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	Kommentare zu: Auf dem Weg zur Sillgasse (I.)	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		Von: Manfred Roilo		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manfred Roilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2020 09:41:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aus obigem Text: &quot;Im Realgymnasium des Typs A, welches acht Jahrgänge umfasste, wurde Latein ab der ersten, und Französisch ab der dritten Klasse unterrichtet. Da sich die Lateinklassen somit über alle acht Jahre erstreckten, sei „jede Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit der weiblichen Jugend ausgeschlossen“, hielt man im Jahresbericht 1912/13 fest.&quot;

Ich durfte im Schuljahr 1946 / 47 die erste Klasse ebenfalls des Realgymnasiums (also nicht des humanistischen Gymnasiums) besuchen, natürlich nicht in der Sillgasse bei den Mädchen, sondern in der Angerzellgasse bei den Buben! Auch wir hatten schon ab dem ersten Jahrgang Latein, im dritten konnten wir wählen zwischen Englisch und Französisch. Ich nahm Englisch, Französisch musste, so hieß es, auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht in den Lehrplan aufgenommen werden,

Nach der vierten Klasse war anscheinend &quot;meine Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit&quot; durch Latein trotzdem schon zu groß, obwohl ich nicht der weiblichen Jugend angehörte – man schickte mich auf die Gewerbeschule in die Anichstraße, der heutigen HTL!

Dieses erste Schuljahr war geprägt vom mühsamen Wiederbeginn nach dem Krieg! Es gab nichts – Schreibmaterial und Hefte waren Mangelware, Schulbücher aus den Jahren zuvor konnten nicht mehr verwendet werden! Professoren waren noch in Kriegsgefangenschaft, viele durften wegen ihrer Vergangenheit nicht unterrichten – eine schwierige Zeit! Die Tyrolia brachte schon 1945 &quot;Lehrhefte&quot; für Geschichte, Naturgeschichte etc. heraus, Autoren waren schuleigene Professoren. Der Liber Latinus I war sogar vom damaligen Direktor, dem Dr. Franz Rohracher (Bruder des Salzburger Erzbischofs) verfasst worden. Den habe ich sogar noch – allerdings auf Grund der damaligen Qualität des Materials ziemlich zerzaust!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus obigem Text: &#8222;Im Realgymnasium des Typs A, welches acht Jahrgänge umfasste, wurde Latein ab der ersten, und Französisch ab der dritten Klasse unterrichtet. Da sich die Lateinklassen somit über alle acht Jahre erstreckten, sei „jede Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit der weiblichen Jugend ausgeschlossen“, hielt man im Jahresbericht 1912/13 fest.&#8220;</p>
<p>Ich durfte im Schuljahr 1946 / 47 die erste Klasse ebenfalls des Realgymnasiums (also nicht des humanistischen Gymnasiums) besuchen, natürlich nicht in der Sillgasse bei den Mädchen, sondern in der Angerzellgasse bei den Buben! Auch wir hatten schon ab dem ersten Jahrgang Latein, im dritten konnten wir wählen zwischen Englisch und Französisch. Ich nahm Englisch, Französisch musste, so hieß es, auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht in den Lehrplan aufgenommen werden,</p>
<p>Nach der vierten Klasse war anscheinend &#8222;meine Überbürdung und Bedrohung der Gesundheit&#8220; durch Latein trotzdem schon zu groß, obwohl ich nicht der weiblichen Jugend angehörte – man schickte mich auf die Gewerbeschule in die Anichstraße, der heutigen HTL!</p>
<p>Dieses erste Schuljahr war geprägt vom mühsamen Wiederbeginn nach dem Krieg! Es gab nichts – Schreibmaterial und Hefte waren Mangelware, Schulbücher aus den Jahren zuvor konnten nicht mehr verwendet werden! Professoren waren noch in Kriegsgefangenschaft, viele durften wegen ihrer Vergangenheit nicht unterrichten – eine schwierige Zeit! Die Tyrolia brachte schon 1945 &#8222;Lehrhefte&#8220; für Geschichte, Naturgeschichte etc. heraus, Autoren waren schuleigene Professoren. Der Liber Latinus I war sogar vom damaligen Direktor, dem Dr. Franz Rohracher (Bruder des Salzburger Erzbischofs) verfasst worden. Den habe ich sogar noch – allerdings auf Grund der damaligen Qualität des Materials ziemlich zerzaust!</p>
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