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	<title>Allgemein &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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	<title>Allgemein &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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		<title>Die Bürgermeister von Inspruck (XI.)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 18:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Rücktritt Rapps übernahm sein Vizebürgermeister, Johann Tschurtschenthaler (1828-1893), die Amtsgeschäfte. Noch in der Sitzung, in der Rapp seinen Rücktritt bekanntgab, erklärte Tschurtschenthaler, dass er „fest entschlossen [sei], die Verordnung in Betreff der Schulaufsicht durchzuführen“. &#160;Dabei ging es nicht&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Rücktritt Rapps übernahm sein Vizebürgermeister, Johann Tschurtschenthaler (1828-1893), die Amtsgeschäfte. Noch in der Sitzung, in der Rapp seinen Rücktritt bekanntgab, erklärte Tschurtschenthaler, dass er „fest entschlossen [sei], die Verordnung in Betreff der Schulaufsicht durchzuführen“. &nbsp;Dabei ging es nicht nur darum, die Anordnung der k.k. Statthalterei nüchtern auszuführen, Tschurtschenthaler war ein überzeugter liberaler, der Rapps Abneigung gegenüber den Maigesetzen sicherlich nicht teilte. Er war ein führendes Mitglied des <em>Konstitutionellen Vereins</em>, dem politischen Club der Liberalen in Tirol. Einer der Forderungen des Vereins war damals die direkte Wahl der Reichsratsabgeordneten. Diese wurden nämlich von den jeweiligen Landtagen entsandt. Dies war besonders für die Liberalen in Tirol ein rotes Tuch, weil die konservative Mehrheit im Landtag nach eigenem Belieben Abgeordnete in den Reichsrat entsenden konnte und die Tiroler Liberalen damit auf Reichsebene ohne Repräsentation waren. Es war im Grunde ein ähnliches Problem wie es heute noch in Großbritannien und den Vereinigten Staaten durch die dortigen <em>Winner-take-all </em>Systeme existiert, obwohl es sich dabei um direkte Wahlsysteme handelt. Der Wunsch des <em>Konstitutionellen Vereins </em>hingegen ging in Erfüllung: 1873 fanden erstmals direkte Wahlen für den Reichsrat statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Monate nachdem er provisorisch die Amtsgeschäfte übernommen hatte, wurde er zum Bürgermeister gewählt. Kurz darauf wurde Innsbruck von einem politischen Skandal erschüttert. Als die Deutschnationalen im Frühjahr 1871, anlässlich des Endes des Deutsch-Französischen Krieges in Innsbruck einen Fackelzug abhielten, warf der Tiroler Statthalter, Kaspar Graf zu Lodron-Laterano (1815-1895), ihnen Illoyalität gegenüber der Donaumonarchie vor. Es habe sich um eine „eminent anti-österreichische Demonstration“ gehandelt, durch die man sich veranlasst sah, sich beim Innenministerium darüber zu beschweren, und den Minister zu ersuchen, dies zur „Allerhöchsten Kenntnis zu bringen“. In der Stadtchronik von Conrad Fischnaler sowie den erwähnten Kurzbiographien aus den Adressbüchern wird angeführt, dass Tschurtschenthaler auf diese Schmähung hin sein Amt niederlegte. Dies scheint aber nicht der Fall gewesen sein. Er übernahm die volle Verantwortung für die Demonstration und verbürgte sich für die unverbrüchliche Treue der Teilnehmenden zum Hause Österreich. Diese Bekundung solle, wenn die Beschuldigungen der Konservativen gegen ihn zum Kaiser gebracht werden sollte, ihm ebenfalls vorgelegt werden. Dazu kam es auch, und die Loyalitätsbekundung Thurtschenthalers wurde von allerhöchster Stelle „wohlwollend zur Kenntnis genommen“. Im April verlieh ihm der Kaiser den Orden der Eisernen Krone (III. Klasse).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 1872 wurde er vom Bürgerausschuss einstimmig wiedergewählt (die Amtszeit dauerte damals drei Jahre). Er knüpfte einige Bedingungen an die Annahme der Wahl, u.a. ein einmonatiger Urlaub pro Jahr sowie die Möglichkeit, unbedeutendere Aufgaben an den Magistrat delegieren zu können, beides wurde vom Ausschuss akzeptiert. Bevor er 1875 erneut wiedergewählt wurde, wollte er das Amt eigentlich zurücklegen, da er „des Amtes, das er sechs Jahre lang ausgeführt, nun müde [sei] und der Erholung bedürfe“. Aber die innigen Bitten des Gemeinderates und persönlicher Freunde, sowie die Verlängerung seines Urlaubs auf zwei Monate, überzeugten ihn, noch eine Amtszeit zu versehen. 1877 legte er schließlich sein Amt zurück und übernahm den Posten eines Rechtsberaters bei der Sparkasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Verdienste um die Stadt wurden von allen Seiten in höchsten Tönen gelobt und sein Rücktritt bedauert. Die (zugegebenermaßen nicht ganz objektiven) <em>Innsbrucker Nachrichten </em>schrieben:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Unter seiner Verwaltung ist das materielle und geistige Gedeihen Innsbrucks stetig gefördert worden, Bildung und Aufklärung haben Dank der von ihm geleiteten intelligenten Gemeindevertretung all den vielen Hindernisse zu Trotz unablässig zugenommen […]
