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	Kommentare zu: Baracke oder Wohnhaus? &#8211; Rasche Zweifel	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jan 2026 19:08:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/baracke-oder-wohnhaus-rasche-zweifel/comment-page-1/#comment-70235</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 19:08:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Grundübel ist halt, dass man die Deckung der Grundbedürfnisse und sozialer Errungenschaften wie Krankenversicherung und Pensionssystem mit unternehmerischen Methoden lösen möchte. Man hat schon tausende Bücher geschrieben.

Die Frage Baracke oder Wohnhaus hab ich vor dem Text auf die am Foto sichtbaren Baracken bezogen, also Lagerraum oder Behausung (Antwort &quot;sieht man Kamine oder keine&quot;).

Vielleicht spielt auch der Gedanke mit, dass der Zuzug in die Stadt nicht allzu attraktiv sein sollte. Aber diese Überlegung wurde durch die Südtiroler Zuwanderung, die die Freilandreserve schlagartig verringerte, sowieso über den Haufen geworfen. 

Dass man eine Baracke schneller hinstellen kann als einen Massivbau ist sowieso klar aber kein Argument, wenn man sich politisch empören möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Grundübel ist halt, dass man die Deckung der Grundbedürfnisse und sozialer Errungenschaften wie Krankenversicherung und Pensionssystem mit unternehmerischen Methoden lösen möchte. Man hat schon tausende Bücher geschrieben.</p>
<p>Die Frage Baracke oder Wohnhaus hab ich vor dem Text auf die am Foto sichtbaren Baracken bezogen, also Lagerraum oder Behausung (Antwort &#8222;sieht man Kamine oder keine&#8220;).</p>
<p>Vielleicht spielt auch der Gedanke mit, dass der Zuzug in die Stadt nicht allzu attraktiv sein sollte. Aber diese Überlegung wurde durch die Südtiroler Zuwanderung, die die Freilandreserve schlagartig verringerte, sowieso über den Haufen geworfen. </p>
<p>Dass man eine Baracke schneller hinstellen kann als einen Massivbau ist sowieso klar aber kein Argument, wenn man sich politisch empören möchte.</p>
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		<title>
		Von: Henriette Stepanek		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/baracke-oder-wohnhaus-rasche-zweifel/comment-page-1/#comment-70232</link>

