has-text-align-center">&nbsp;<strong>Wir freuen uns auf Ihren Besuch!</strong></p>



<p>(Fotos: Pascal Permann)</p>



<p></p>
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		<title>Liebe Lesende; lest, lest, lest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Team Stadtarchiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 08:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Sehr interessant und ungewöhnlich mutet dieses „Archivding der Woche“ an. Es handelt sich dabei um eine Ausgabe des Tiroler Literaturmagazins „Cognac und Biskotten“ zum Thema Trägheit (Nr. 26/2007 „das literarische Aufputschmittel“), welches bereits seit 1998 besteht und jeweils in sehr&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Sehr interessant und ungewöhnlich mutet dieses „Archivding der Woche“ an. Es handelt sich dabei um eine Ausgabe des Tiroler Literaturmagazins „Cognac und Biskotten“ zum Thema Trägheit (Nr. 26/2007 „das literarische Aufputschmittel“), welches bereits seit 1998 besteht und jeweils in sehr amüsanten Formaten erscheint und dazu passend auch präsentiert wird. So fanden sich die Texte bereits in Form einer Wundertüte (Nr. 41; Thema „Wunder“ präsentiert in der „Wunderkammer“ des Schloss Amras) publiziert oder auch auf Bierdeckeln (Nr.38 „Fest/ival“ präsentiert am Festival Wiesen) oder zum Anhören (Nr.3 als Audio-Kassette im Bierstindl). Hier also Literatur zum wahrlich „in sich aufnehmen“.</p>



<p>Wenn Literatur in dieser Form einzunehmen wäre? Man brächte sich um die schöne Reise im Kopf, die man mit einem Text zusammen erleben kann! Und doch hat diese sehr verspielte Idee viel Humor!</p>



<p>Eine <strong>Veranstaltung</strong> von Cognac &amp; Biskotten findet am <strong>17.10.2024 ab 19:30h</strong> im Museum Goldenes Dachl statt. „Sounds like Poetry“ mit Lesungen, Musik und Gesprächen bei freiem Eintritt! Wir freuen uns schon jetzt!</p>



<p>Beitrag von Maria Kux</p>



<p>(Signatur: 05.148-5)</p>
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		<title>Das Ideal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Rettenbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 08:25:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Idealzustände gibt es in allen Bereichen. Blicken wir auf Archive, dann würden zum Beispiel alle Bestände säuberlichst verpackt und detailliert verzeichnet sein sowie klimatisch an die Materialien angepasst gelagert werden. Bei dem Gedanken an Idealzustände muss ich dann des Öfteren&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Idealzustände gibt es in allen Bereichen. Blicken wir auf Archive, dann würden zum Beispiel alle Bestände säuberlichst verpackt und detailliert verzeichnet sein sowie klimatisch an die Materialien angepasst gelagert werden. Bei dem Gedanken an Idealzustände muss ich dann des Öfteren an das Gedicht &#8222;Das Ideal&#8220; von Kurt Tucholsky denken. Wenn auch das Ideal im Gedicht auf die menschlichen Wünsche blickt, so lässt sich die Schlussfolgerung meines Erachtens auch auf andere Idealzustände umlegen. </p>



<p>Eigentlich wollte ich das Gedicht in Textform zur Verfügung stellen, habe mich aber dagegen entschieden, da ich die gesprochene Version von Harry Rowohlt als angenehmer empfinde.</p>



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<p class="wpex-roembed wpex-clr"><iframe title="Kurt Tucholsky „Das Ideal“ (1927) I" width="980" height="735" src="https://www.youtube.com/embed/Edu5x0Y6Hho?feature=oembed"  allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div></figure>



