

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pascal Permann &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
	<atom:link href="https://innsbruck-erinnert.at/author/pwirth/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://innsbruck-erinnert.at</link>
	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
	<lastBuildDate>Wed, 03 Jun 2026 19:59:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8</generator>

<image>
	<url>https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2020/04/cropped-Innsbruck-logo512-1-32x32.jpg</url>
	<title>Pascal Permann &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
	<link>https://innsbruck-erinnert.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Innsbruck &#8211; Mechelen (I.)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iv/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iv/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=87199</guid>

					<description><![CDATA[1490 etablierte Maximilian I. den ersten regelmäßigen Kurierdienst in Europa. Die Route führte von Innsbruck zur habsburgischen Residenzstadt in den Niederlanden &#8211; Mechelen (heutiges Belgien). 500 Jahre später bot dieses Jubiläum Anlass zu Feierlichkeiten, sowohl in Innsbruck, als auch in&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>1490 etablierte Maximilian I. den ersten regelmäßigen Kurierdienst in Europa. Die Route führte von Innsbruck zur habsburgischen Residenzstadt in den Niederlanden &#8211; Mechelen (heutiges Belgien). 500 Jahre später bot dieses Jubiläum Anlass zu Feierlichkeiten, sowohl in Innsbruck, als auch in Mechelen. In Belgien, Österreich, sowie dem damals noch geteilten Deutschland wurden besondere Postmarken herausgegeben (die DDR erlebte dieses Jubiläum noch knapp, die Postmarken erschienen im Januar 1990, schon nach dem Mauerfall, aber noch vor dem offiziellen Ende der DDR). </p>



<p>Wenn anfänglich erwähnt wurde, dass dieser Kurierdienst von Maximilian etabliert wurde, so ist das nur die halbe Wahrheit, denn der chronisch in finanziellen Engpässen steckende Kaiser hatte diese Aufgabe nicht selbst übernommen. Massimiliano senza danaro, wie man ihn in Italien wegen diesem Umstand spöttisch nannte, übergab den Betrieb an Janetto und Fancesco de Tassis, heute natürlich besser unter dem eingedeutschen Namen Taxis bekannt. </p>



<p>(Feirlichkeiten in der Altstadt, Signatur Ph-23676)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iv/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Innsbruck vor hundert Jahren?</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/innsbruck-vor-hundert-jahren/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/innsbruck-vor-hundert-jahren/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=87099</guid>

					<description><![CDATA[Heute einmal ein schwieriges Rätsel – wo sind wir hier? Nein, Scherz beiseite, wo wir hier sind, ist natürlich klar, die Frage ist wann. Grob kann man anhand der Automobile wohl sagen, dass wir uns in der Zwischenkriegszeit befinden. Da&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute einmal ein schwieriges Rätsel – wo sind wir hier? Nein, Scherz beiseite, wo wir hier sind, ist natürlich klar, die Frage ist <em>wann</em>. Grob kann man anhand der Automobile wohl sagen, dass wir uns in der Zwischenkriegszeit befinden. Da noch österreichischen Flaggen die Gebäude zieren, ist es auch noch vor 1938. Aber lassen sich Anhaltspunkte in diesem beliebten Postkarten-Motiv finden, mit denen man den Zeitpunkt der Aufnahme besser eingrenzen kann?</p>



<p>(Signatur KR-PL-989)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/innsbruck-vor-hundert-jahren/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Urkunden – klein und groß (III.)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iii/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iii/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 19:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=87051</guid>

