

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gastbeitrag &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
	<atom:link href="https://innsbruck-erinnert.at/author/gastbeitrag/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://innsbruck-erinnert.at</link>
	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Mar 2026 10:43:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8</generator>

<image>
	<url>https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2020/04/cropped-Innsbruck-logo512-1-32x32.jpg</url>
	<title>Gastbeitrag &#8211; Innsbruck erinnert sich</title>
	<link>https://innsbruck-erinnert.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Gesucht: Früher Fußball</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/gesucht-frueher-fussball/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/gesucht-frueher-fussball/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 06:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sport und Freizeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=83495</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Freunde und Freundinnen der Innsbrucker Stadtgeschichte! Heute erreicht Sie in diesem Blog des Stadtarchivs Innsbruck ein etwas anderer Eintrag, es geht nämlich um Ihre Fotos und Erinnerungen. Wir, das Filmkollektiv Innsbruck, realisieren gerade einen Film eine historische Dokumentation, deren&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe Freunde und Freundinnen der Innsbrucker Stadtgeschichte!</p>



<p>Heute erreicht Sie in diesem Blog des Stadtarchivs Innsbruck ein etwas anderer Eintrag, es geht nämlich um Ihre Fotos und Erinnerungen. Wir, das Filmkollektiv Innsbruck, realisieren gerade einen Film eine historische Dokumentation, deren Ziel die Verknüpfung der Geschichte von Sport und Stadt Innsbruck ist. Vielleicht hat der Eine oder die Andere bereits von unserem Projekt gehört: „<a href="https://fc-wacker-innsbruck.at/2024/09/03/filmprojekt-wackeres-innsbruck/" data-type="link" data-id="https://www.startnext.com/wackeres-innsbruck/mehr-infos">Wackeres Innsbruck. Fußball als Stadtgeschichte 1913-1945</a>“.</p>



<p>Unser Ziel ist es, die Anfänge der Innsbrucker Fußballgeschichte, ausgehend vom heute zugkräftigsten und bekanntesten Verein der Stadt, dem FC Wacker Innsbruck, zu erzählen. Wir haben uns bewusst für diese frühe Zeit des Fußballs entschieden, auch wenn es dazu nur eine überschaubare Menge an Quellen gibt.</p>



<p>Und genau da kommen Sie ins Spiel: Wir sind auf der Suche nach Fotoaufnahmen und Dokumenten aus dem Innsbrucker Raum, die die Anfänge des Innsbrucker Fußballs bis etwa 1950 zeigen. Wir bitten Sie daher: Durchstöbern Sie Ihre alten Fotosammlungen oder vielleicht kennen Sie jemanden der dementsprechende Fotografien, Ausweise, Unterlagen oder andere Erinnerungsstücke haben könnten.</p>



<p>Wir sind an allen Aufnahmen interessiert, die einen Sport- und Fußballkontext bis 1945 haben. Haben Sie Aufnahmen vom alten Besele? Vom Flungerplatz? Vom Verbandsplatz? Vom Peter-Mayr-Sportplatz? Waren Sie oder Ihre Vorfahren bei einem Innsbrucker Fußball-/Sportverein und davon existieren noch Fotos oder andere Unterlagen? Vielleicht vom SV Hötting, von der Veldidena, dem Tiroler SC?</p>



<p>Der Film befindet sich gerade in der Postproduktion, die Aufnahmen und die geführten Interviews sind bereits abgeschlossen. Voraussichtlich Ende des Frühlings, Anfang Sommer 2026 wird der Film dann schließlich auf der Leinwand zu sehen sein. Seien Sie auch ein Teil davon!</p>



<p>Wir bedanken uns herzlich beim Stadtarchiv Innsbruck für die Möglichkeit hier „inserieren“ zu können und hoffen auf spannende Rückmeldungen. Kontaktieren Sie uns unter <a href="mailto:filmkollektivibk@gmail.com">filmkollektivibk@gmail.com</a></p>



<p>Das Team vom Filmkollektiv Innsbruck</p>



<p>PS: Das Titelbild stammt aus den Beständen des Ferdinandeums. Auf der Rückseite wurde handschriftlich notiert: &#8222;Das Kanzleipersonal beim Fussballspiel!&#8220; Wann und wo sich das abgebildete Kanzleipersonal sportlich betätigte, liegt leider (noch) im Dunkeln.</p>



<p>(Bild: TLMF, Bibliothek des Ferdinandeum, W-40306)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/gesucht-frueher-fussball/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich hab das nicht akzeptiert! (2)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-2/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-2/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 06:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=76964</guid>

