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	<title>Joachim Bürgschwentner &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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	<title>Joachim Bürgschwentner &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
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		<title>Leopold Stastny: Jüdische Herkunft und Slowakischer Staat (1939-1945)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 06:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[JÜDISCHE HERKUNFT Leopold Stastny war in den 1930er Jahren ein populärer Sportler, den man auf der Straße erkannte. Obwohl seine Familie nicht religiös war, war es in Bratislava kein Geheimnis, dass er jüdischer Herkunft war. Aufgrund der zunehmenden Diskriminierung ließen&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>JÜDISCHE HERKUNFT</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leopold Stastny war in den 1930er Jahren ein populärer Sportler, den man auf der Straße erkannte. Obwohl seine Familie nicht religiös war, war es in Bratislava kein Geheimnis, dass er jüdischer Herkunft war. Aufgrund der zunehmenden Diskriminierung ließen sich die Mitglieder der Familie Stastny römisch-katholisch taufen. Dennoch durchlebte die Familie nach dem Verlust des Holzunternehmens von Vater Jakub Šťastný eine sehr schwierige Zeit. Im Jahr 1941 wurde eine Regierungsverordnung erlassen, der sogenannte Judenkodex, mit dem Jüdinnen und Juden als „Staatsfeinde“ identifiziert und aus der Gesellschaft ausgeschlos sen wurden. Anfang 1942 stand die erste Deportationswelle von slowakischen Jüdinnen und Juden in Konzentrationslager NS-Deutschlands bevor, und Leopold Stastny setzte alles daran, für seine Familie eine Ausnahmebescheinigung für die Bestimmungen des Kodex zu erhalten. Dies gelang ihm dank einiger Fürsprecher aus dem ŠK Bratislava, die Beziehungen zu hohen politischen Funktionären hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SPIELER UND TRAINER IM SLOWAKISCHEN STAA</strong>T</p>



<p class="wp-block-paragraph">1939 wurde der 1. ČsŠK in dem von Nazi-Deutschland gestützten neu gegründeten Slowakischen Staat in ŠK Bratislava umbenannt. In der Saison 1939/40 war Leopold Stastny noch fester Bestandteil der Mannschaft, die den Meistertitel gewann. Am 6. Juni 1940 vertrat er die Slowakei in einem Länderspiel gegen Bulgarien in Sofia. Am 1. Mai 1940 waren jüdische Spieler und Funktionäre eigentlich aus dem slowakischen Fußball ausgeschlossen worden. Stastny hatte als prominenter Spieler zunächst eine Ausnahmegenehmigung erhalten, die im August 1940 aufgehoben wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende seiner Spielerkarriere ermöglichte paradoxerweise seine Karriere als Trainer. Stastny begann mit der Jugendmannschaft des ŠK Bratislava zu arbeiten, die er bis 1943 betreute. Mit Erlaubnis der Behörden wurde er im Ministerium für Nationale Verteidigung ange stellt, wo er inoffiziell als Trainer des Armeesportvereins (OAP) tätig war. In dieser Armee-Elf führte Stastny ein modernes Trainingssystem ein und gewann in der Saison 1942/43 die slowakische Meisterschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Text stammt aus der Ausstellung „Leopold Šťastný. Überlebender des Nazi-Terrors, Trainerlegende &amp; Erfinder der Schülerliga“ (Innsbruck 2025 und 2026), die wiederum auf die Ausstellung „Football under the Swastika: The Story of Leopold &#8222;Jim&#8220; Šťastný“ (Bratislava 2020) zurückgeht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Autoren der Ausstellungstexte: Peter Bučka, Joachim Bürgschwentner, Tomáš Černák, Niko Hofinger, Kevin Simpson, Georg Spitaler, Michal Vaněk</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: Leopold Stastny (stehend, 5. v. re) als Betreuer des Armeeklubs OAP. (c) Familienarchiv Šťastný / <a href="https://www.muzeum.sk/muzeum-zidovskej-kultury-snm-bratislava.html" data-type="link" data-id="https://www.muzeum.sk/muzeum-zidovskej-kultury-snm-bratislava.html">Museum der jüdischen Kultur, Bratislava</a></p>