<p>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Pt-2933)</p>
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		<title>Vom Anfang und Ende einer Innsbrucker Tageszeitung. Teil 2</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/vom-anfang-und-ende-einer-innsbrucker-tageszeitung-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2024 07:03:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Innsbrucker Nachrichten erschienen täglich mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen. Ab Juli 1914 bis Oktober 1916 gab es sogar täglich zwei Ausgaben. Als Verleger schien anfangs die &#8222;Wagner&#8217;sche Buchhandlung&#8220;, einige Zeit später dann die &#8222;Wagner&#8217;sche Universitäts- Buchdruckerei&#8220; auf. Ab&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Innsbrucker Nachrichten erschienen täglich mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen. Ab Juli 1914 bis Oktober 1916 gab es sogar täglich zwei Ausgaben. Als Verleger schien anfangs die &#8222;Wagner&#8217;sche Buchhandlung&#8220;, einige Zeit später dann die &#8222;Wagner&#8217;sche Universitäts- Buchdruckerei&#8220; auf. Ab Juli 1938 wurden die Innsbrucker Nachrichten vom &#8222;NS Gauverlag und Druckerei, Tirol-Vorarlberg GmbH&#8220; herausgegeben und gedruckt. Ab dem Jahr 1918 erhielt das Blatt verschiedene Titelzusätze:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Titelzusätze</strong></td><td><strong>Zeitraum</strong></td></tr><tr><td>Unabhängiges Tagblatt für Tirol</td><td>1917 bis 1918</td></tr><tr><td>Demokratisches Tagblatt</td><td>1918 bis 1920</td></tr><tr><td>Unabhängige demokratisch Tageszeitung</td><td>1920 bis 1938</td></tr><tr><td>Parteiamtliches Organ der NSDAP, Gau Tirol</td><td>1938 bis 1945</td></tr></tbody></table></figure>



<p></p>



<p>Im Laufe der Jahrzehnte zeigten sich folgende Chef-Redakteure verantwortlich für den Inhalt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Verantwortliche Redakteure</strong></td><td><strong>&nbsp;Zeitraum</strong></td></tr><tr><td>Vinzenz Wassermann</td><td>Ab 25.1.1854</td></tr><tr><td>Eduard Hauschild</td><td>Ab Jänner 1855</td></tr><tr><td>Johann Angerer</td><td>Ab Juli1867</td></tr><tr><td>Johann Schumacher</td><td>Ab Jänner 1868</td></tr><tr><td>Ludwig Riedmüller</td><td>Ab Juni 1877</td></tr><tr><td>W. Jakob</td><td>Ab Juli 1891</td></tr><tr><td>H. Prechtl</td><td>Ab Mai 1910</td></tr><tr><td>Alfred Piëch</td><td>1913 bis 1914</td></tr><tr><td>J. E. Langhans</td><td>Ab August 1914</td></tr><tr><td>Karl Paulin</td><td>Ab Mai 1931</td></tr><tr><td>Josef Seidl</td><td>Ab Juli 1933</td></tr><tr><td>Ernst Kainrath</td><td>Ab April 1938</td></tr></tbody></table></figure>



<p></p>



<p>Die letzte Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten, die nur mehr aus zwei Seiten bestand, erschien am 2. Mai 1945. Bereits am folgenden Tag marschierte die 103. US-Infanteriedivision in Innsbruck ein und die Ära der Innsbrucker Nachrichten war vorüber. Nachfolgezeitung wurde die Tiroler Tageszeitung. Mehr dazu gibt es unter folgendem Link nachzulesen: <a href="https://innsbruck-erinnert.at/werbung-fuer-die-tiroler-tageszeitung/">Werbung für die Tiroler Tageszeitung – Innsbruck erinnert sich (innsbruck-erinnert.at)</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="cdb994" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #cdb994;" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-724x1024.webp" alt="" class="wp-image-59426 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-724x1024.webp 724w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-212x300.webp 212w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-768x1087.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-1086x1536.webp 1086w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-1448x2048.webp 1448w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_19450502-3-jpg.webp 1760w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure>



<p></p>



<p>Abbildungen: Innsbrucker Nachrichten, letzte Ausgabe, 2. Mai 1945</p>
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		<title>Vom Anfang und Ende einer Innsbrucker Tageszeitung. Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 09:26:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. Jänner 1854 erschien die erste Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten. Der verantwortliche Redakteur war Vinzenz Wassermann, ab dem 2. Januar 1855 folgte ihm Eduard Hauschild nach. Mehr zu den verantwortlichen Redakteuren und dem Erscheinungsverlauf der Zeitung, die im Verlag&#8230;]]></description>
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<p>Am 25. Jänner 1854 erschien die erste Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten. Der verantwortliche Redakteur war Vinzenz Wassermann, ab dem 2. Januar 1855 folgte ihm Eduard Hauschild nach. Mehr zu den verantwortlichen Redakteuren und dem Erscheinungsverlauf der Zeitung, die im Verlag der Wagner&#8217;schen Buchhandlung erschien und von der Wagner&#8217;schen Buchdruckerei gedruckt wurde, erfahren Sie im zweiten Teil des Artikels.</p>