					<description><![CDATA[Im Rahmen des Forschungsprojekts „Ich hab das nicht akzeptiert! Jenische Widerstandspraktiken im Tirol des 20. Jahrhunderts“ zeigte sich, dass auch ein 1926 geborener Bruder von Theresia Monz – nennen wir ihn, aus Gründen der bis heute anhaltenden Diskriminierung Jenischer &#8222;Thomas&#8220;&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Rahmen des <a href="https://www.jenisches-archiv.at/jenische-widerstandspraktiken-im-tirol-des-20-jahrhunderts/" data-type="link" data-id="https://www.jenisches-archiv.at/jenische-widerstandspraktiken-im-tirol-des-20-jahrhunderts/">Forschungsprojekts „Ich hab das nicht akzeptiert! Jenische Widerstandspraktiken im Tirol des 20. Jahrhunderts“</a> zeigte sich, dass auch ein 1926 geborener Bruder von <a href="https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1">Theresia Monz</a> – nennen wir ihn, aus Gründen der bis heute anhaltenden Diskriminierung Jenischer &#8222;Thomas&#8220; – ins Visier der Nationalsozialisten geriet.</p>



<p>Seit September 1939 stand er unter Fürsorge und wurde in verschiedenen Heimen zwangsuntergebracht. Die Akten sprechen in herablassendem Ton von einem rebellischen Buben, der sich seinem Schicksal nicht beugen wollte und immer wieder die Flucht aus den Heimen suchte. Die Erlebnisse dort müssen so belastend gewesen sein, dass er offenbar sogar einen Selbstmordversuch unternahm. Auf der Flucht beging er kleinere Diebstähle, etwa eines Fahrrads. Das brachte ihm eine Verurteilung zu sieben Monaten Haft ein, die er in einer Anstalt in Wels verbüßte. Auch dort dokumentiert ein Akteneintrag einen Fluchtversuch.</p>



<p>Etwa zwei Wochen vor Ende seiner Haftstrafe im Dezember 1942 beantragte die Kriminalpolizei Innsbruck seine Einweisung in ein Jugend-Konzentrationslager – wohlgemerkt nach Verbüßung aller Strafen, als „polizeiliches Zwangsmittel“ auf unbestimmte Zeit. Ende Jänner 1943 wurde er tatsächlich in das Jugend-Konzentrationslager Moringen bei Göttingen eingeliefert und zur Arbeit in einer Munitionsfabrik gezwungen, täglich zehn Stunden, die ganze Woche. Thomas blieb widerständig und wagte im Juni 1944 während einer Nachtschicht einen Fluchtversuch. Innerhalb eines Tages erreichte er das 300 Kilometer entfernte Dresden, wurde jedoch wieder gefasst und nach Moringen zurückgebracht. Die Akte endet mit einem Vermerk, dass Thomas wegen Einbruchs in die Kleiderkammer des „Jugendschutzlagers“ zu einer Gefängnisstrafe von unbestimmter Dauer verurteilt wurde. Man kann annehmen, dass er damit einen weiteren Fluchtversuch vorbereitet wollte. Fünf Jahre Zwangsunterbringung unter immer härteren Bedingungen konnten seinen Eigensinn und Mut nicht brechen.</p>



<p>Resi Monz hatte den Mut, auf einer <a href="https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1" data-type="link" data-id="https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1">Votivtafel in der Kirche zur Heiligen Theresa auf der Hungerburg</a> öffentlich für ihr Überleben nach Auschwitz zu danken, obwohl Schweigen vorgeschrieben war. Ihr Bruder Thomas ließ sich trotz Jahren im Heim und im Jugend-KZ nicht brechen und suchte weiter die Flucht ins Freie.</p>



<p>Beide Beispiele zeigen: Widerstand konnte bei den Jenischen vieles bedeuten. Mal war es ein sichtbares Zeichen, das gegen das Vergessen gesetzt wurde, mal das sture Festhalten am eigenen Weg, selbst unter größtem Druck. Die Familie steht damit stellvertretend für viele jenische Familien in Tirol und anderswo. Ihre Geschichte lehrt, dass Widerstand nicht nur laut und heroisch, sondern oft auch leise, trotzig und unscheinbar daherkommt.</p>



<p>So schließt sich der Bogen von den Votivtafeln auf der Hungerburg zu den Lebensgeschichten dieser Geschwister: Sie machen anschaulich, wie vielfältig sich jenischer Widerstand ausdrücken konnte – und welch große Kraft in kleinen Gesten und alltäglichen Entscheidungen steckte.</p>