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		<title>Leopold Stastny: Kindheit und Spielerkarriere (1911-1939)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 05:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[AUS DEN MARCHAUEN NACH BRATISLAVA Leopold Stastny wurde am 23.&#160;Mai 1911 als Sohn von Jakub Šťastný und Terézia (geb. Schlesinger) in der kleinen west slowakischen Gemeinde Rarbok, heute Rohožník, geboren. Vater Jakub war Leiter einer Schnapsbrennerei, die Mutter blieb mit&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>AUS DEN MARCHAUEN NACH BRATISLAVA</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leopold Stastny wurde am 23.&nbsp;Mai 1911 als Sohn von Jakub Šťastný und Terézia (geb. Schlesinger) in der kleinen west slowakischen Gemeinde Rarbok, heute Rohožník, geboren. Vater Jakub war Leiter einer Schnapsbrennerei, die Mutter blieb mit Leopold und seinem älteren Bruder Ernest zu Hause. Ende 1918 zog die Familie von Rohožník nach Bratislava, wo der Vater zunächst als Angestellter in einem Holzunternehmen arbeitete und sich später in dieser Branche mit einer Firma selbstständig machte, die er bis 1939 betrieb. Der geschäftliche Erfolg ermöglichte es der Familie, Ferien am Meer zu verbringen, was für die damalige Zeit ein besonderer Luxus war. Fotos aus der Zeit zeigen die Sportleidenschaft der Familie, vor allem bei Leopold.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Rohožník besuchte er die erste Klasse Volksschule, vier weitere Schuljahre absolvierte er in Bratislava. Danach trat er in das Staatliche Realgymnasium ein und wechselte 1926 an die Handelsakademie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FUSSBALLERISCHER BEGINN UND AUFSTIEG</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1923 trat Leopold Stastny als Zwölfjähriger dem Sportverband Sokol bei und spielte parallel dazu in den Nachwuchsteams des 1. ČsŠK Bratislava sowie der slowakischen Jugendnationalmannschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Debüt in der Kampfmannschaft des 1. ČsŠK gab Stastny 1929 in einem Freundschaftsspiel gegen den SC Hainburg. Nach dem Schulabschluss übersiedelte er 1931 beruflich nach Ružomberok, wo er für den dortigen Verein spielte, danach nach Žilina, wo er für den ŠK Žilina auflief. Kurz danach wurde Leopold Stastny vom 1. ČsŠK nach Bratislava zurückgerufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als kompromissloser Verteidiger wurde Stastny zu einer fixen Größe des 1. ČsŠK. Ab der Saison 1935/36 spielte der Klub mit ihm als Kapitän auch in der nationalen tschechoslowakischen Profiliga. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die tschechoslowakische Nationalmannschaft bestritt Stastny 1937 zwei Länderspiele, darunter ein Match gegen Österreich im Prager Letná-Stadion. Dass er neben den Stars von Sparta und Slavia Prag ins Team berufen wurde, galt als große Ehre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Text stammt aus der Ausstellung „Leopold Šťastný. Überlebender des Nazi-Terrors, Trainerlegende &amp; Erfinder der Schülerliga“ (Innsbruck 2025 und 2026), die wiederum auf die Ausstellung „Football under the Swastika: The Story of Leopold &#8222;Jim&#8220; Šťastný“ (Bratislava 2020) zurückgeht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Autoren der Ausstellungstexte: Peter Bučka, Joachim Bürgschwentner, Tomáš Černák, Niko Hofinger, Kevin Simpson, Georg Spitaler, Michal Vaněk</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: Leopold Stastny (Vordergrund) in Aktion beim 1. ČsŠK Bratislava. (c) Familienarchiv Šťastný / <a href="https://www.muzeum.sk/muzeum-zidovskej-kultury-snm-bratislava.html" data-type="link" data-id="https://www.muzeum.sk/muzeum-zidovskej-kultury-snm-bratislava.html">Museum der jüdischen Kultur, Bratislava</a></p>
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		<title>Aus der Chronik der Fischerschule: Schuljahr 1945/46 (3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch der dritte und letzte Teil über das Schuljahr 1945/46 (hier Teil 1 und Teil 2) steht ebenfalls unter dem Zeichen von Entbehrungen, Wiederaufbau und Neuordnung &#8211; und letztendlich wohl auch Zufriedenheit mit dem Geleisteten: &#8222;Trotz aller Schwierigkeiten ist das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auch der dritte und letzte Teil über das Schuljahr 1945/46 (hier <a href="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-1/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-1/">Teil 1</a> und <a href="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/">Teil 2</a>) steht ebenfalls unter dem Zeichen von Entbehrungen, Wiederaufbau und Neuordnung &#8211; und letztendlich wohl auch Zufriedenheit mit dem Geleisteten: &#8222;<em>Trotz aller Schwierigkeiten ist das Schuljahr gut zu Ende gegangen,&#8220; </em>lautet Anton Strobls Fazit. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>1946</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erster Nachkriegswinter &#8211; Hunger und Not! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.1. Die Haspingerschule erhielt im Sieglanger eine Expositur bestehend aus 1 Klasse mit 2 Abteilungen, 26 Schülern, Lehrerin Johanna Brzostovsky.  </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>11.2. Röntgenuntersuchung der Lehrpersonen. Alle sind unterernährt, besonders aber Lehrer Knab, der Speck als Zubuße erhalten soll.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>16.2. Ende des 1. Halbjahres [&#8230;] 6 Kl. [Klassen], 231 Schzl. [Schulzeugnisse] 200 entspr., 15 nicht entspr., 16 nicht beurteilt. &#8211; 16 Schüler konnten nicht beurteilt werden, weil sie sich zur Erholung in der Schweiz befinden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.3. Die Ausbesserungsarbeiten sind nun soweit vorangeschritten, daß 7 Klassenzimmer benützt werden können. Die Maurer machen gegenwärtig den Verputz im 3. Stock und in den Gängen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.4. bis 23.4. Osterferien</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>24.4. Die Verputzarbeiten im Innern des Schulgebäudes sind beendet. Die Maler haben die Kanzlei des Schulleiters, das Konferenzzimmer und die Lehrmittelzimmer ausgemalt. Nun kann mit dem Einräumen und Registrieren der Lehrmittel und Bücher begonnen werden. Die Lehrmittel und Bücher wurden nach der Bombardierung aus dem Schutt herausgesucht und in der Volksschule Hötting untergebracht, zu Beginn dieses Schuljahres jedoch wieder an diese Schule übergeben. Leider ist ein großer Teil nicht mehr verwendbar.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>2.5. Proteststreik wegen Südtirol, unterrichtsfrei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>8.5. Jahrestag der Befreiung Österreichs und Ende des 2. Weltkrieges, schulfrei.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em> 2. u. 3.6. Einschreibung f. d. 1. Klasse</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>18. u 19.6. Nacheinschreibung. Ergebnis der Einschr. 90 Schüler für die 1. Klasse</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>25.6. Innsbrucks Jugend dankt der Jugend von Glarus für die Kartoffelspende. Die schönsten Schülerzeichnungen werden übersandt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>28.6. Trotz aller Schwierigkeiten ist das Schuljahr gut zu Ende gegangen. An dem feierlichen Schlußgottesdienst in der Herz-Jesukirche nahm der gesamte Lehrkörper mit allen Schülern teil. Hernach war Zeugnisverteilung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Bild: Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-7-170; Text: Stadtarchiv Innsbruck, Archiv der VS Fischerstraße 22.13.01.03 Schulchronik, 4. Buch Knabenschule bzw. Volksschule Haspingerstraße, Wilten, Schuljahr 1945/46 – 1983/84).</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
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		<title>Verdiente Noten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 08:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute verabschieden sich tausende Schülerinnen und Schüler in die Sommerferien. Die Vorfreude darauf währt inzwischen sicher schon mehrere Wochen. Mit im Gepäck, natürlich, das Zeugnis &#8211; graugrünmeliert und mit dem Bundesadler versehen, das ist das Bild, das mir sofort vor&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Heute verabschieden sich tausende Schülerinnen und Schüler in die Sommerferien. Die Vorfreude darauf währt inzwischen sicher schon mehrere Wochen. Mit im Gepäck, natürlich, das Zeugnis &#8211; graugrünmeliert und mit dem Bundesadler versehen, das ist das Bild, das mir sofort vor die Augen kommt. Die eine oder andere Note mag durchaus schwer wiegen. Nicht so bei unserem heutigen Titelbild. Es zeigt eines unserer ältesten Zeugnisse, natürlich noch ohne Bundesadler, dafür mit einem roten Wachssiegel samt Monogramm BB. Die Buchstaben stehen, wie rechts davon hervorgeht, für Balthasar Bergmann, seines Zeichens Kurator und &#8222;1808 in Innsbruck geprüfter Privatlehrer&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eben dieser Vermerk ist auch der Grund, warum das Stück Eingang in unsere Bestände gefunden hat. Ausgestellt wurde das Zeugnis nämlich in Winnbach (Winnebach) im Pustertal (seit 1928 eine Fraktion der Gemeinde Innichen). Die Noten, die Balthasar Bergmann Johann Salcher für das Schuljahr 1829/30 bestätigte, können sich sehen lassen. Besonders gefällt mir übrigens die Rubrik &#8222;Aussprache&#8220; im Deutschunterricht. Bergmanns Fazit über den Schüler fällt überaus positiv aus: &#8222;Mit Rücksicht vorstehender Noten, wie auch wegen dem großen Fleiße und sehr guten Sitten wird demnach dieser Schüler bestens empfohlen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist, dass weder eine Schule noch eine Schulstufe genannt wird. Vielleicht war also Salcher Privatschüler bei Bergmann? Interessant wäre auch, von wem und wie 