		<dc:creator><![CDATA[Henriette Stepanek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 18:00:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, das waren sie. Die Prügelbaubaracken.
Und mit meiner Nonna war ich dort zwei- oder dreimal während des Krieges auf Besuch. Ich erinnere mich gut an den langen Gang. An die Wohnungseingangstüre auf der Westseite. Wir klopften - und ein herzliches &quot;Ja, wer kommt denn da?&quot;, als wir die Küchentüre öffneten.
Links von der Türe die Kredenz - daneben an der Querwand die Türe in ein Zimmer - dann Eckbank und Tisch. Geradeaus ein Fenster - zum Garten hinaus. Im Westen sah man diesen Fachwerkbau. Zum Fensterbrett hinauf eine kleine Holzstiege (so wie bei den WaggonbewohnerInnen auf den Fotos) und vom Fenster draußen abwärts in den Garten wieder eine. Rechts neben dem Fenster ein niedriges Küchenkastl. Daneben - in der rechten Wand - die Türe in ein zweites Zimmer, anschließend ein etwas größerer Sparherd.
Und - wie wunderbar - es gab eine Katze! Und ich konnte sie streicheln.
Nonna und Frau Maria plauderten miteinander. Dann stieg Frau Maria in den Garten hinaus und kam wieder mit Gemüse, das sie uns schenkte.
Das war noch - eben während des Krieges - bevor ihr älterer Sohn Karl  am 29.6.42 tödlich verunglückt war.
Er wurde am Mühlauer Friedhof begraben. Es war ein sehr heißer Tag, als  dieses Begräbnis stattfand. Schwarz verschleiert, wie sie damals dort stand, habe ich sie fast nicht wiedererkannt.  
Noch ein- oder zweimal war ich mit Nonna dort - und wir kamen nie mit leeren Händen zurück.
Und dann die Bomben. Und unsere Evakuierung nach Erl. Und eine Postkarte von Frau Maria &quot;Habe gehört, was geschehen ist und wo ihr jetzt seid&quot; erreichte uns in Erl &quot;Beim Blauen&quot;, wohin wir eingewiesen worden waren.
Später, von Fritzens aus, mußten wir nach Innsbruck. Zum Zahnarzt. Die Nonna hatte die Mama noch gebeten:&quot;Tu mir den Gefallen - und schau mir bei der Frau Maria vorbei, schau wies ihr geht und grüß sie schön.&quot;
Es war ein trüber kühler Tag. Und als wir kamen, sagte Frau Maria bedrückt &quot;...und jetzt hab ich gar nix...&quot; und rief  &quot;Doch! Eine warme Erbsensuppe!&quot; Die köchelte hinten am Herd im großen Kessel vor sich hin, Und sie stellte uns beiden je eine kleine Schüssel warmer Erbsensuppe hin...
Ja - ist zu persönlich. Nein, hat nichts mit &quot;Innsbruck erinnert sich&quot; zu tun. Ja. Über dieser Familie lag wohl das, was man &quot;einen Unstern&quot; nennt....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das waren sie. Die Prügelbaubaracken.<br />
Und mit meiner Nonna war ich dort zwei- oder dreimal während des Krieges auf Besuch. Ich erinnere mich gut an den langen Gang. An die Wohnungseingangstüre auf der Westseite. Wir klopften &#8211; und ein herzliches &#8222;Ja, wer kommt denn da?&#8220;, als wir die Küchentüre öffneten.<br />
Links von der Türe die Kredenz &#8211; daneben an der Querwand die Türe in ein Zimmer &#8211; dann Eckbank und Tisch. Geradeaus ein Fenster &#8211; zum Garten hinaus. Im Westen sah man diesen Fachwerkbau. Zum Fensterbrett hinauf eine kleine Holzstiege (so wie bei den WaggonbewohnerInnen auf den Fotos) und vom Fenster draußen abwärts in den Garten wieder eine. Rechts neben dem Fenster ein niedriges Küchenkastl. Daneben &#8211; in der rechten Wand &#8211; die Türe in ein zweites Zimmer, anschließend ein etwas größerer Sparherd.<br />
Und &#8211; wie wunderbar &#8211; es gab eine Katze! Und ich konnte sie streicheln.<br />
Nonna und Frau Maria plauderten miteinander. Dann stieg Frau Maria in den Garten hinaus und kam wieder mit Gemüse, das sie uns schenkte.<br />
Das war noch &#8211; eben während des Krieges &#8211; bevor ihr älterer Sohn Karl  am 29.6.42 tödlich verunglückt war.<br />
Er wurde am Mühlauer Friedhof begraben. Es war ein sehr heißer Tag, als  dieses Begräbnis stattfand. Schwarz verschleiert, wie sie damals dort stand, habe ich sie fast nicht wiedererkannt.<br />
Noch ein- oder zweimal war ich mit Nonna dort &#8211; und wir kamen nie mit leeren Händen zurück.<br />
Und dann die Bomben. Und unsere Evakuierung nach Erl. Und eine Postkarte von Frau Maria &#8222;Habe gehört, was geschehen ist und wo ihr jetzt seid&#8220; erreichte uns in Erl &#8222;Beim Blauen&#8220;, wohin wir eingewiesen worden waren.<br />
Später, von Fritzens aus, mußten wir nach Innsbruck. Zum Zahnarzt. Die Nonna hatte die Mama noch gebeten:&#8220;Tu mir den Gefallen &#8211; und schau mir bei der Frau Maria vorbei, schau wies ihr geht und grüß sie schön.&#8220;<br />
Es war ein trüber kühler Tag. Und als wir kamen, sagte Frau Maria bedrückt &#8222;&#8230;und jetzt hab ich gar nix&#8230;&#8220; und rief  &#8222;Doch! Eine warme Erbsensuppe!&#8220; Die köchelte hinten am Herd im großen Kessel vor sich hin, Und sie stellte uns beiden je eine kleine Schüssel warmer Erbsensuppe hin&#8230;<br />
Ja &#8211; ist zu persönlich. Nein, hat nichts mit &#8222;Innsbruck erinnert sich&#8220; zu tun. Ja. Über dieser Familie lag wohl das, was man &#8222;einen Unstern&#8220; nennt&#8230;.</p>
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