					<description><![CDATA[Während des Mittelalters und bis weit in die Neuzeit hinein waren gerichtliche Zuständigkeiten ein grauenhafter Flickenteppich. Noch kurz vor der französischen Revolution war eine der Klagen der Bevölkerung die hoffnungslose Verworrenheit der Kompetenzen der Gerichte des Ancien Régime. So mancher&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="block-4a659cb8-53ec-48c9-934d-4b63001de569">Während des Mittelalters und bis weit in die Neuzeit hinein waren gerichtliche Zuständigkeiten ein grauenhafter Flickenteppich. Noch kurz vor der französischen Revolution war eine der Klagen der Bevölkerung die hoffnungslose Verworrenheit der Kompetenzen der Gerichte des Ancien Régime. So mancher Bürger, der den Rechtsweg beschreiten wollte, wurde durch die entstehenden Kosten beinahe in den Bankrott getrieben bis überhaupt in Erfahrung bringen konnte, vor welchem Gericht er seine Klage korrekt einzubringen hatte.  Nicht nur waren die Kompetenzen territorial oft nicht klar abgegrenzt, sie variierten natürlich nach Art des Prozesses und auch hier gab es zahllose Streitfälle. Gerichtshoheit war dabei ein bedeutender Bestandteil von politischer Autorität und war somit heiß umkämpft. Um auf das Thema der Hexenverbrennungen zurückzukommen, das in einem Beitrag kürzlich erwähnt wurde, in Mecklenburg gab es einen Fall, in dem eine Dienstmagd von einem adeligen Grundherrn wegen Hexerei zum Tode verurteilt wurde. Vor ihrer Hinrichtung wurde sie von Soldaten des benachbarten Grafen aus ihrer Zelle befreit – nur um anschließend erneut, diesmal von ihrem vermeintlichen Befreier, zum Tode verurteilt, und nun auch wirklich hingerichtet zu werden. Damit sollte eindringlich demonstriert werden, wer für das besagte Landgut die „hohe Gerichtsbarkeit“ innehatte.</p>



<p>Aber nun zu der hier zu sehenden Urkunde, es ist, Sie werden es schon geahnt haben, mal wieder ein Schriftstück aus der Kanzlei von Heinrich <em>von gots gnaden chunuech ze Pehaim und ze Polen</em> – unserem böhmisch-polnischer König, der weder Böhmen noch Polen beherrschte. Der arme Mann musste sich mit dem Herzogtum <em>Chernden </em>und den Grafschaften <em>Tyrol </em>und <em>Gortz </em>abfinden. Wenn Sie Ihre Tränen fortgewischt haben, können wir den Rest der Urkunde betrachten. Wie für eine Urkunde aus dem Innsbrucker Stadtarchiv wenig überraschend, wandte sich Heinrich and die <em>purger ze Inspruk&nbsp;</em>und gestand ihnen das Recht zu, bei <em>chlag </em>vor Gericht ihren Mitbürgern, also dem Stadtgericht, zu unterstehen.</p>



<p>Als er den Innsbruckern dieses Privileg zugestand, im Jahr 1319, nach <em>Sankt </em>Blasientag, also kurz nach dem 3. Februar, weilte Heinrich jedoch nicht in Tirol, sondern in Graz.</p>



<p>Signatur U-23</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-iii/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Urkunden &#8211; klein und groß (II.)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-ii/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-ii/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 20:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86935</guid>

					<description><![CDATA[Hier sehen wir noch eine Urkunde des Königs von Böhmen und Polen, der zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren nicht mehr in Böhmen regierte und in Polen niemals regiert hatte. Interessanterweise tituliert er sich hier nicht nur als Graf ze&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hier sehen wir noch eine Urkunde des Königs von Böhmen und Polen, der zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren nicht mehr in Böhmen regierte und in Polen niemals regiert hatte. Interessanterweise tituliert er sich hier nicht nur als <em>Graf ze Tyrol</em>, wie im ersten Artikel, sondern als <em>Graf ze Tyrol und ze Gortz</em>. Dabei war die Grafschaft Görtz keine neue Erwerbung, sondern Teil seines väterlichen Erbes.</p>



<p>Die Bestimmungen, die hier verlautbart wurden, sind weniger deutlich formuliert als die der letzten Urkunde. Heinrich richtet sich in diesem <em>brief </em>an <em>die purger ze Inspruk</em>, soweit so klar. Der Rest ist aber etwas schwieriger zu durchschauen, es scheint um den Schutz von verschuldeten Bürgern zu gehen, die sich für den Landesherrn eingesetzt haben (<em>die für uns schaden genommen habent</em>) sowie für Witwen, was vielleicht nahelegt, dass es dabei um den Kriegsdienst ging. Ebenfalls festgelegt ist, dass dies der genommene Schaden, bzw. der Witwenstand in irgendeiner Form bewiesen werden musste (<em>die das bezaigen muegen</em>).</p>



<p>Umso sorgfältiger wird dafür zum einen angekündigt, dass die Urkunde mit <em>unserm hangenden insigel </em>versehen werden sollte und auch haben wir im Unterschied zu letzten Urkunde ein genaues Datum mit Jahresangabe: <em>nach christes geburt drutzehen hundt jar in dar nach in dem achtzendem Jar, an sankt agnesen tag </em>– also dem 21. Januar 1318.</p>