1808 in Innsbruck Privatlehrer geprüft wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer schnellen Volltextsuche auf anno scheint Balthasar Bergmann erstmals <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bvt&amp;datum=18271227&amp;seite=1&amp;zoom=33&amp;query=%22Balthasar%2BBergmann%22~10&amp;ref=anno-search" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bvt&amp;datum=18271227&amp;seite=1&amp;zoom=33&amp;query=%22Balthasar%2BBergmann%22~10&amp;ref=anno-search">im Boten von Tirol am 27. Dezember 1827</a> auf, damals schon als Kurat in Winnebach. Er findet sich in einer Liste mit &#8222;Individuen, welche sich im Jahre 1825 um die Impfung durch eifrige Verwendung und Mitwirkung vorzüglich verdient und der öffentlichen Belobung würdig gemacht haben&#8220;. <a href="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/25.08.1834/151114/1/filterId-47%01151114%011432998-query-%22Bergmann+pfarrer%22%7E3-filterF_type-Newspaper.html" data-type="link" data-id="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/25.08.1834/151114/1/filterId-47%01151114%011432998-query-%22Bergmann+pfarrer%22%7E3-filterF_type-Newspaper.html">Spätestens 1834 war Bergmann Pfarrer in Innervillgraten</a> &#8211; die Information stammt erneut aus einer Liste von Personen, die sich für Impfungen eingesetzt hatten (ditto <a href="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/08.02.1836/151266/4/filterId-47%01151266%011435110-query-%22Bergmann+pfarrer%22%7E3-filterF_type-Newspaper.html" data-type="link" data-id="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/08.02.1836/151266/4/filterId-47%01151266%011435110-query-%22Bergmann+pfarrer%22%7E3-filterF_type-Newspaper.html">1836</a> und <a href="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/47/1/23.03.1843/152009/4/filterId-47%01152009%011447471-query-%22Bergmann+pfarrer%22%7E3-filterF_type-Newspaper.html">1842</a> und das nur mit einer ganz oberflächlichen Suche). Sie verdeutlichen die wichtige gesellschaftliche Rolle der Geistlichen weit über die Kirche hinaus. <a href="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/62978/1/22.08.1848/289331/24/filterId-62978%01289331%013526423-query-%22Balthasar+Bergmann%22%7E10-filterF_type-Newspaper.html" data-type="link" data-id="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/62978/1/22.08.1848/289331/24/filterId-62978%01289331%013526423-query-%22Balthasar+Bergmann%22%7E10-filterF_type-Newspaper.html">1848 wurde Bergmann zum Pfarrer in Niederdorf (Dek. Innichen)</a> befördert, wo er am <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kbt&amp;datum=18520407&amp;query=%22Balthasar+Bergmann%22~10&amp;ref=anno-search&amp;seite=24" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kbt&amp;datum=18520407&amp;query=%22Balthasar+Bergmann%22~10&amp;ref=anno-search&amp;seite=24">25. März 1852</a> im Alter von 65 Jahren verstarb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)</p>
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		<title>Aus der Chronik der Fischerschule: Schuljahr 1945/46 (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 14:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit und Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Häuser]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach seinem Rückblick auf die Bombardierungen protokolliert Anton Strobl den Sommer und Herbst 1945, der vor allem mit Aufräum- und Reparaturarbeiten zugebracht wurden, um einen Schulbetrieb zu ermöglichen: Ende Juni 1945 kehrte ich aus der Gefangenschaft zurück und bald darnach&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem <a href="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/aus-der-chronik-der-fischerschule-schuljahr-1945-46-2/">Rückblick auf die Bombardierungen</a> protokolliert Anton Strobl den Sommer und Herbst 1945, der vor allem mit Aufräum- und Reparaturarbeiten zugebracht wurden, um einen Schulbetrieb zu ermöglichen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ende Juni 1945 kehrte ich aus der Gefangenschaft zurück und bald darnach wurde ich beauftragt, mich des Schulhauses etwas anzunehmen. Ich fand das Schulhaus in einem noch verwahrlosterem Zustand und völlig ausgeplündert vor. Was nicht niet u. nagelfest war, wurde gestohlen. Man machte sich bereits über die Fußböden her. Im Keller und in den 2 Klassenzimmern im Parterre hatte sich die Papierhandlung Brenner breitgemacht. Im 1. Stock war eine Skiwerkstätte des Verkehrsvereines und ein Sprachkurs untergebracht. Somit waren die einzigen halbwegs brauchbaren Räume belegt. Es war nun die Aufgabe der Schulleitung, das Haus freizubekommen und für das Aufräumen zu sorgen. Schulwart stand keiner zur Verfügung. Für diese Stelle wurde von mir der Tischlermeister Hubert Eibel vorgeschlagen. Aufräumerinnen waren keine aufzutreiben. Die Leute hatten Geld genug u. wollten nicht arbeiten!