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Er hatte den Bau mehrerer Volksschulen und Kindergärten, sowie die Einrichtung einer „Volksküche“ initiiert. Kurz nach seinem Rücktritt wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Signatur Bi-3)</p>
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		<title>Erinnerung an die Brennerbahn – Nächster Halt Waidbruck-Lajen/Ponte Gardena-Laion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Herbst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz so schwer war das letzte Rätsel nicht. Bei dem gesuchten Bauwerk handelte es sich natürlich um die Trostburg. Wer mit der Brennerbahn durch das Eisacktal fährt, kommt an dem eindrucksvollen Bauwerk hoch über Waidbruck kaum vorbei. Der Bahnhof Waidbruck-Lajen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="mwEg">Ganz so schwer war das letzte Rätsel nicht. Bei dem gesuchten Bauwerk handelte es sich natürlich um die Trostburg. Wer mit der Brennerbahn durch das Eisacktal fährt, kommt an dem eindrucksvollen Bauwerk hoch über Waidbruck kaum vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bahnhof Waidbruck-Lajen selbst gehört zu den Gründungstationen der Brennerbahn. Er wurde 1867 gemeinsam mit der Strecke zwischen Innsbruck und Bozen eröffnet. Offenbar war man damals etwas zu optimistisch, was das Platzangebot anging, denn schon wenige Jahre später musste das Empfangsgebäude erweitert werden. Auch im frühen 20. Jahrhundert wurde immer wieder Hand angelegt, damit der Bahnhof mit den Anforderungen des Bahnverkehrs Schritt halten konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entworfen wurde das Gebäude von Wilhelm von Flattich, dessen Handschrift an vielen Bahnhöfen der Brennerbahn zu erkennen ist. Der Bau aus Südtiroler Porphyr mit seinen hölzernen Giebelverzierungen hat sich bis heute seinen historischen Charme bewahrt. Daneben erinnern die ehemalige Werkstätte und die Wasserstation noch an die Zeit, als Dampflokomotiven hier regelmäßig ihren Durst stillen mussten. Seit 2004 stehen die historischen Gebäude unter Denkmalschutz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im 21. Jahrhundert blieb der Bahnhof im wahrsten Sinne des Wortes nicht stehen. In den Jahren 2014 und 2015 wurde kräftig modernisiert. Aufzüge, Park-and-Ride-Plätze und ein frisch renoviertes Empfangsgebäude sorgen heute dafür, dass sich Reisende deutlich komfortabler auf den Weg machen können. Gleichzeitig erhielt die Station ihren heutigen Namen Waidbruck-Lajen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="mwEg">Ein Foto des Bahnhofs konnten wir in unserer Sammlung leider nicht auftreiben. Dafür dürfen wir euch einige wunderbare Aufnahmen aus der Sammlung Kreutz zeigen. Sie entstanden in den 1960er Jahren und zeigen Waidbruck mit der Trostburg bzw. das Wasserkraftwerk Barbian.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="6a6969" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #6a6969;" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="687" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610-1024x687.webp" alt="" class="wp-image-88727 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610-1024x687.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610-300x201.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610-768x516.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610-1536x1031.webp 1536w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2026/07/wKR-NE-4610.webp 1795w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum KRNE-4250, KRNE-4610)</p>