<p>Morgen Samstag, 20. September ab 14 Uhr findet im „Reich für die Insel“ vor dem Landestheater der 9. Jenische Kulturtag statt, zu dem die Initiative Minderheiten Tirol und der Verein Jenische in Österreich einladen. Nähere Infos finden sich unter: <a href="https://minorities.at/neunter-jenischer-kulturtag/">https://minorities.at/neunter-jenischer-kulturtag/</a></p>



<p>Michael Haupt</p>



<p>(Foto: Michael Haupt)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich hab das nicht akzeptiert! (1)</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 08:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=76961</guid>

					<description><![CDATA[Auf der Hungerburg, in der Kirche zur Heiligen Theresa, finden sich rund 1.000 Votivtafeln – weiße Fliesen mit rosaroten Rosen und dunkelblauen Widmungen, – auf denen Gläubige ihren Glauben bezeugten. Dies führte im Volksmund zur Bezeichnung „Badezimmer der heiligen Theresia“.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auf der Hungerburg, in der Kirche zur Heiligen Theresa, finden sich rund 1.000 Votivtafeln – weiße Fliesen mit rosaroten Rosen und dunkelblauen Widmungen, – auf denen Gläubige ihren Glauben bezeugten. Dies führte im Volksmund zur Bezeichnung <a href="https://www.gaismair-gesellschaft.at/wp-content/uploads/2019/01/2004_M._ACHRAINER_Das_Badezimmerder_kleinen_hl._Theresia_auf_der_Hungerburg.pdf" data-type="link" data-id="https://www.gaismair-gesellschaft.at/wp-content/uploads/2019/01/2004_M._ACHRAINER_Das_Badezimmerder_kleinen_hl._Theresia_auf_der_Hungerburg.pdf">„Badezimmer der heiligen Theresia“</a>.</p>



<p>Die hier abgebildete Tafel verdient heute besondere Aufmerksamkeit. Resi Monz brachte sie 1943 an – zu einer Zeit, als die Kirche bereits enteignet war und ihr Abriss von der Gauleitung lediglich vorläufig bis Kriegsende aufgeschoben wurde. Auf der Tafel dankt Monz für ihr Überleben im Konzentrationslager Auschwitz. Ihr Vergehen: Sie war eine Liebesbeziehung mit einem polnischen Zwangsarbeiter eingegangen, was nicht nur von der Presse als „übler Volksverrat“ betrachtet wurde. So wurde sie im August 1941 zunächst ins KZ Ravensbrück, später nach Auschwitz deportiert. Nach 32 Monaten Haft wurde sie überraschend freigelassen.</p>



<p>Die unter Strafandrohung gestellte strikte Geheimhaltungspflicht hielt Theresia nicht von ab, sich auf einer Votivtafel öffentlich für ihr Überleben während der 32-monatigen KZ-Haft in Auschwitz zu bedanken.</p>



<p>Monz entstammte einer jenischen Familie aus Söll bei Kufstein und wuchs unter äußerst prekären Verhältnissen auf. Laut den Akten eines ihrer Brüder hatte sie neun damals noch lebende Geschwister, geboren zwischen 1915 und 1935. Die Familie lebte in Söll in engen Verhältnissen, nur zwei Zimmer und eine Küche standen ihr zur Verfügung. Gleichwohl beherbergte man, wie es bei Jenischen häufig üblich war, Verwandte und Bekannte auf der Durchreise. Der Vater versuchte, die Familie mit verschiedenen Hilfsarbeiten, etwa als Zementarbeiter, sowie mit traditionellen jenischen Erwerbszweigen wie dem Korbflechten über Wasser zu halten. Die NS-Behörden sahen darin später „Arbeitsscheu“, obwohl er offensichtlich unter dem Druck der Zeit seit 1939 ständig in Beschäftigung stand und die jenische Lebensweise aufgab.</p>



<p>Die Votivtafel in der Kirche zur Heiligen Theresa auf der Hungerburg ist mehr als ein Glaubenszeugnis – sie erzählt still von Überleben und Mut. Was auf den ersten Blick wie ein persönliches Dankeswort wirkt, steht in Wahrheit für den Widerstandsgeist einer ganzen jenischen Familie. Resi Monz hatte den Mut, öffentlich für ihr Überleben nach Auschwitz zu danken, obwohl Schweigen vorgeschrieben war.</p>