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>August 1945: Vom Bauamt war nur wenig Hilfe zu erwarten. Lächelnd wurde mir erklärt, das Schulhaus sei nicht mehr verwendungsfähig. Ich war anderer Meinung und beschloß nun mit eigenen Händen den Schutt zu entfernen. Die Lehrpersonen Knab Gottfried und Anna Hammer halfen kräftig mit. Mit Kübeln trugen wir den Schutt u. Schmutz in den Hof, suchten überall die brauchbaren Fensterrahmen und Türen zusammen und hängten  sie ein. Später kamen zur Mithilfe 8 Studenten. Ende September war das Haus schuttfrei. Zum Entfernen des Kotes aus den Abortschalen war niemand aufzutreiben und so mußte ich es selbst tun. Nun war auch Bau- und Schulamt zu überzeugen, daß das Haus wieder zur Not als Unterrichtsstätte verwendet werden könnte. Man dachte nun doch daran, das Dach decken zu können.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>26.9.1945: Ergebnis der Ein- und Nacheinschreibung: I. Kl. 83 Schüler, II. Kl. 39 Schüler, III. Kl. 54 Schüler, IV. Kl. 40 Schüler &#8211; 216 Schüler. Wegen der schweren Beschädigung des Schulgebaudes in der Speckbacherstraße mußten de Mädchen in der Haspingerschule untergebracht werden. Die Mädchenschule erhielt 5 Klassenzimmer zugewiesen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>1.10.1945 Die meisten Schulen Innsbrucks konnten an diesem Tage mit dem Unterricht beginnen. Hier war dies noch nicht möglich, weil die Wasserleitung und die Abortanlagen noch nicht benützbar waren.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>9.10. In gemeinsamer Arbeit mit den Lehrpersonen der Fischerschule wurden die Klassenzimmer ausgekehrt, die Schulbänke aufgestelt und gereinigt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>11.10. Endlich erhielt die Schule einen Schulwart und zwar Eibel Hubert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>14.10. Trotz wiederholter Bitten wurde das Haustor nicht hergerichtet und so konnten in der Nacht ohne jede Behinderung 3 Fensterflügel mit 9 ganzen Scheiben gestohlen werden. Beim Mangel so vieler Scheiben war das ein fast unersetzbarer Schaden. In der Zeit vom 11. bis 14.10. wurden vom Schulwart, unterstützt von den Lehrpersonen, die offenen Fenster mit Holzfaserplatten vermacht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>15.10. Unterrichtsbeginn an unserer Schule. Lehrkörper: Alois Habtmann Schulleiter (noch in der Gefangenschaft), Anton Strobl Stellvertr. des Schulleiters, Gottfr. Knab, Imelda Haberl, Anna Hammer, Margarethe Krenn. Pater Gerlach ist Katechet. Die Konferenz beschloß die Einführung des Schulgebetes.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>11.11. Nun ist auch die Heizung wieder verwendbar. Bisher mußte in den äußerst kalten Räumen unterrichtet werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>23.12. bis 13.1. Weihnachtsferien</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Bild: Stadtarchiv Innsbruck, Ph-14774;  Text: Stadtarchiv Innsbruck, Archiv der VS Fischerstraße 22.13.01.03 Schulchronik, 4. Buch Knabenschule bzw. Volksschule Haspingerstraße, Wilten, Schuljahr 1945/46 &#8211; 1983/84).</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Aus der Chronik der Fischerschule: Schuljahr 1945/46 (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 10:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der vierte Chronikband der Knabenvolkschule Speckbacherstraße bzw. Haspingerstraße beginnt mit dem Jahr 1945. Der Verfasser, der 1903 geborene Anton Strobl, scheint erstmals 1935 im Adressbuch als städtischer Lehrer auf, 1947 dann als Schulleiter. Seine Einleitung zum Schuljahr ist eine deutliche&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der vierte Chronikband der <a href="https://innsbruck-erinnert.at/eine-wechselhafte-und-lueckenhafte-schulgeschichte-ii-erratum-und-ergaenzung/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/eine-wechselhafte-und-lueckenhafte-schulgeschichte-ii-erratum-und-ergaenzung/">Knabenvolkschule Speckbacherstraße bzw. Haspingerstraße</a> beginnt mit dem Jahr 1945. Der Verfasser, der 1903 geborene Anton Strobl, scheint erstmals 1935 im <a href="https://innsbruckerinnen.at/suche.php?name=strobl+anton&amp;beruf=&amp;strasse=&amp;nummer=&amp;jahr1=1920&amp;jahr2=1976&amp;limit=1000&amp;was=name">Adressbuch </a>als städtischer Lehrer auf, 1947 dann als Schulleiter. Seine Einleitung zum Schuljahr ist eine deutliche Stellungnahme zum Kriegsenden und eine eindrückliche Schilderung der vorangegangenen zwei Jahre:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der große Krieg ist blutig und grausam zu Ende gegangen. Furchtbare Zerstörung, namenlose Not, meertiefes Leid und Weh und Hunger, Hunger hat er hinterlassen. Das Elend ist so groß, daß nicht einmal der übermütigste Sieger sich seines Sieges freuen kann.