<p>(Signatur U-20)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross-ii/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Urkunden – klein und groß</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 20:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86863</guid>

					<description><![CDATA[Nicht alle Urkunden sind großformatige Schriftstücke, an denen goldene Siegel an seidenen Schnüren hängen. Alltäglicheres Schriftgut wurde auch weniger repräsentativ gestaltet. Hier sehen wir so ein eher unscheinbares Exemplar. Ausgestellt von Heinrich, von Gotts genaden Chunik ze Behaim und ze&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nicht alle Urkunden sind großformatige Schriftstücke, an denen goldene Siegel an seidenen Schnüren hängen. Alltäglicheres Schriftgut wurde auch weniger repräsentativ gestaltet. Hier sehen wir so ein eher unscheinbares Exemplar. Ausgestellt von Heinrich, <em>von Gotts genaden Chunik ze Behaim und ze Polan&nbsp;Herzeg ze Chernden</em> <em>und Graf ze Tyrol. </em>Der Fürst aus der Dynastie der Meinhardiner befreite mit diesem Schreiben an die Zollmeister von <em>Potzen </em>Lebensmittel, die für die <em>purgen ze Inspruk und ze Hall </em>bestimmt waren, von den Zöllen.</p>



<p>Laut den Regesten zu der Urkundensammlung ist die Urkunde auf kurz nach 1310 zu datieren. Die Urkunde selbst verrät uns nur, dass sie <em>des suntags nach sankt pauls becherung</em>, also am 25. Januar ausgestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Heinrich bereits nicht mehr der König von Böhmen. Er war 1307 dazu gewählt worden, aber bereits drei Jahre später verlor er seine Krone wieder, die in der Folge an die Luxemburger überging. König von Polen war er de facto nie gewesen. Beide Titel hatte er über seine Frau Anna Přemyslovna geerbt, nachdem ihr Bruder, Wenzel III. ermordet worden, und damit die männliche Linie der Přemysliden ausgestorben war. In Böhmen hatte er zumindest kurz tatsächlich regiert, in Polen wurde aber ein anderer König als Nachfolger Wenzels gewählt. </p>



<p>(Signatur U-9)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/urkunden-klein-und-gross/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die fremde Hexe</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/die-fremde-hexe/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/die-fremde-hexe/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 11:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86727</guid>

					<description><![CDATA[„Viele Menschen oder Völker können dahin kommen zu glauben, mehr oder weniger bewusst, dass jeder Fremde ein Feind sei.“ schrieb der Holocaust-Überlebende Primo Levi (1919-1987) in seiner Autobiographie Se questo è un uomo (dt. Ist das ein Mensch?). Diese menschliche&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Viele Menschen oder Völker können dahin kommen zu glauben, mehr oder weniger bewusst, dass jeder Fremde ein Feind sei.“ schrieb der Holocaust-Überlebende Primo Levi (1919-1987) in seiner Autobiographie <em>Se questo è un uomo</em> (dt. Ist das ein Mensch?). Diese menschliche Neigung zieht sich wie ein langer schwarzer Faden durch die Menschheitsgeschichte. Auch bei Verbrechen, wo Xenophobie nicht das maßgebliche Motiv war, tritt Skepsis oder Hass gegenüber dem Fremden als düsterer Gehilfe im Hintergrund auf. So war es auch bei den Hexenverfolgungen im 16. und 17. Jahrhundert. Unter den Opfern waren fast überall Ortsfremde überproportional vertreten. In zahllosen Gerichtsprotokollen und Zeugenaussagen finden sich Passagen, in denen es heißt, dass diese/r oder jene/r Frau oder Mann misstrauisch beäugt worden sei, seit sie oder er ins Dorf gezogen war. Seit sie hier eingeheiratet hat, sterben immer wieder die Schweine, gedeiht das Korn nicht recht, wird die Milch schneller sauer, etc. Diese Skepsis verjährte auch nicht, oft gerieten Unglückliche in das Visier der Verfolgung, nachdem sie Jahrzehnte in einem Ort gelebt hatten und plötzlich erinnerten sich die Nachbarn, was alles schlechter geworden war, seit er oder sie eingezogen war.</p>