<p>Passend zum Thema lädt die Initiative Minderheiten Tirol und der Verein Jenische in Österreich zum 9. Jenischen Kulturtag am Samstag, 20. September ab 14 Uhr im „Reich für die Insel“ vor dem Landestheater ein. Nähere Infos finden sich unter: <a href="https://minorities.at/neunter-jenischer-kulturtag/">https://minorities.at/neunter-jenischer-kulturtag/</a></p>



<p>Michael Haupt</p>



<p>(Bild: Michael Haupt)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/ich-hab-das-nicht-akzeptiert-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer kennt die Partisanin und die Partisanen?</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/wer-kennt-die-partisanin-und-die-partisanen/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/wer-kennt-die-partisanin-und-die-partisanen/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2025 09:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72595</guid>

					<description><![CDATA[Die Tradierung des Widerstandes und der Beteiligung lokaler NS-Gegner an der Befreiung vom Nationalsozialismus pendelte in Tirol zwischen Übertreibung und Vergessen. Der österreichische Außenminister Karl Gruber, ehemaliger Chef des Innsbrucker Widerstandes in den letzten Tagen des NS-Regimes und provisorischer Landeshauptmann,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Tradierung des Widerstandes und der Beteiligung lokaler NS-Gegner an der Befreiung vom Nationalsozialismus pendelte in Tirol zwischen Übertreibung und Vergessen.</p>



<p>Der österreichische Außenminister Karl Gruber, ehemaliger Chef des Innsbrucker Widerstandes in den letzten Tagen des NS-Regimes und provisorischer Landeshauptmann, erklärte am 8. Mai 1946, dass die Aktivisten der Tiroler Widerstandsbewegung die „Hauptlast der Kampfhandlungen“ im Jahr zuvor zu tragen gehabt hätten. Das war eine maßlose Übertreibung im Kontext der bevorstehenden Verhandlungen mit den Alliierten über einen Staatsvertrag mit Österreich.</p>



<p>Tatsache ist, dass in einigen Tiroler Orten – in den Berichten der US-Truppen wird vor allem das Oberland erwähnt – Ende April/Anfang Mai 1945 einheimische NS-GegnerInnen, Wehrmachtsdeserteure, ZivilistInnen, ZwangsarbeiterInnen den US-Truppen auf lokaler Ebene wertvolle Hilfe geleistet haben, mit der Waffe in der Hand, durch Informationsweitergabe, durch Besetzungen und Sicherungen von wichtiger Infrastruktur.</p>



<p>Doch Prominenz erlangten in Tirol – und in Österreich generell – in den Nachkriegsjahrzehnten nur ganz wenige WiderstandskämpferInnen. Im Vordergrund stand die Reintegration der Nationalsozialisten und die Würdigung der Pflichterfüllung in der Wehrmacht. Von den meisten WiderstandskämpferInnen sind einer breiteren Öffentlichkeit weder die Namen noch die Gesichter bekannt.</p>



<p>So gelang es bisher nicht, die auf dem Foto mit zwei französischen Offizieren abgebildeten vier Männer und eine Frau zu identifizieren. Es wurde im Juni oder Juli 1945 in Pettneu am Arlberg aufgenommen. Seine knappe Bildunterschrift weist sie als „österreichische Partisanen“ aus.</p>



<p>Wer kennt die Partisanen und die Partisanin?</p>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/wer-kennt-die-partisanin-und-die-partisanen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Memorial Day, Innsbruck, Igls</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/memorial-day-innsbruck-igls/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/memorial-day-innsbruck-igls/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 09:41:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72589</guid>

					<description><![CDATA[Am „Memorial Day“ fand die erste jüdisch-protestantisch-katholische Gedenkfeier in Innsbruck statt. Am 30. Mai begingen die US-Truppen in Tirol den „Memorial Day“ zu Ehren ihrer gefallenen Soldaten. An verschiedenen Orten wurden militärisch-religiöse Gedenkfeiern abgehalten. Eine der Aufgaben der amerikanischen Militärregierung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am „Memorial Day“ fand die erste jüdisch-protestantisch-katholische Gedenkfeier in Innsbruck statt.</p>



<p>Am 30. Mai begingen die US-Truppen in Tirol den „Memorial Day“ zu Ehren ihrer gefallenen Soldaten. An verschiedenen Orten wurden militärisch-religiöse Gedenkfeiern abgehalten. Eine der Aufgaben der amerikanischen Militärregierung war es, die Freiheit der Religion und der Ausübung religiöser Rituale wiederherzustellen und zu gewährleisten.</p>