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Europa ist ein zerschlagener Amboß. Es ist wertloses, altes Eisen geworden, das nur im Glutofen der Besinnung und Läuterung geschmolzen und in langer und schwerster Friedensarbeit wieder zum formenden Hammer umgegossen werden kann.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Man erwartet vom Sieger immer wieder Gerechtigkeit, die er überlaut verspricht, solange er den Sieg noch nicht in der Tasche hat, ist es dann aber einmal soweit, wird er gewöhnlich maßlos und häuft Schuld um Schuld auf sein Haupt, bis auch er dem Gericht verfällt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wie wird es diesmal sein? Sind endlich Menschen zur Überzeugung gekommen, daß alle zusammenhelfen müssen, um aufbauen zu können?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Auch an unserer Schule ist der Krieg nicht spurlos vorübergegangen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Beim 1. Fliegerangriff am 15. Dez. 1943 blieb das Schul[gebäude sic!] unbeschädigt. Arg aber schaute es in der Speckbacherstraße von der Haspingerstr. südwärts aus. Auch ein Großteil des Lehrerhauses, das erst 3 Wochen vorher bezogen wurde, fiel der Vernichtung anheim. Oberlehrer R[&#8230;] v. St. Nikolaus und seine Frau wurden von den stürzenden Trümmern hinter der Wohnungstür erschlagen. Das jüngste Kind lag zwischen den beiden Eltern und wurde am Morgen des nächsten Tages lebend mit gebrochenem Bein geborgen. Von den übrigen Hausbewohnern kam niemand ums Leben, da sie rechtzeitig in den Keller gingen. Das Unglück geschah um 12:46 Uhr, denn zu diesem Zeitpunkt blieb nämlich die Uhr in meiner teilweise erhaltengebliebenen Wohnung stehen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Unser Schulhaus wurde am 20. Oktober [1944] beim 4. Angriff schwer heimgesucht.  Die angrenzenden Häuser Nr. 1 u. 3 sowie die dem Schulhause gegenüberliegenden Gebäude Nr. 10, 12 u. 14 wurden völlig zerstört. Ein gewaltiger Trichter war auf der Straße unmittelbar vor der Wohnung des Schulwartes. Diese Bombe hatte die großen Zerstörungen in dem Schulhaus zur Folge. Das schwere Tor lag im Gang, die Türen waren gesprengt, die Holzwände eingedrückt, sämtliche Fenster auf der Nordseite zersplittert, viele Fensterkreuze zerfetzt, der Verputz in den Gängen und Zimmern durch Sogwirkung von den Wänden gelöst, die Seitenwände im Konferenzzimmer eingedrückt, das Dach abgedeckt, die Kästen aufgerissen und gespalten, die Lehrmittel teils beschädigt, teils zerrissen und zerbrochen auf dem Boden verstreut. Die Fassade des Hauses war furchtbar anzusehen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich war damals bei der Wehrmachtkommandatur Innsbruck und hatte den Auftrag, nach dem Angriff rasch das Trefferbild aufzunehmen u. die Blindgänger festzustellen. So kam ich gleich nach der Entwarnung hier ins Haus und sah die Stätte der Verwüstung. Es war mir zum Weinen schwer, schwerer als damals, wie die eigene Wohnung in Scherben ging. Es schien mir, als hätte ich für immer Arbeit und Beruf verloren. Immer wieder, wenn mich ein Dienstgang hier vorbeiführte, betrat ich das vielgeliebte Haus und sah mit viel Ärger, daß die Stadtverwaltung nichts tat, um das noch Vorhandene zu schützen. Später ,ußte ich an die Front und verlor die Schule aus meinem Blickfeld. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Bild: Stadtarchiv Innsbruck, Ph-A-7-43; Text: Stadtarchiv Innsbruck, Archiv der VS Fischerstraße 22.13.01.03 Schulchronik, 4. Buch Knabenschule bzw. Volksschule Haspingerstraße, Wilten, Schuljahr 1945/46 &#8211; 1983/84).</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Hinaus ins Land (152)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 12:43:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Stadtarchiv konzentrieren sich unsere Bestände natürlich vor allem – aber nicht nur – auf das Stadtgebiet von Innsbruck. Fotosammlungen mit Innsbruck-Bezug enthalten oft auch Ansichten aus Tirol (und darüber hinaus), vielfach leider ohne Beschriftung. Können Sie uns vielleicht bei&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Stadtarchiv konzentrieren sich unsere Bestände natürlich vor allem – aber nicht nur – auf das Stadtgebiet von Innsbruck. Fotosammlungen mit Innsbruck-Bezug enthalten oft auch Ansichten aus Tirol (und darüber hinaus), vielfach leider ohne Beschriftung. Können Sie uns vielleicht bei der Zuordnung behilflich sein?