<p>Was diesen Fremdenhass aus heutiger Sicht besonders kurios macht, sind die lächerlichen Distanzen, die ausreichten, um jemanden als „fremd“ zu sehen. So wurde etwa 1586 eine Tirolerin namens Ursula Glöck verhaftet, nicht zuletzt, weil ihre Nachbarn diese „Fremde“ misstrauisch beäugten. In welche fernen Gefilde hatte sie sich vorgewagt? Nach Garmisch.</p>



<p>Einer ihrer Nachbarn beschuldigt die 55-jährige Frau der Hexerei. Seine Beweise? Viele seiner Kühe seien krank und aus dem Rahm ließe sich keine Butter schlagen. Ein Freund habe ihm den Trick verraten, wie der Schuldige zu finden sei. Man stelle einen mit Wasser gefüllten Tontopf aufs Feuer, bis er springt. Der nächste, der ins Haus komme, sei der Übeltäter – und siehe da, kein anderer als diese verdächtige Fremde kam herein, nachdem der Topf gesprungen war. Aufgrund dieser schwerwiegenden Beweise wurde Ursula Glöck am 28. September 1589 von der Obrigkeit verhaftet und im Amtshaus inhaftiert. Ihre Verhaftung war der Startschuss zu einer Reihe von Hexenverfolgungen in Garmisch und den umliegenden Dörfern. Sie und zwei andere Frauen wurden „peinlich befragt“, nachdem man die Erlaubnis des Freisinger Hochstiftes eingeholt hatte. Unter der Folter gestanden sie, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Weitere Verhaftungen folgten. Am 5. Februar 1590 wurde Ursula Glöck zusammen mit drei anderen Frauen am Scheiterhaufen verbrannt. Sie waren die ersten von 51 Menschen, 50 Frauen und einem Mann, die im Laufe von 2 Jahren in Garmisch für ihre „Verbrechen“ den Feuertod fanden.</p>



<p>(Postkarte aus dem fernen Garmisch-Partenkirchen, Ph-37385)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/die-fremde-hexe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kohlstatt</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/die-kohlstatt/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/die-kohlstatt/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 16:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86614</guid>

					<description><![CDATA[In Dreiheiligen, unweit von der Sill, findet sich heute die Kohlstattgasse. Früher wurde die gesamte Gegend als Kohlstatt bezeichnet, benannt nach den Schmelzhütten, die einst dort rauchten. Erstmals erfahren wir 1446 von einer solchen an der Sill, in der silberhaltiges&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In Dreiheiligen, unweit von der Sill, findet sich heute die Kohlstattgasse. Früher wurde die gesamte Gegend als Kohlstatt bezeichnet, benannt nach den Schmelzhütten, die einst dort rauchten.</p>



<p>Erstmals erfahren wir 1446 von einer solchen an der Sill, in der silberhaltiges Erz geschmolzen wurde. Der Tiroler Landesfürst (damals Herzog Sigismund) ließ dort zum einen die Fron, ein Anteil von 10 Prozent des Erzes, der ihm aus allen Minen in Tirol zustand, sowie auch das Erz aus Bergwerken in seinem direkten Besitz schmelzen. Das wichtigste Bergbaurevier in landesfürstlichem Besitz, und überhaupt in Tirol, bis Schwaz im Laufe der zweiten Hälfte des Jahrhunderts aufblühte, war damals das Gebiet um Sterzing und Gossensass.</p>



<p>Irgendwann um die Wende zum 16. Jahrhundert stellten diese Hütten ihren Betrieb ein. 1526 werden sie beiläufig bei der Übertragung eines Grundstückes genannt, zu diesem Zeitpunkt standen sie offenbar schon längere Zeit still. Stattdessen rauchten die Schlote nun nördlich des Inns am Mühlauer Bach. Dort standen nicht nur Schmelzhütten, sondern auch die Werkstätten von Schmieden und Plattnern. 1492 trat Herzog Sigismund die Herrschaft auf Druck der Stände an Kaiser Maximilian ab. Es blieb allerdings noch bis zu seinem Tod vier Jahre später Besitzer der besagten Betriebe in Mühlau. Zu dieser Zeit wurden die dortigen Schmelzhütten umfassend erweitert, um Silber auch nach dem in Nürnberg entwickelten <em>Saigerverfahren </em>zu gewinnen. Dabei wurde Kupfererz, welches einen geringen Silberanteil enthielt, der früher nicht verwertet werden konnte, mit Blei eingeschmolzen. Das Silber verband sich mit dem Blei, von dem es dann in einem weiteren Verfahrensschritt getrennt werden konnte.</p>