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		<title>Portrait eines (?) Mastens – VIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Morscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 22:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Prachtbeispiel eines Masten-Fotos. Ich vermute, dieses Genre ist bisher in der Fotografie viel zu wenig beachtet worden. Eigentlich ein entspanntes Bild von der Hofburg und dem Rennweg im Sommer. Vielleicht ist der Fotograf gerade von einem Kaffee von der&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Prachtbeispiel eines Masten-Fotos. Ich vermute, dieses Genre ist bisher in der Fotografie viel zu wenig beachtet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich ein entspanntes Bild von der Hofburg und dem Rennweg im Sommer. Vielleicht ist der Fotograf gerade von einem Kaffee von der Terrasse des Stadtcafés gekommen? Lang ist es her, dass man dort noch sitzen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Limousinen, die in beachtlicher Zahl am Rennweg parken, haben offenbar auch das Interesse eines Uniformierten erregt. Ist es ein Polizist. Zumindest der Schnitt der Uniformhosen ist noch aus finsterer Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Offen bleibt der Zweck des Mastenwaldes. Vielleicht die Vorbereitungen auf die Parade anlässlich des Französischen Nationalfeiertags am 14. Juli?</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Slg. Kreutz; MF-749)</p>
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		<title>Unscharf aber gut. Besonderes aus der Sammlung Kreutz &#8211; XXXIX</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/unscharf-aber-gut-besonderes-aus-der-sammlung-kreutz-xxxix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Morscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 22:05:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Baustellenfoto ohne richtiger Baustelle, aber doch mehr als ein Lager. Immerhin steht links am Rand ein ordentlicher Kran, der in einem Lager liegen würde. Das Schild der Universale Bau, aber auch von der Baufirma Stolz und von einer Firma&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Baustellenfoto ohne richtiger Baustelle, aber doch mehr als ein Lager. Immerhin steht links am Rand ein ordentlicher Kran, der in einem Lager liegen würde. Das Schild der Universale Bau, aber auch von der Baufirma Stolz und von einer Firma Hueber, deren Branche ich aber nicht kenne. Ein doch eher seltsamer Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich ist das oben eine Oberleitung, obwohl die Straße nicht sonderlich breit zu sein scheint. Ob Bus oder Bahn lässt sich hier zumindest von mir nicht sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Bauzeiten der umgebenden Häuser sind mannigfaltig. Rechts wohl ein Gründerzeitbau; oben mit sichtbaren Backsteinen. Links könnte – sehr, sehr spekulativ – ein Gebäude der späten Gründerzeit bis 1930er Jahre sein. Die Häuser im Hintergrund könnten jünger sein. 1960er? Ist das ein großer Balkon oder sind das Pawlatschen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo gehen wir eigentlich um? Hinten einigermaßen nahe die Rumer Spitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer kann diese fesche Aufnahme besser erläutern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Slg. Kreutz)</p>
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		<title>Aus der Chronik der Fischerschule: Schuljahr 1945/46 (3)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-3/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch der dritte und letzte Teil über das Schuljahr 1945/46 (hier Teil 1 und Teil 2) steht ebenfalls unter dem Zeichen von Entbehrungen, Wiederaufbau und Neuordnung &#8211; und letztendlich wohl auch Zufriedenheit mit dem Geleisteten: &#8222;Trotz aller Schwierigkeiten ist das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auch der dritte und letzte Teil über das Schuljahr 1945/46 (hier <a href="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-1/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-1/">Teil 1</a> und <a href="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/">Teil 2</a>) steht ebenfalls unter dem Zeichen von Entbehrungen, Wiederaufbau und Neuordnung &#8211; und letztendlich wohl auch Zufriedenheit mit dem Geleisteten: &#8222;<em>Trotz aller Schwierigkeiten ist das Schuljahr gut zu Ende gegangen,&#8220; </em>lautet Anton Strobls Fazit. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>1946</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erster Nachkriegswinter &#8211; Hunger und Not! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.1. Die Haspingerschule erhielt im Sieglanger eine Expositur bestehend aus 1 Klasse mit 2 Abteilungen, 26 Schülern, Lehrerin Johanna Brzostovsky.  </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>11.2. Röntgenuntersuchung der Lehrpersonen. Alle sind unterernährt, besonders aber Lehrer Knab, der Speck als Zubuße erhalten soll.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>16.2. Ende des 1. Halbjahres [&#8230;] 6 Kl. [Klassen], 231 Schzl. [Schulzeugnisse] 200 entspr., 15 nicht entspr., 16 nicht beurteilt. &#8211; 16 Schüler konnten nicht beurteilt werden, weil sie sich zur Erholung in der Schweiz befinden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.3. Die Ausbesserungsarbeiten sind nun soweit vorangeschritten, daß 7 Klassenzimmer benützt werden können. Die Maurer machen gegenwärtig den Verputz im 3. Stock und in den Gängen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.4. bis 23.4. Osterferien</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>24.4. Die Verputzarbeiten im Innern des Schulgebäudes sind beendet. Die Maler haben die Kanzlei des Schulleiters, das Konferenzzimmer und die Lehrmittelzimmer ausgemalt. Nun kann mit dem Einräumen und Registrieren der Lehrmittel und Bücher begonnen werden. Die Lehrmittel und Bücher wurden nach der Bombardierung aus dem Schutt herausgesucht und in der Volksschule Hötting untergebracht, zu Beginn dieses Schuljahres jedoch wieder an diese Schule übergeben. Leider ist ein großer Teil nicht mehr verwendbar.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>2.5. Proteststreik wegen Südtirol, unterrichtsfrei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>8.5. Jahrestag der Befreiung Österreichs und Ende des 2. Weltkrieges, schulfrei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em> 2. u. 3.6. Einschreibung f. d. 1. Klasse</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>18. u 19.6. Nacheinschreibung. Ergebnis der Einschr. 90 Schüler für die 1. Klasse</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>25.6. Innsbrucks Jugend dankt der Jugend von Glarus für die Kartoffelspende. Die schönsten Schülerzeichnungen werden übersandt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>28.6. Trotz aller Schwierigkeiten ist das Schuljahr gut zu Ende gegangen. An dem feierlichen Schlußgottesdienst in der Herz-Jesukirche nahm der gesamte Lehrkörper mit allen Schülern teil. Hernach war Zeugnisverteilung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Bild: Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-7-170; Text: Stadtarchiv Innsbruck, Archiv der VS Fischerstraße 22.13.01.03 Schulchronik, 4. Buch Knabenschule bzw. Volksschule Haspingerstraße, Wilten, Schuljahr 1945/46 – 1983/84).</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Auflösung &#8211; Was wird denn hier gebaut?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hanna Fritz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 18:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Natürlich kam von allen Rätselnden zu unserem letztwöchigem Bau-Rätsel der richtige Hinweis, dass es sich hier natürlich nicht um die Höttinger Auffahrt handelt. Unser Titelbild stammt aus derselben Serie wie das Rätselbild, wurde also ebenso am 18. März 1972 aufgenommen.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kam von allen Rätselnden zu unserem <a href="https://innsbruck-erinnert.at/was-wird-denn-hier-gebaut-3/">letztwöchigem Bau-Rätsel</a> der richtige Hinweis, dass es sich hier natürlich nicht um die Höttinger Auffahrt handelt. Unser Titelbild stammt aus derselben Serie wie das Rätselbild, wurde also ebenso am 18. März 1972 aufgenommen. Wir blicken auf die Ecke Speckweg/Schneeburggasse, im Vordergrund sehen wir noch ein kleines Eck des Parks rund um die Kapelle zum Großen Gott. Der beeindruckendste Bau ist meiner Meinung nach aber gar nicht der neu entstehende Rohbau, sondern das damals auch noch brandneue Chirurgie-Gebäude im Hintergrund, das damals in seiner Größenordnung noch relativ einsam war&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Fotograf: Kurt Reuter, Stadtarchiv Innsbruck, KR-NE-9018)</p>