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der <a href="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-151-2/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/hinaus-ins-land-151-2/">noch immer unidentifizierten Kapelle</a> der Vorwoche geht es heute zu einer unidentifizierten Burg. Ein recht imposanter Anblick, vom Fußweg auf die langgezogenen Gebäude und das ausgesetzte Teil ganz rechts, von dem man sicher eine tolle Aussicht hat. Worauf? Google Bildersuche (und ich) waren wieder überfordert, vielleicht Südtirol? Ich ich bin sicher, dieses Mal wird das Rätsel nicht ungelöst bleiben&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-38011)</p>
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		<title>Vorsicht, Mann mit Hut!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 10:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die obige Fotografie ist Teil eines Bestandes aus der Familie des Innsbrucker Musikdirektors und Gründer des Symphonieorchesters Martin Spörr. Laut Datenbank zeigt sie das Stadtorchester Innsbruck zwischen 1893 und 1899. Was für eine vielseitige Ansammlung an Männern, Schnurrbärten, Anzügen, Fliegen&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die obige Fotografie ist Teil eines Bestandes aus der Familie des Innsbrucker Musikdirektors und Gründer des Symphonieorchesters Martin Spörr. Laut Datenbank zeigt sie das Stadtorchester Innsbruck zwischen 1893 und 1899. Was für eine vielseitige Ansammlung an Männern, Schnurrbärten, Anzügen, Fliegen und Krawatten, Spazierstöcken, Uhren &#8211; und Hüten! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da allseits bekannt ist, was man über Mann mit Hut am Steuer des Volants sagt, trifft es sich gut, dass sie es nicht weit zur nächsten Fahrschule hatten, wie der Wegweiser samt Fingerzeig auf der linken Säule verdeutlicht. Rechts im Hintergrund eine ebenfalls zum Thema passende Steyr-Werbung. Versteckt &#8211; hinter einem Hut natürlich &#8211; kann man darauf einen Fahrradfahrer erkennen. Es handelt sich also wohl um eine Fahrschule für Radfahrer (ob diese auch -innen offenstand, wäre noch zu klären).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Augias-Datensatz könnte die Aufnahme bei den Stadtsälen entstanden sein, weil dort auch die erste Fahrradübungshalle bestand. Aber ist Übungshalle das gleiche wie Fahrschule? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf anno fand sich die erste Erwähnung einer &#8222;Velociped-Fahrschule&#8220; <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18871212&amp;query=%22fahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=11" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18871212&amp;query=%22fahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=11">in Innsbruck übrigens im Dezember(!) 1887</a> bei Carl Kaiser im Gasthaus Mondschein, gefahren wurde am Schießstand in Mariahilf (der zumindest in den 1870er-Jahren <a href="https://innsbruck-erinnert.at/heisse-kugeln-kaltes-eis/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/heisse-kugeln-kaltes-eis/">im Winter auch zum Eislaufen </a>genutzt wurde). An Werbung bietet die Volltextsuche dann nichts mehr bis zu einer <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18960502&amp;query=%22fahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=22" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18960502&amp;query=%22fahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=22">Anzeige Anton Schlumprechts aus dem Jahr 1896</a> &#8211; dessen <a href="https://innsbruck-erinnert.at/die-geschichte-hinter-dem-plakat/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/die-geschichte-hinter-dem-plakat/">Geschäft </a>und <a href="https://innsbruck-erinnert.at/fahrradschule-schlumprecht/" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/fahrradschule-schlumprecht/">Schule</a> bereits Thema zweier Beiträge war. Im gleichen Jahr stimmte der <a href="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18961030&amp;query=%22radfahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=5" data-type="link" data-id="https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;datum=18961030&amp;query=%22radfahrschule%22&amp;ref=anno-search&amp;seite=5">Gemeinderat zu, dass die Ausstellungs-Restaurationshalle</a> für eine Fahrradschule genutzt werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=103&amp;buch=1898&amp;back=1&amp;meta1=" data-type="link" data-id="https://innsbruckerinnen.at/bild.php?seite=103&amp;buch=1898&amp;back=1&amp;meta1=">Adressbuch