<p>Das US-Militär brachte aber auch religiöse Innovationen, die im Rahmen der in Tirol dominanten katholischen Traditionen vor dem Nationalsozialismus wohl undenkbar gewesen waren: Interreligiöse Gedenkfeiern für Katholiken, Protestanten und Juden.</p>



<p>In Innsbruck wählte die Cactus Division den ehemaligen Adolf-Hitler-Platz vor dem Tiroler Landestheater für die interreligiöse Zeremonie aus. Man kann davon ausgehen, dass es sich um die erste Veranstaltung in Innsbruck handelte, bei der Priester jüdischen, katholischen und protestantischen Glaubens nacheinander auftraten. An der katholischen Messe beteiligte sich auch ein Kirchenchor aus Innsbruck.</p>



<p>Das erste Foto zeigt die jüdische Zeremonie. Die Beschriftung lautet: „Memorial Day services for men of the 103rd Inf. Div., 7th U. S. Army killed in battle, were held by members of the Jewish, Protestant and Catholic faiths. Here, Pfc. Meloni Kass of Chicago, Illinois, chanting at the Jewish services in Innsbruck.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="797b73" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #797b73;" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-1024x802.webp" alt="" class="wp-image-72593 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-1024x802.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-300x235.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-768x601.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-1536x1202.webp 1536w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/3005-Memorial-Igls_2-2048x1603.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>&nbsp;Auf einer Wiese bei Igls errichteten Soldaten aus Anlass der Gedenkfeiern ein temporäres Holzmonument für die zwischen 1943 und 1945 gefallenen GIs des VI. Corps. Zwei Mädchen beobachteten einen von ihnen beim Malen der Insignie des VI. Corps.</p>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/memorial-day-innsbruck-igls/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Skifahren am Hafelekar</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/skifahren-am-hafelekar/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/skifahren-am-hafelekar/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 09:37:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72583</guid>

					<description><![CDATA[Die US Army war in den Wochen nach dem militärischen Sieg in Europa bestrebt, der Bevölkerung in den USA zu zeigen, wie gut sie mit den „citizen soldiers“, ihren Staatsbürgern als Soldaten, umging. Die Einrichtung von Enlisted Men’s Clubs an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die US Army war in den Wochen nach dem militärischen Sieg in Europa bestrebt, der Bevölkerung in den USA zu zeigen, wie gut sie mit den „citizen soldiers“, ihren Staatsbürgern als Soldaten, umging.</p>



<p>Die Einrichtung von Enlisted Men’s Clubs an hochattraktiven Urlaubsorten wie dem Hotel Seegrube unter dem Hafelekar oder dem Hotel Alpenhof am Achensee sollte den GIs und ihren Familien zeigen, dass sie an den ökonomischen Früchten des Sieges partizipieren würden. Anders als nach dem Ersten Weltkrieg würde der Dank des Vaterlandes nicht ausbleiben.</p>



<p>Der Spaß am Skifahren, am Biertrinken und am Tanzen hoch über dem Inntal sollte einen Vorgeschmack geben auf das gute Leben nach den grässlichen Erlebnissen und Entbehrungen der Frontkämpfe in Europa. Für den Besuch des Enlisted Men’s Club im Hotel Seegrube erhielten die GIs Tagespässe. Nach der Ankunft konnten sie sich Ski ausborgen und erhielten von einheimischen Skilehrerinnen und Skilehrern Unterricht in dieser für die meisten Soldaten neuen Sportart.</p>