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		<title>Einsatz für die Feuerwehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 11:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Häuser]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist es beinahe undenkbar, eine Postkarte, die als Motiv einen Unglücksfall zeigt, zu versenden. Zu Zeiten in denen es kein Fernsehen gab und in den Zeitungen kaum Bildmaterial verwendet wurde, war es nicht unüblich Postkarten mit Motiven von Sturmschäden,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute ist es beinahe undenkbar, eine Postkarte, die als Motiv einen Unglücksfall zeigt, zu versenden. Zu Zeiten in denen es kein Fernsehen gab und in den Zeitungen kaum Bildmaterial verwendet wurde, war es nicht unüblich Postkarten mit Motiven von Sturmschäden, Überschwemmungen und anderen Katastrophen zur &#8222;Information&#8220; oder zur &#8222;Erinnerung&#8220; herzustellen und auch zu versenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 17. Mai 1913 gelaufene Postkarte zeigt die Möbelfabrik Michael Brüll in der Anichstraße Nummer 7.  Zahlreiche Feuerwehrleute sind gerade mit dem Löschen eines Brandes, der am Vormittag des 17. Mai 1913 ausbrach, beschäftigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Innsbrucker Nachrichten vom 19. Mai wurde über den Vorfall ausführlich berichtet: <em>„(Der Dachbrand bei Brüll.) Nach der Beendigung der Löschaktion am Haupthause der Möbelfabrik Brüll in der Anichstraße hat der gegen Mittag ziemlich heftig einsetzende Wind noch einiges Unheil dazugefügt. Der Dachstuhl war zur Gänze dem Feuer zum Opfer gefallen, es ragten nur mehr die Firstmauern empor. Gegen 1 Uhr mittags ist nun die freihstehende, aus einer Ziegellage aufgebaute First­mauer an der Südostseite des Hauses vom Winde umgestoßen worden und mit großem Gepolter stürzte das Mauerwerk vom Dache her­ab. Zum Glücke wurde von den umherfliegen­den Ziegelstücken niemand auf der Straße ge­troffen, denn der Großteil des Mauerwerks fiel auf den Anbau am Brüllhause, wo die Firma ein kleines Arrangement von Möbeln ausgestellt hatte. Darin befanden sich eine Speisezimmer- und eine Schlafzimmereinrichtung, die natürlich in kleine Trümmer geschlagen wurde.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, Sommer 4-210)</p>
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		<title>Start frei für Dalli Klick_Teil 1.5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Renate Ursprunger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 12:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem letzten Klick ist das Foto nun voll sichtbar. Gefehlt hat bisher noch das Gelände der Messe, die sich in der Zwischenzeit baulich stark verändert hat. Schon beim vierten Klick gab es einiges zu entdecken – allen voran der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem letzten Klick ist das Foto nun voll sichtbar. Gefehlt hat bisher noch das Gelände der Messe, die sich in der Zwischenzeit baulich stark verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Schon beim vierten Klick gab es einiges zu entdecken – allen voran der jüngste Neu- und Umbau der Bundespolizeidirektion. Verschwunden ist hingegen das Bürgerbräu mit seinen Schloten auf dem einst weitläufigen Areal. Der dahinterliegende, freistehende Gebäudekomplex hat mich anfangs etwas irritiert: Es handelt sich dabei um die Gebietskrankenkasse. Auch der Kapuzinergarten war damals noch wesentlich größer. Heute stehen auf dem ehemaligen Wald ein moderner Wohnbau sowie das Nothburgaheim. Am oberen Rand des Bildes schaut noch das Einkaufszentrum Sillpark hervor.<br><br>Was fällt Ihnen beim Blick auf das Foto noch auf?<br><br>(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph/A-24757-21)</p>
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		<title>Die Bürgermeister von Inspruck (X.)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 16:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Amtsnachfolger Peers, Franz Xaver Maria Josef Rapp (1823-1889), war wie er Jurist. Ebenso zogen sie beide während des Revolutionsjahres 1848 an die italienische Grenze, Peer als Teil einer Studenten-, Rapp bei einer Scharfschützenkompanie. Wie Peer gehörte auch er der konservativen Partei an (wobei in manche Quellen als „gemäßigt konservativ“, andere als „erzkonservativ“ beschreiben“), darüber hinaus war er auch für die ersten zwei Jahre von Peers Amtszeit dessen Vizebürgermeister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Kaiser im Juni 1867 die Wahl Rapps bestätigte, verlieh er Peer gleichzeitig den Orden der Eisernen Krone. Seine Amtszeit wurde jedoch durch seinen frühen Rücktritt am 27. Februar 1869 beendet. Anlass dafür war die Umsetzung des Schulgesetzes vom 25. Mai 1868. Dieses Gesetz war eines der sog. Maigesetze, welche eine stärkere Trennung zwischen Kirche und Staat herstellten. Es wurde erstmals eine Zivilehe für interkonfessionelle Ehepaare eingeführt, ebenso duften Kinder ab dem 14. Lebensjahr ihr Bekenntnis frei wählen und v.a. war es nun auch möglich ohne Bekenntnis zu sein. Das erwähnte Schulgesetz etablierte den Staat anstatt der Kirche als oberste Autorität im Bildungswesen: „§1. Die oberste Leitung und Aufsicht über das gesamte Unterrichts- und Erziehungswesen steht dem Staate zu und wird durch die hierzu gesetzlich berufenen Organe ausgeübt.