<p>In der ersten Ausgabe erschien ein fast zweiseitiger Artikel mit dem Titel <em>&#8222;An die künftigen Abonnenten&#8220;</em>. In diesem stellte Vinzenz Wassermann die neue Tageszeitung vor. Gleich zu Beginn des Artikels ging er auf alle möglichen (Anfangs-)Schwierigkeiten für das Blatt ein:<em> &#8222;Hast du nie ein Schiff vom Stapel laufen sehen, lieber Leser? Es ist ein interessanter Anblick, und gar manche Betrachtungen und Gedanken, heiterer wie ernster Art, mögen sich daran knüpfen. Aus dem sichern Hafen hinaus führen Wind und Wogen den neuen Bau in fremde Zonen, zu neuen Menschen, an ferne Gestade, einen ewig lachenden Himmel wird er vielleicht schauen, aber auch welche Stürme erwarten, welche Klippen bedrohen ihn! Zu ähnlichen Betrachtungen mag wohl das erste Erscheinen einer neuen Zeitungs-Unternehmung auffordern, wenn sie auch bescheiden, nur für einen engeren Kreis bestimmt, auftritt, so fehlt es doch nicht an Anlässen zu Erwartungen und Befürchtungen. Denn der Klippen, an denen das neu gebaute journalistische Fahrzeug Beschädigung erleiden oder gar scheitern kann, sind mancherlei. Wird es sich die Gunst derjenigen erwerben, von denen sein Bestehen abhängt? Wird es im anmuthigen Wechsel eine so reiche Ladung bringen, daß es das Interesse der Leser fortwährend zu erregen und zu erhalten im Stande ist? Wird es pikant sein können, ohne Anstoß zu erregen? Wird es die Linie zwischen dem Erlaubten und dem Verbotenen immer im sicheren Takte einzuhalten vermögen? In diesen Fragen, die eben so viele Bedenklichkeiten aussprechen, sind die Schwierigkeiten angedeutet, von denen ein neues journalistisches Unternehmen umgeben ist; die Klippen und Stürme, welche seine glückliche Fahrt bedrohen.&#8220;</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img data-dominant-color="e2e2e2" data-has-transparency="false" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/innsbruckernachrichten2-724x1024.webp" alt="" class="wp-image-59393 not-transparent" style="--dominant-color: #e2e2e2; width:840px;height:auto" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/innsbruckernachrichten2-724x1024.webp 724w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/innsbruckernachrichten2-212x300.webp 212w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/innsbruckernachrichten2-768x1087.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/innsbruckernachrichten2-jpg.webp 826w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure>



<p>Auch über die inhaltliche Ausrichtung des Blattes informierte Vinzenz Wassermann die zukünftigen Leser ausführlich: <em>„Es ist daher keine bloß müßige Neugierde mehr, wenn man sich um politische Nachrichten bekümmert; alle, auch die kleinsten gewerblichen und häuslichen Interessen werden von den Weltbegebenheiten berührt; […] Wir werden daher die wichtigen politischen Nachrichten, aber nur kurz, und nur so weit sie Thatsachen betreffen, mit­theilen. Wir überlassen dem Leser das Vergnügen, selbst darüber seine Glossen zu machen, zu raisonniren, und die Uhr des Zeitlaufes zu betrachten, um zu wissen, wie viel es geschlagen. Er kann das daheim in seiner war­men Stube viel behaglicher und ungefährdeter thun, als wir bei unserm öffentlichen Gange durch Stadt und Land! Ja, Stadt und Land in diesen beiden Worten haben wir den Wirkungskreis, den wir wünschen, und zugleich das Thema unseres Blattes ausgesprochen. Den Lesern unserer Stadt, den Lesern unseres Heimathlandes zunächst wünschen wir zu gefallen und zu genügen; und da wir wissen, daß sie das Nahe, das Heimathliche am mei­sten interessirt, so werden wir alles Neue, was sich in Stadt, und Land begibt, in möglichster Vollständigkeit und Schnelligkeit referiren. Zuföderst die Neuigkeiten von Innsbruck; wenn auch nicht vieles— so begibt sich in der Provinzialhauptstadt doch immer Einiges, was einheimische, wie auswärtige Leser zu wissen verlangen. Wir werden bei diesen Mittheilungen uns um die verläßlichsten Quellen umsehen, und werden uns einer solchen Kürze befleißigen, daß wir nicht fürchten dürfen, langweilig zu werden.“</em></p>