<p>Der offizielle Text zu diesem Foto lautet: “A U.S. soldier on a day’s pass loses no time strapping on a borrowed pair of skis. Most of the troops are novices at this sport, but are learning rapidly on these professional ski slopes.”</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="989282" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #989282;" decoding="async" width="1024" height="951" data-id="72586" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg-1024x951.webp" alt="" class="wp-image-72586 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg-1024x951.webp 1024w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg-300x279.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg-768x713.webp 768w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg-1536x1426.webp 1536w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-200.jpg__1984x1842_q85_crop_subsampling-2_upscale.jpg.webp 1984w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-197.jpg__992.0x693.7297297297298_q85_crop_subsampling-2.webp"><img data-dominant-color="aea693" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #aea693;" decoding="async" width="992" height="693" data-id="72587" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-197.jpg__992.0x693.7297297297298_q85_crop_subsampling-2.webp" alt="" class="wp-image-72587 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-197.jpg__992.0x693.7297297297298_q85_crop_subsampling-2.webp 992w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-197.jpg__992.0x693.7297297297298_q85_crop_subsampling-2-300x210.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-197.jpg__992.0x693.7297297297298_q85_crop_subsampling-2-768x537.webp 768w" sizes="(max-width: 992px) 100vw, 992px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="bcb5a4" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #bcb5a4;" decoding="async" width="992" height="742" data-id="72585" src="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-198.jpg__992.0x742.9822161422709_q85_crop_subsampling-2.webp" alt="" class="wp-image-72585 not-transparent" srcset="https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-198.jpg__992.0x742.9822161422709_q85_crop_subsampling-2.webp 992w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-198.jpg__992.0x742.9822161422709_q85_crop_subsampling-2-300x224.webp 300w, https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/05/arthur-flynn-photo-album-b-198.jpg__992.0x742.9822161422709_q85_crop_subsampling-2-768x574.webp 768w" sizes="(max-width: 992px) 100vw, 992px" /></figure>
</figure>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/skifahren-am-hafelekar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spook Salathe and his „Kraut buddy”</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/spook-salathe-and-his-kraut-buddy/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/spook-salathe-and-his-kraut-buddy/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 09:34:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72579</guid>

					<description><![CDATA[Die Fotosammlung von Pfc. Wayne Peer besteht aus etwa 150 Fotos, der Großteil wurde in Innsbruck im Mai 1945 aufgenommen. Die Bilder zeigen fast ausschließlich die „buddies“ von Wayne Peer – die Soldaten seiner Intelligence &#38; Reconnaisance Platoon innerhalb der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Fotosammlung von Pfc. Wayne Peer besteht aus etwa 150 Fotos, der Großteil wurde in Innsbruck im Mai 1945 aufgenommen. Die Bilder zeigen fast ausschließlich die „buddies“ von Wayne Peer – die Soldaten seiner Intelligence &amp; Reconnaisance Platoon innerhalb der Headquarter Company des 410th Regiment – in Einzelporträts und Gruppenfotos. Ein Platoon setzte sich aus etwa 20 GIs zusammen. Die „buddies“ bildeten, wie der Historiker Marco Büchl in seiner Studie über die Frontsoldaten der US-Infanterie im Zweiten Weltkrieg schrieb, das „militärische Äquivalent zur Familie.“</p>



<p>Unter den wenigen Ausnahmen befindet sich dieses Foto, das einen Jugendlichen aus Innsbruck zeigt, der sich für die GIs interessiert und von ihnen offenbar auch akzeptiert wird – zumindest kann er bei ihnen stehen und sich mit ihnen fotografieren lassen. Der junge Mann präsentiert sich als unbedingt modern und unterscheidet sich im Outfit dramatisch von den sonst auf GI-Fotos abgebildeten Einheimischen, die sich meist in Trachten präsentierten.</p>



<p>Er trägt ein langes, übergroßes Sakko, Krawatte, eine breit ausfallende Hose mit einem scharfen Bug, dunkle Sonnenbrillen und relativ langes Haar, in etwa so, wie „Schlurfs“ oder „Swings“ auftraten, die sich an der nicht nur im NS-Regime verpönten amerikanischen Musik- und Unterhaltungskultur orientierten, um sich von der Hitlerjugend zu unterscheiden.</p>



<p>Mit aller zur Verfügung stehender Lässigkeit gesellt sich der junge Mann hier zu Pfc. Leonard „Spook“ Salathe aus New Orleans und wurde von Wayne Peer bei der Bildbeschriftung tatsächlich, wenn auch sarkastisch“, als „Kraut buddy“ bezeichnet.&nbsp;</p>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/spook-salathe-and-his-kraut-buddy/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Afro-amerikanische GIs in Tirol</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/afro-amerikanische-gis-in-tirol/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/afro-amerikanische-gis-in-tirol/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 05:48:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72138</guid>