“ Entsprechend diesem Gesetz übertrug im Februar 1869 die k.k. Statthalterei den Bürgermeister und Stadtmagistrat von Innsbruck das Aufsichtsrecht über die Volksschulen der Stadt. Aufgrund dieser Anordnung sah sich Rapp gezwungen, zurückzutreten, da er sie nicht mit seinen politischen und religiösen Überzeugungen vereinbaren konnte: <em>„erstens sehe er sie in politischer Beziehung als verfassungswidrig an, als einen Eingriff in die Landesgesetzgebung, und zweitens widerstrebe sie seiner inneren, religiösen Überzeugung, da er sich nicht damit einverstanden erklären kann, dass die Oberaufsicht über die Schulen der Kirche abgenommen werde.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war jedoch nicht das Ende seiner politischen Karriere. Bereits seit 1864 saß er auch im Tiroler Landtag und 1871 wurde er zum Landeshauptmann ernannt. Ebenso wurde ihm der Orden der Eisernen Krone verliehen und er damit in den Ritterstand erhoben; 1883 wurde er zum Freiherrn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Ph-A-995-1-40 – Grab von Franz Rapp Freiherr von Heidenburg am Westfriedhof)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Eine Wohltätigkeitsveranstaltung anno 1824</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelika Kollmann-Rozin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 12:44:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Titelbild zeigt eine Veranstaltungsankündigung aus dem Jahr 1824. Der Leiter der Kommission in Armensachen, Heinrich von Payr, lud darin alle Interessierten zu einem am 30. August 1824 stattfindenden Konzert im großen Redouten-Saal ein. Der Erlös der Veranstaltung sollte bedürftigen&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Titelbild zeigt eine Veranstaltungsankündigung aus dem Jahr 1824. Der Leiter der Kommission in Armensachen, Heinrich von Payr, lud darin alle Interessierten zu einem am 30. August 1824 stattfindenden Konzert im großen Redouten-Saal ein. Der Erlös der Veranstaltung sollte bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu Gute kommen. Dem Programm ist zu entnehmen, dass die &#8222;hiesigen Herren Musik-Dilettanten&#8220; unter Mitwirkung zweier Opernsängerinnen der &#8222;italienischen Operngesellschaft&#8220;, Signora Cavalli und Signora Valesi, konzertieren würden. Der Begriff &#8222;Musikdilettant&#8220; klingt in der heutigen Zeit doch ziemlich negativ, aber im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit dieser Bezeichnung nur zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei den Künstlern um &#8222;Amateure&#8220; und keine Berufsmusiker handelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. September 1824 veröffentlichte &#8222;<em>Der Kaiserlich Königlich privilegirte Bothe von und für Tirol und Vorarlberg</em>&#8220; folgende Danksagung des Veranstalters: <em>„Die von einigen Herren Musik-Dilettanten, unter Leitung des ausgezeichneten Tonkünstlers Herrn Johann Herzog, Konzepts- Praktikanten bei der wohllöbl. k. k. Polizei-Direktion dahier, gestern veranstaltete große musikalische Akademie war neuerlich eine Quelle des Segens für die leidende Menschheit. Sie gewährte, ohne Abzug der Kosten, eine Einnahme von 106 fl. 12 kr. R. W. für den Armenfond. Das Bewußtseyn und die Segenswünsche der Armen sind der schönste Lohn der Wohlthätigkeit; dadurch wird aber die Pflicht der Dankbarkeit nicht aufgehoben, welcher die unterzeichnete Kommission durch Bezeugung des innigsten Dankes hiermit entspricht, den sie nicht nur den Bemühungen der Herren Dilettanten, und der mitwirkenden Künstler und Künstlerinnen der italienischen Operngesellschaft, sondern auch den edlen Menschenfreunden dieser Hauptstadt für diesen wiederholten Beweis Ihrer Theilnahme an der Armenversorgung mit wahrhaft gerührtem Herzen zollt. Innsbruck, den 31. Aug. 1824. Die Kommission in Armensachen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, VO-1577)</p>
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