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	<title>
	Kommentare zu: Am Zeughaus	</title>
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	<description>Ein Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum</description>
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		<title>
		Von: Manfred Roilo		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/am-zeughaus/comment-page-1/#comment-4003</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manfred Roilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2020 17:46:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als ich auf diesem Bild den Soldaten vor dem Zeughaus sah, hat es mich richtiggehend elektrisiert. Ich hatte es knapp dahinter, unterm Torbogen ebenfalls mit einem Soldaten zu tun, allerdings mit einem Offizier der Deutschen Wehrmacht in Bridges Hose, Stiefeln, mit einem Helm auf und mit einer Pistole in der Hand! Es war Mai 1945, knapp vor dem Einmarsch der Amerikaner!
Ich saß mit meinem Freund am Fenster unserer Küche mit Blick auf die Pradlerstraße. Jede Menge Menschen zogen vorbei, vollbepackt, teilweise mit Handwägen und Fahrradanhängern, unsere benachbarten Bauern sogar mit Viehwägen. Man sagte uns, das Zeughaus und die Ausstellungshalle werden geplündert! Da mussten wir natürlich auch hin. Zuerst in die Messehalle, aber da gings es hauptsächlich um Mehl, die Rupfensäcke waren mehrere Meter hoch gestapelt, die Leute schnitten sie auf und schafften das Mehl weg. Das interessierte uns weniger,
Wir gingen zurück ins Zeughaus – da war alles gelagert, was die Gebirgsjäger benötigen. Eispickel, Steigeisen, Seile …! Man raufte sich um das noch Vorhandene. Dann ein Riesenkrach, viel Staub und Geschrei: Am Dachgebälk waren Gestelle befestigt, über diesen lagen dicke Taue, keine Ahnung, für was die gut waren. Die Leute rissen vorne und hinten, bis alles herunterbrach! Wir bekamen es mit der Angst zu tun flüchteten, obwohl wir noch gar nichts hatten. 
Irgendwo sah ich dann einen Wasserkübel mit einer Handspritze drinnen, so eine, wie sie überall zur ersten Brandbekämpfung nach Luftangriffen vorgeschrieben waren. Die nahmen wir mit und rannten zum Ausgang, diesem Torbogen. Hier war dann das Ende für alle geplünderten Gegenstände: Der eingangs erwähnte Offizier stand breitbeinig hier (ich sehe ihn heute noch vormir!!), dazu noch einige Soldaten mit Gewehr. Alles musste auf einen Haufen geworfen werden – auch unsere Spritze! Mit leeren Händen kamen wir heim!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich auf diesem Bild den Soldaten vor dem Zeughaus sah, hat es mich richtiggehend elektrisiert. Ich hatte es knapp dahinter, unterm Torbogen ebenfalls mit einem Soldaten zu tun, allerdings mit einem Offizier der Deutschen Wehrmacht in Bridges Hose, Stiefeln, mit einem Helm auf und mit einer Pistole in der Hand! Es war Mai 1945, knapp vor dem Einmarsch der Amerikaner!<br />
Ich saß mit meinem Freund am Fenster unserer Küche mit Blick auf die Pradlerstraße. Jede Menge Menschen zogen vorbei, vollbepackt, teilweise mit Handwägen und Fahrradanhängern, unsere benachbarten Bauern sogar mit Viehwägen. Man sagte uns, das Zeughaus und die Ausstellungshalle werden geplündert! Da mussten wir natürlich auch hin. Zuerst in die Messehalle, aber da gings es hauptsächlich um Mehl, die Rupfensäcke waren mehrere Meter hoch gestapelt, die Leute schnitten sie auf und schafften das Mehl weg. Das interessierte uns weniger,<br />
Wir gingen zurück ins Zeughaus – da war alles gelagert, was die Gebirgsjäger benötigen. Eispickel, Steigeisen, Seile …! Man raufte sich um das noch Vorhandene. Dann ein Riesenkrach, viel Staub und Geschrei: Am Dachgebälk waren Gestelle befestigt, über diesen lagen dicke Taue, keine Ahnung, für was die gut waren. Die Leute rissen vorne und hinten, bis alles herunterbrach! Wir bekamen es mit der Angst zu tun flüchteten, obwohl wir noch gar nichts hatten.<br />
Irgendwo sah ich dann einen Wasserkübel mit einer Handspritze drinnen, so eine, wie sie überall zur ersten Brandbekämpfung nach Luftangriffen vorgeschrieben waren. Die nahmen wir mit und rannten zum Ausgang, diesem Torbogen. Hier war dann das Ende für alle geplünderten Gegenstände: Der eingangs erwähnte Offizier stand breitbeinig hier (ich sehe ihn heute noch vormir!!), dazu noch einige Soldaten mit Gewehr. Alles musste auf einen Haufen geworfen werden – auch unsere Spritze! Mit leeren Händen kamen wir heim!</p>
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		<title>
		Von: Manfred Roilo		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/am-zeughaus/comment-page-1/#comment-3866</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manfred Roilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2020 20:55:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://innsbruck-erinnert.at/am-zeughaus/comment-page-1/#comment-3861&quot;&gt;Karl Hirsch&lt;/a&gt;.

Dieses lange Gebäude entlang der Zeughausgasse sieht man auch auf http://innsbruck-erinnert.at/auf-ein-kaltes-getraenk-im/ gut (im oberen Foto dieses Beitrages). Das schaut wirklich nach Stallungen aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://innsbruck-erinnert.at/am-zeughaus/comment-page-1/#comment-3861">Karl Hirsch</a>.</p>
<p>Dieses lange Gebäude entlang der Zeughausgasse sieht man auch auf <a href="http://innsbruck-erinnert.at/auf-ein-kaltes-getraenk-im/" rel="ugc">http://innsbruck-erinnert.at/auf-ein-kaltes-getraenk-im/</a> gut (im oberen Foto dieses Beitrages). Das schaut wirklich nach Stallungen aus.</p>
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		<title>
		Von: Karl Hirsch		</title>
		<link>https://innsbruck-erinnert.at/am-zeughaus/comment-page-1/#comment-3861</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Hirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2020 19:31:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Luftaufnahmen von 1940, die online zur Verfügung stehen, zeigen ein etwa 35 - 40 Meter langes Gebäude dessen Südseite wie auf dem Foto mit der linken Säule beim Eingang zum Zeughaus abschließt. Das ist aber auch die ganze Hilfe, die das Luftbild bietet. Immerhin scheint das Haus auch noch auf den frühen Nachkriegsaufnahmen der Franzosen auf, am Luftbild von 1947 sieht man es noch. !958 ist aber schon eine Rasenfläche an dieser Stelle. Jetzt was? Ställe für die Kanonenzugpferde?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Luftaufnahmen von 1940, die online zur Verfügung stehen, zeigen ein etwa 35 &#8211; 40 Meter langes Gebäude dessen Südseite wie auf dem Foto mit der linken Säule beim Eingang zum Zeughaus abschließt. Das ist aber auch die ganze Hilfe, die das Luftbild bietet. Immerhin scheint das Haus auch noch auf den frühen Nachkriegsaufnahmen der Franzosen auf, am Luftbild von 1947 sieht man es noch. !958 ist aber schon eine Rasenfläche an dieser Stelle. Jetzt was? Ställe für die Kanonenzugpferde?</p>
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