von 1898</a> sind dann drei Radfahrschulen genannt: Jene von Anton Schlumprecht in der Anichstraße 36 und auf der Rennbahn im Saggen, jene von Karl Wiedner in der Ausstellungshalle und jene von August Wittköpper in der Ausstellungs-Restaurationshalle. Ab 1901 blieb davon nur mehr Karl Wiedner übrig, der ab 1904 in der Heiliggeiststraße 9 firmierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne es recherchiert zu haben vermute ich, dass die Abnahme der Radfahrschulen nicht mit einer Abnahme der Radfahrerinnen und Radfahrer zusammenhängt, sondern im Gegenteil mit der zunehmenden Popularität und der Gründung von Radfahrvereinen, die diese Funktion übernahmen. Aber wie gesagt, reine Vermutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-M-24477)</p>
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		<title>Hinaus ins Land (151)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 06:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Stadtarchiv konzentrieren sich unsere Bestände natürlich vor allem – aber nicht nur – auf das Stadtgebiet von Innsbruck. Fotosammlungen mit Innsbruck-Bezug enthalten oft auch Ansichten aus Tirol (und darüber hinaus), vielfach leider ohne Beschriftung. Können Sie uns vielleicht bei&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Stadtarchiv konzentrieren sich unsere Bestände natürlich vor allem – aber nicht nur – auf das Stadtgebiet von Innsbruck. Fotosammlungen mit Innsbruck-Bezug enthalten oft auch Ansichten aus Tirol (und darüber hinaus), vielfach leider ohne Beschriftung. Können Sie uns vielleicht bei der Zuordnung behilflich sein?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute gibt es wieder einmal ein Rätsel für alle Liebhaberinnen und Liebhaber des Kirchenbaus: An einem unbefestigten Weg steht diese Kapelle, deren Putz auch schon bessere Jahre gesehen hat. Trotz des markanten Türmchens, ist die KI an der Identifizierung gescheitert. Deutet die Mauer auf einen Friedhof hin? Handelt es sich um eine Kreuzwegkapelle (und der Bildstock rechts ist eine Station)? Zur Zeit Strom oder Telefon ist schon verlegt, mehr Hinweise sehe ich nicht. 1930er/40er/50er? </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-38010)</p>
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		<title>Was sagen uns die Sterne?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Bürgschwentner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 15:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Frage stellte sich irgendwann ein/e uns (noch) unbekannte/r Innsbrucker/in. Irgendwann, das war vermutlich zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren. Zumindest würde ich das aufgrund des handschriftlich im Mittelkreis vermerkten Geburtsdatums 1894 schätzen. Papier und Kopie seht mir eher nach der&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Diese Frage stellte sich irgendwann ein/e uns (noch) unbekannte/r Innsbrucker/in. Irgendwann, das war vermutlich zwischen den 1920er- und 1960er-Jahren. Zumindest würde ich das aufgrund des handschriftlich im Mittelkreis vermerkten Geburtsdatums 1894 schätzen. Papier und Kopie seht mir eher nach der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun gäbe es dazu zwei spannende Fragen zu klären:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Frage für die Sterndeuter:innen: Was sagen uns die Sterne hier eigentlich? Ich weiß ja nicht einmal, wo bei diesem Horoskop eigentlich unten und oben ist. Ich nehme einfach einmal an, dass es so stimmt, denn dann stehen das Zeichen für männlich und weiblich richtig &#8211; das sind die einzigen, die ich kenne. Das erste links oben und das letzte rechts unten gibt es auch auf Waschanleitungen glaube ich, aber hier bedeuten sie wohl was anderes. Also, kann jemand erhellen, was die Sterne hier über den Charakter oder das Leben der betreffenden Person verraten? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweite Frage für die Papiertiger: Wer steht denn im Zentrum dieses Horoskops? Im Mittelkreis sind ja sehr detailreiche Informationen enthalten: &#8222;J. M. geb. 1. Juli 1894 9h abends in Innsbruck&#8220;. Das muss doch eigentlich eindeutig zuordenbar sein, oder? Ich denke da an ein, zwei unter Ihnen, für die mir dieses Rätsel genau das Richtige zu sein scheint. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber da an diesem Wochenende wirklich schönes Wetter angesagt ist, genießen Sie bitte erst einmal die Sonne, lassen Sie sich Zeit, es eilt nicht!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Stadtarchiv Innsbruck, FW-G-186)</p>
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