					<description><![CDATA[Die US Army hatte bis weit in den Zweiten Weltkrieg an der Segregation afroamerikanischer Soldaten festgehalten und diese vor allem in ungeliebten Service-Einheiten zusammengefasst. Erst in den letzten Kriegsmonaten zerfiel angesichts der zahlreichen Verluste bei den Kämpfen an der Westgrenze&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die US Army hatte bis weit in den Zweiten Weltkrieg an der Segregation afroamerikanischer Soldaten festgehalten und diese vor allem in ungeliebten Service-Einheiten zusammengefasst. Erst in den letzten Kriegsmonaten zerfiel angesichts der zahlreichen Verluste bei den Kämpfen an der Westgrenze Deutschlands und dem Mangel an „manpower“ das System der Segregation. Die Lücken in den Infanteriedivisionen wurden ab Februar 1945 auch mit etwa 5.000 schwarzen Soldaten aufgefüllt.<br>Panzerjäger des 761st Battalion, die sich „Black Panther“ nannten, verstärkten die Cactus Division ab den Kämpfen an der Siegfried-Linie und bis nach Tirol. Um den Brennerpass möglichst schnell zu erreichen, erhielt das 411th Regiment der Division Ende April zudem Verstärkung durch ein Platoon Panzerjäger des afroamerikanischen 614th Tank Destroyer Battalion.<br>Die vorherrschende Ansicht, sie seien nicht geeignet für den Frontkampf, widerlegten die afroamerikanischen Soldaten rasch. Das zeigen Berichte von Kommandeuren von Einheiten, die Seite an Seite mit schwarzen Bataillonen kämpften. Aber weder auf Signal-Corps-Fotos noch auf den gesammelten Schnappschüssen der Divisionen in Tirol finden sich afroamerikanische Soldaten. Abordnungen der beiden Bataillone nahmen noch an der Siegesparade am 9. Mai in Innsbruck teil. Das 614th Tank Destroyer Battalion erhielt auch Besatzungsaufgaben in Tirol. Seine Soldaten blieben bis Juli 1945 in Leutasch, eine Kompanie war&nbsp;in Mösern stationiert. In der Chronik der Gendarmerie Leutschach heißt es dazu: „Anfangs wurden diese mit einer gewissen Scheu u. Zurückhaltung von Seite der Bevölkerung behandelt. Sie machten sich jedoch durch ihr korrektes Vorgehen sehr bald beliebt (&#8230;).“<br>Das undatierte Foto zeigt die Ehrung von afroamerikanischen Sergeants des 761st Tank Battalion mit der Bronze Star Medal bei einer Zeremonie in Steyr (OÖ), „where the Battalion ended operations on May 6, after fighting its way to a junction with the First Ukrainian Army”. Im Bild zu sehen v. l. n. r.: Sgt. Moses Ballard, Sgt. Emory G. Thomas, Sgt. Ivery Fox.<br>Eigene Erfahrungen des gemeinsamen Kampfes, die rassistische Vorurteile entkräften konnten, machten vergleichsweise wenige weiße GIs. Dennoch traten viele Veteranen für ein Ende der rassistischen Segregation in Armee und Gesellschaft ein. Nach der Befreiung der rassistisch Verfolgten in Europa schob die moralische Kriegsführung gegen die Nazis auch den antirassistischen Kampf des Civil Rights Movement in den USA an.</p>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/afro-amerikanische-gis-in-tirol/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nähe und Distanz</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/naehe-und-distanz/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/naehe-und-distanz/#comments_reply</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 05:46:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72136</guid>

					<description><![CDATA[Skepsis, Neugier und Annäherung: Einheimische Frauen in einem Tiroler Dorf, Mai 1945, aufgenommen von einem Soldaten der Cactus Division. Besatzungssoldaten nutzten das Fotografieren als Möglichkeit, die verordnete Distanz zur einheimischen Bevölkerung zu überwinden. Eine der ersten Verhaltensanweisungen für die Soldaten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Skepsis, Neugier und Annäherung: Einheimische Frauen in einem Tiroler Dorf, Mai 1945, aufgenommen von einem Soldaten der Cactus Division.</p>



<p>Besatzungssoldaten nutzten das Fotografieren als Möglichkeit, die verordnete Distanz zur einheimischen Bevölkerung zu überwinden. Eine der ersten Verhaltensanweisungen für die Soldaten der amerikanischen Truppen am 5. Mai lautete: „Troops will not converse with populace.“ Dieses so genannte „Fraternisierungsverbot“ war insbesondere im Besatzungsalltag kaum einzuhalten – so wird das Verhältnis zwischen amerikanischen Soldaten und einheimischer Bevölkerung in der Forschungsliteratur auch als kooperativ beschrieben. Dennoch fällt auf, dass es nur relativ wenige von GIs aufgenommene Fotos gibt, die sie mit Einheimischen in Interaktion zeigen. Dies legt die Vermutung nahe, dass das Fraternisierungsverbot in diesen stark katholisch geprägten Dörfern zumindest in der optischen Reproduktion der Beziehungen weitgehend eingehalten wurde. Vom „Fraternisierungsverbot“ nicht betroffen waren ehemalige ZwangsarbeiterInnen, nun Displaced Persons, aus den Ländern der Alliierten. Diese Regelung wurde von GIs aber genutzt, um einheimische Frauen zu Festen in den Clubs der Soldaten einzuladen. Sie gaben sie einfach als Displaced Persons aus, indem sie ihnen entsprechende Armbänder umbanden – für den Fall, dass die Militärpolizei zur Kontrolle erschien.</p>