<p>Neben den aktuellen Nachrichten aus dem In- und Ausland gab es in den Innsbrucker Nachrichten aber auch genügend Platz für Werbeeinschaltungen, Kleinanzeigen, Vereins- und Theaternachrichten und Veranstaltungshinweise. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="dcdcdc" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #dcdcdc;" decoding="async" width="710" height="1024" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_1854012522-710x1024.webp" alt="" class="wp-image-59404 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_1854012522-710x1024.webp 710w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_1854012522-208x300.webp 208w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_1854012522-768x1108.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2024/07/ONB_ibn_1854012522-jpg.webp 806w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></figure>



<p>Abbildung 1: Titelseite, Innsbrucker Nachrichten, Erstausgabe, 25. Jänner 1854</p>



<p>Abbildungen 2 und 3: Werbung, Innsbrucker Nachrichten, Erstausgabe, 25. Jänner 1854</p>
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		<title>Das Löwenhaustheater</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Team Stadtarchiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 06:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Löwenhaustheater wurde 1893 durch die Innsbrucker Baumeister Albert und Kohnle an der linken Innseite im damals noch wenig bebauten Saggen errichtet. Das Volkstheater befand sich in unmittelbarer Nähe zum Löwenhaus selbst, das durch die Tiroler Landesfürsten zur Haltung von&#8230;]]></description>
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<p>Das Löwenhaustheater wurde 1893 durch die Innsbrucker Baumeister Albert und Kohnle an der linken Innseite im damals noch wenig bebauten Saggen errichtet. Das Volkstheater befand sich in unmittelbarer Nähe zum Löwenhaus selbst, das durch die Tiroler Landesfürsten zur Haltung von Löwen, Tigern und Bären errichtet wurde. Die Landesfürsten veranstalteten Tierhetzen, dessen letzte zu Ostern 1628 stattfand. Als am 14. April 1636 die Pulvermühle an der kleinen Sill in die Luft flog, geriet auch das Löwenhaus durch Flugfeuer in Brand und brannte total nieder, wobei zwei Löwen umkamen. Im Jahre 1714 baute der damalige Statthalter Herzog Carl Philipp zu Pfalz-Neuburg das Löwenhaus wieder auf, machte aber ein Brauhaus daraus, das es noch heute ist.</p>



<p>Im Löwenhaustheater hingegegen fand im Jahre 1899 die Festversammlung zum 1. Mai statt. Ferdinand Exl gründete 1902 die &#8222;Erste Tiroler Bauernspiel-Gesellschaft&#8220; mit Sitz in Wilten und übersiedelte ab 1904 als Exl Bühne ins Löwenhaustheater. Das Theater hatte ein Fassungsvermögen von 1000 Personen, war ein reines Sommertheater und besaß ein eigenes Restaurant. Das Ensemble bestand aus 30 Personen, darunter waren auch Verwandte des Direktors. Da der Theaterdirektor auch Geschäftsmann war, kamen vor allem Lustspiele zur Aufführung, es wurden aber auch ernsthafte Stücke von Ludwig Anzengruber und Karl Schönherr gezeigt.</p>



<p>Während des Ersten Weltkrieges gab es Wohltätigkeitsvorstellungen dessen Reinerlös Direktor Exl zu gleichen Teilen dem Roten Kreuz, den eingerückten Soldaten und deren Zurückgebliebenen widmete. Am 17. September 1927 feierte das Ensemble in einer Festvorstellung sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Im Anschluss fand in den Stadtsälen die Verleihung des Ehrenzeichens der Republik Österreich an Ferdinand Exl statt. Pfingstsonntag 1958 war ein Schreckenstag: Das alte Löwenhaustheater stand in Flammen und brannte in einer der größten Brände der Innsbrucker Stadtgeschichte ab! Eine Ära ging zu Ende.</p>



<p>Die abgebildete Ansichtskarte zeigt den Eingangsbereich des 1893 bis 1958 existierenden Löwenhaustheaters in Blickrichtung Nordosten. Auf der Treppe sind zahlreiche Besucher und Besucherinnen zu sehen, unter anderem auch einer in einer k. u k. Uniform. Auf der linken Ecke des Gebäudes ist das Straßenschild &#8222;Akademie Straße&#8220; (ab Dezember 1906 Name der heutigen Karl-Schönherr-Straße) lesbar. Interessant ist die Bezeichnung Variété Innsbruck und lässt in seiner Festlichkeit eine Verbindung zu den großen Berliner und Pariser Variétés der 20er und 30er Jahre erahnen.</p>



<p>Auf dem Areal wurde 1972 das von Gustav Peichl entworfene ORF-Landesstudio Tirol eröffnet.</p>



<p>Verfasser: Bernhard Andergassen</p>



<p>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Sommer-1-137)</p>
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