<p>(Signatur Ph-10660)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/die-kohlstatt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Venedig nach Augsburg</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/von-venedig-nach-augsburg/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/von-venedig-nach-augsburg/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86572</guid>

					<description><![CDATA[Bevor portugiesische Seefahrer den Weg nach Indien über das Kap der Guten Hoffnungen erkundeten, wurden die begehrten Waren des indischen Subkontinents und der indonesischen auf verschiedenen Wegen nach Ägypten und die Häfen der Levante transportiert. Von dort brachten venezianische Händler&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bevor portugiesische Seefahrer den Weg nach Indien über das Kap der Guten Hoffnungen erkundeten, wurden die begehrten Waren des indischen Subkontinents und der indonesischen auf verschiedenen Wegen nach Ägypten und die Häfen der Levante transportiert. Von dort brachten venezianische Händler sie in ihre Heimatstadt, ehe sie dann in Europa verteilt wurden.</p>



<p>Ein bedeutender Weg führte dabei von der Markusrepublik über die Alpenpässe und damit auch über Innsbruck. In diesen Zeiten, bevor es so etwas wie freien Personen- und Warenverkehr gab, genossen verschiedene Händler unterschiedliche Privilegien, die sie von bestimmten Zöllen und anderen Handelsbeschränkungen befreien konnten. Bürger einer bedeutenden freien Reichsstadt wie Augsburg, genossen dabei mehr solcher Vorteile als andere. Zwei solcher Händler waren Jörg Aerb und Paul Müller, die 1461 aus Venedig zurückkehrten, sie hatten <em>kurzlich etlich Kaufmanschaft zu Venedig […] erkauft.</em> Der Begriff „Kaufmannschaft“ bezeichnete dabei im damaligen Sprachgebrauch je nach Kontext, wie hier, auch die Waren der Kaufleute. Die Kaufmänner wollten die Waren <em>anhaim </em>zurück nach Augsburg bringen, wurden aber in Innsbruck aufgehalten, da sie nicht zur Zufriedenheit der Innsbrucker Behörden nachweisen konnten, dass sie Augsburger Bürger waren. In der Urkundensammlung des Stadtarchivs findet sich das Schreiben der <em>Ratgeber der Statt Augsburg </em>an den <em>ersamen und wysen Burgermaister und Rat der Statt Inspruck </em>mit welchem der Augsburger Stadtrat die Identität ihrer beiden Bürger bestätigte.</p>



<p>(Signatur U-378)</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/von-venedig-nach-augsburg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir laden ein &#8211; Zeit-Raum-Innsbruck Band 19</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/wir-laden-ein-zeit-raum-innsbruck-band-19/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/wir-laden-ein-zeit-raum-innsbruck-band-19/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 08:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86532</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, wir laden Sie herzlich zur Präsentation des neuesten Bandes unserer Reihe Zeit-Raum-Innsbruck heute am 19. Mai 2026 um 18.00 Uhr in der Stadtbibliothek Innsbruck ein. Im Zentrum der 19. Ausgabe steht die Geschichte des Lagerkomplexes Reichenau. Während des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>



<p>wir laden Sie herzlich zur Präsentation des neuesten Bandes unserer Reihe <strong>Zeit-Raum-Innsbruck </strong>heute am<strong> 19. Mai 2026 </strong>um<strong> 18.00 Uhr</strong> in der<strong> Stadtbibliothek Innsbruck</strong> ein. Im Zentrum der 19. Ausgabe steht die Geschichte des Lagerkomplexes Reichenau.</p>



<p>Während des Zweiten Weltkrieges entstand in der Innsbrucker Reichenau ein Lagerkomplex, in dem Menschen gefangen gehalten, gequält und auch ermordet wurden. Neben dem Arbeitserziehungslager der Gestapo umfasste der Komplex ein städtisches Lager für Kriegs- und Zivilgefangene sowie je ein Lager der Reichsbahn und der Reichspost.</p>