<p>(Peter Pirker)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/naehe-und-distanz/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Repatriierung italienischer DPs und Zwangsarbeiter_innen</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/repatriierung-italienischer-dps-und-zwangsarbeiter_innen/</link>
					<comments>https://innsbruck-erinnert.at/repatriierung-italienischer-dps-und-zwangsarbeiter_innen/#view_comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 May 2025 05:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriegsende 1945]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://innsbruck-erinnert.at/?p=72134</guid>

					<description><![CDATA[Italienische Flüchtlinge in Bozen. Soldaten vor einem Schild mit der Aufschrift “Bolzano”, Busse und LKWs beladen mit befreiten Zwangsarbeiter_innen, Italiener_innen entladen und beladen die LKWs, grüßen Freunde, lachen und reden. Gefangene deutsche Soldaten marschieren daneben auf der Straße. Mit Ende&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Italienische Flüchtlinge in Bozen. Soldaten vor einem Schild mit der Aufschrift “Bolzano”, Busse und LKWs beladen mit befreiten Zwangsarbeiter_innen, Italiener_innen entladen und beladen die LKWs, grüßen Freunde, lachen und reden. Gefangene deutsche Soldaten marschieren daneben auf der Straße.</p>



<p>Mit Ende des Krieges erwarteten die Alliierten nördlich und südlich des Brenners einen Flüchtlingsstrom bis dahin ungekannten Ausmaßes. Das Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force (SHAEF) unterschied dabei von Anfang an zwischen den Begriffen „refugees“ (Flüchtlinge) für Zivilisten, die vorübergehend innerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen heimatlos waren und Displaced Persons (DPs) für Menschen, die außerhalb ihrer Geburtsländer gestrandet waren. Der Terminus „uprooted“ (Entwurzelte) umfasste beide Kategorien. Die US-Besatzungsbehörden sahen in den Massen der „uprooted“ in Deutschland und Österreich eine beinahe ebenso große Gefahr für die Nachkriegsstabilität wie im Wiederaufleben des Nationalsozialismus, weshalb die Flüchtlinge bei Kriegsende eine der größten Herausforderungen für die Besatzungsmächte darstellten.</p>



<p>In Deutschland und Österreich fanden sich bei Kriegsende in etwa eine Million italienischer Zivilisten und an die 30.000 Nichtitaliener, die zu einem großen Teil im Zuge der Zwangsrekrutierungen hierher gekommen waren und jetzt nach Italien zu gelangen versuchten. Die alliierten Behörden rechneten daher mit regem Flüchtlingsverkehr vor allem über den Brenner, aber auch über die kleineren Alpenpässe nach Italien. Um die damit aufkommenden Probleme bewältigen zu können, wurden verschiedene Institutionen geschaffen. Die wichtigste war die Displaced Persons &amp; Repatriation Sub-Commission (DPRSC). Für Südtirol wurden daher ein Sammelzentrum in Bozen und Grenz-Repatriierungsstellen in Sterzing und Innichen errichtet.</p>



<p>&nbsp;Gefangene deutsche Soldaten marschieren an LKWs und Bussen vorbei, die voll von befreiten Zwangsarbeiter_innen sind. Die Italiener_innen steigen von den LKWs. Sie waschen sich, essen und ruhen sich im eingerichteten Verteilungszentrum aus. Dann werden sie auf die Busse verteilt, die sie weiter zu unterschiedlichen Destinationen bringen.</p>



<p>(Eva Pfanzelter)</p>



<p>Mehr Geschichten zum Kriegsende 1945 lesen Sie <a href="https://www.uibk.ac.at/de/zeitgeschichte/regionalgeschichte/kriegsende-1945/geschichten/">hier</a> auf dem Blog des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.</p>



<p>Film: ARCH MP &amp; APC MP; National Archives, Washington DC, RG 111: 111-ADC-4336 und 111-adc-4337</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://innsbruck-erinnert.at/repatriierung-italienischer-dps-und-zwangsarbeiter_innen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/

Page Caching using Disk: Enhanced 
Database Caching 55/64 queries in 0.016 seconds using Disk

Served from: innsbruck-erinnert.at @ 2026-05-25 23:52:12 by W3 Total Cache
-->