<p>Im Zuge der Errichtung des neuen Gedenkortes in der Reichenau wird die Geschichte dieses NS-Tatortes grundlegend und interdisziplinär erforscht. Dabei konnten bereits zahlreiche neue Erkenntnisse, etwa über die Entstehungsgeschichte, die Todesopfer oder auch die Nachnutzung des Lagerkomplexes, gewonnen werden.</p>



<p>Abgerundet wird der Band durch vier weitere Beiträge zur Innsbrucker Stadtgeschichte: Zur Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Innsbruck 1924, dem Neuen Mühlauer Friedhof, den Schwarzen Mandern und dem Café Hammerle.&nbsp;</p>



<p>Wann: <strong>Dienstag, 19. Mai 2026, 18.00 Uhr</strong></p>



<p>Wo:<strong> Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2</strong></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/wir-laden-ein-zeit-raum-innsbruck-band-19/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von einem Gott untermauert</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/von-einem-gott-untermauert/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/von-einem-gott-untermauert/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pascal Permann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 08:04:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=86480</guid>

					<description><![CDATA[Mit dieser großspurigen Schlagzeile wurde bei den Olympischen Spielen 1964 über die Grundsteinlegung des Sporthotels Olympia in der Axamer Lizum. Um wen handelte es sich bei diesem Gott, der da den Sterblichen Beistand leistete? Keinen anderen als Prinz Karim Aga&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dieser großspurigen Schlagzeile wurde bei den Olympischen Spielen 1964 über die Grundsteinlegung des Sporthotels <em>Olympia </em>in der Axamer Lizum. Um wen handelte es sich bei diesem Gott, der da den Sterblichen Beistand leistete? Keinen anderen als Prinz Karim Aga Khan. Wer? Den 49. Imam der ismailitischen Nizariten. Hä?</p>



<p>Das war zumindest, so muss ich beschämenderweise gestehen, meine Reaktion. Fangen wir also kurz bei vielleicht bekannteren Begriffen an. Im Islam gibt es die zwei Hauptzweige der Sunniten und der Schiiten. Diese trennten sich bereits im 7. Jahrhundert wegen des Streites um die Nachfolge Muhammeds. Innerhalb der Schiiten kam es dann im folgenden Jahrhundert wieder zu einer Spaltung, erneut wegen der Frage der Nachfolge, diesmal zwischen Musa al-Kazim und Ismail ibn Dschafar – es gibt keine Preise dafür zu erraten, wem die Ismailiten folgten. Unter ihnen gab es dann im 12. Jahrhundert wieder einen Nachfolgestreit, bei welchem die Nizariten dem Imam Nizar ibn al-Mustansir folgten. Damit sind wir bei den ismailitischen Nizariten angekommen. Karim Aga Khan war nun der 49. der Imame. Dabei ist zu beachten, dass „Imam“ bei den Schiiten allgemein eine andere Bedeutung hat als bei den Sunniten. Entsprechend der letzteren wird Imam nämlich auch bei uns als Synonym für Priester verwendet, bei den Schiiten hingegen ist der Imam der spirituelle Führer der gesamten Glaubensgemeinschaft. Er wird nicht gewählt, sondern erbt sein Amt. Aga Khan trat die Nachfolge seines Großvaters als religiöses Oberhaupt 1957 im Alter von 20 Jahren an.</p>



<p>Seine Biographie liest sich fast wie die eines europäischen Aristokraten – Ausbildung an einem Schweizer Privat-Internat, Harvard und Cambridge, Ehe mit einer britischen Model und einer deutschen Prinzessin, Gründer eines Yachtclubs in Sardinien, philanthropisches Engagement mit einer eigenen NGO (dem Aga Khan Development Network)… Daneben war er auch ein enthusiastischer Sportler, so kam er zu den Olympischen Spielen 1964 nach Innsbruck, als er den Iran beim Abfahrtslauf und dem Riesenslalom vertrat. Bereits ein Jahr zuvor war er jedoch schon bei den Vorbereitungsarbeiten anwesend, bei dieser Gelegenheit legte er den Grundstein für das Sporthotel Olympia in der Axamer Lizum.</p>



<p>(Signatur Ph-1625)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/von-einem-gott-untermauert/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/

Page Caching using Disk: Enhanced 
Database Caching 54/61 queries in 0.076 seconds using Disk

Served from: innsbruck-erinnert.at @ 2026-06-05 07:06:05 by W3 Total Cache
-->